Sportreporterlegende Manni Breuckmann in "Das Duell": Gefängnisstrafe für Hoeneß wahrscheinlich

Manni Breuckmann, Fußballexperte und Volljurist, heute in "Das Duell bei n-tv" (Thema: "Hofgang statt Meisterfeier – Höchststrafe für Uli Hoeneß?").

Uli Hoeneß hat statt der ursprünglich vermuteten 3,5 Millionen Euro bis zu 27 Millionen Euro Steuern hinterzogen. Breuckmann geht davon aus, dass das Strafmaß nun härter ausfällt – und nicht zur Bewährung ausgesetzt wird.

"Ich gehe mal fest davon aus, dass mit zunehmender Schadenshöhe für den Staat auch die Strafe höher wird. Das wäre ja ein Stück aus dem Tollhaus, wenn man sagen würde: Das ist vollkommen egal, denn wenn er nichts gesagt hätte, wäre das gar nicht herausgekommen. Das ist vielleicht hinterher bei der Frage der Strafzumessung […] ein Punkt."

"Ich rede ja gar nicht über Bewährung, sondern über die Höhe der Strafe: Ob es am Ende vier oder drei [Jahre Haft, die Redaktion] gibt, so."

Eine Verurteilung werde gleichzeitig Hoeneß‘ Karriereende beim FC Bayern München bedeuten, glaubt Breuckmann.

"Der FC Bayern München kriegt ein derartig schwer wiegendes Imageproblem: Man wird ihn noch nicht mal von allen Seiten drängen müssen, dass weiß der Uli Hoeneß selber. Wenn der eine Freiheitsstrafe bekommt, die […] nicht zur Bewährung ausgesetzt wird, dann wird er nicht mehr Präsident sein, dann wird er auch nicht mehr Vorsitzender des Aufsichtsrates sein. Dann ist er da weg."

Breuckmann spricht sich deutlich gegen die strafbefreiende Selbstanzeige aus.

"Ich bin zum Beispiel gegen die Selbstanzeigen, weil das eine vollkommen unnötige Privilegierung eines kleinen Teils der Bevölkerung ist. [...] Das passt überhaupt nicht in das System des Strafrechts. Wenn ich ein Auto klaue, kann ich das auch nicht nach drei Jahren wieder zurückbringen und werde nicht bestraft."
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