Chilis züchten - Höllisch scharfe Schoten im heimischen Garten
Die Chilipflanze wächst und gedeiht nicht nur im sonnigen Klima Mittel- und Südamerikas, sondern auch auf unseren europäischen Breitengraden. Auf der Fensterbank, dem Balkon oder im heimischen Garten lässt sich die schmackhafte und dekorative Pflanze anbauen. Chili zählt zur Familie der Nachtschattengewächse und hier zur Gattung der Paprika, welche ursprünglich im heutigen Bolivien beheimatet war. Sowohl die Anzucht, als auch Aussaat und Ernte gestalten sich, auf Grund der geringen pflanzlichen Bedürfnisse, erstaunlich einfach. Zu aller erst benötigt man die favorisierte Chilisaat. Hier gibt es gleich mehrere Wege um an das begehrte Saatgut zu kommen. Entweder man entnimmt die Samen aus getrockneten oder frischen Chilischoten, oder man wendet sich an den Fachhändler seines Vertrauens. Des Weiteren gibt es auch die ganz bequeme und schnelle Möglichkeit, sich ein komplettes Chili-Anzuchtset im Internet zu bestellen. Die Aussaat sollte zu Jahresbeginn, Ende Januar erfolgen. Zu beachten ist hier, dass die benötigte Temperatur zum Keimen bei ca. 23 °C liegt. Ein Plätzchen auf der Fensterbank, über einer Heizung, würde sich perfekt anbieten. Nun gilt es zu warten. Nach einer ca. zweiwöchigen Keimdauer, sollte es dann endlich so weit sein, dass sich die ersten Blattpaare gebildet haben. Nun werden die jungen Pflänzchen pikiert und in größere Gefäße umgesetzt. Nach einer etwa drei- bis viermonatigen Wachstumszeit sollten, bei richtiger Pflege und Sorgfalt, die ersten Früchte der Arbeit an den Pflanzen zu sehen sein. Die Zeit der Ernte naht. - Guten Appetit – Doch nicht nur kulinarisch und dekorativ bietet die Pflanze etwas, auch in der modernen Medizin und Wissenschaft findet die Pflanze, oder eher deren scharfmachender Wirkstoff „Capsaicin“, immer mehr Anhang. So fanden Wissenschaftler heraus, dass Capsaicin Prostatakrebszellen abtötet, Fettzellen zersetzt und blutdrucksenkend wirkt.

