25 Jahre Kleiderkammer

Seit 25 Jahren gibt es die Kleiderkammer des Deutschen Roten Kreuzes in Erfelden. Am 22.02.1992 eröffnete der Ortsverein in den Räumen des ehemaligen Toilettenhäuschens der Alten Schule in Erfelden in der Neugasse 36 diese Einrichtung, die Bedürftigen kostengünstige Kleidung aus den Altkleidercontainern abgibt. Ins Leben gerufen wurde die Kleiderkammer damals von Karoline Schäfer und Sigrid Neumann, im Jahr darauf stieß Gabi Otterbach dazu, die kurz darauf für 15 Jahre die Leitung übernahm.
Heute wird die Kleiderkammer von Anja Bau geleitet. Kaum jemand weiß, wie viel Arbeit in diesem sozialen Projekt steckt. Nahezu täglich sind ehrenamtliche Helferinnen und Helfer in Erfelden, leeren die beiden Altkleidercontainer auf dem Gelände oder fahren nach Stockstadt zu den anderen Containern, die vom DRK-Ortsverein betreut werden. Die Kleider werden sortiert, was nicht mehr für die Kleiderkammer verwendet werden kann, wird nach Groß-Gerau zum DRK-Kreisverband gefahren und dort von einem kommerziellen Verwerter abgeholt, der widerum einen Teil der Kleidung für internationale Katastrophenhilfe im Auftag des DRK-Bundesverbandes einlagert. Rund 40 Tonnen Altkleider werden so in einem Jahr allein in Erfelden bewegt. Leider landet immer mehr Müll in den Altkleidercontainern, der auf Kosten des DRK entsorgt werden muss. Deshalb appelliert Anja Bau an die Spendenwilligen, nur Kleider und Schuhe in die Container zu werfen: „Wer andere Dinge abzugeben hat, die vielleicht für Bedürftige noch von Nutzen sind, kann sich mit uns in Verbindung setzen, wir holen die Sachen sogar ab, wenn es uns möglich ist.“
Anja Bau ist unter 0152 34232019 zu erreichen.
Einen Boom erlebte die Kleiderkammer 2015, als viele Flüchtlinge mit Kleidung zu versorgen waren. Das ehemalige Toilettenhäuschen reichte nicht mehr aus, der Kreis Groß-Gerau stellte drei ausrangierte Wohncontainer im Hof der Alten Schule ab, der seitdem als Kleiderkammer dient, das ehemalige Toilettenhäuschen wird als Zwischenlager zum Sortieren genutzt.
Heute hat sich die Zahl der regelmäßigen Besucher der Kleiderkammer auf hohem Niveau stabilisiert. Im Schnitt 50 Cent pro Kleidungsstück ist in der Kleiderkammer zu zahlen, für besonders hochwertige Einzelstücke auch mal ein paar Euro, für Baby- oder Kinderkleidung gibt es besondere Rabatte. Anja Bau: „Wir wollen ja nichts verdienen, sondern helfen. Aber was nichts kostet, ist auch nichts wert.“
Geöffnet ist die Kleiderkammer jeden zweiten und vierten Donnerstag im Monat von 11.00 Uhr bis 15.00 Uhr.
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