Die Elektrifizierung Leeheims im Jahre 1911

Wann? 24.09.2011 19:00 Uhr

Wo? Heimatmuseum Leeheim , Backhausstraße 8, 64560 Riedstadt DE
Leeheims Turm-Transformationsstelle in der Backhausgasse auf dem heutigen Grundstück Nr. 23.
Riedstadt: Heimatmuseum Leeheim | Anfang des Jahres 1911 war Leeheim mit seinen rund 1200 Einwohnern ebenso noch ohne elektrisches Licht wie viele Nachbargemeinden auch. Nur einige wenige Industrie und gewerbliche Betriebe betrieben schon kleine Stromerzeuger mit Wasserkraft, Dampfmaschinen oder Diesel.
Am 10. Februar 1910 wurde die Stromversorgung der sieben benachbarten Kreisgemeinden Biebesheim, Crumstadt, Stockstadt, Goddelau, Erfelden, Wolfskehlen und Leeheim vereinbart und noch im Vertragsjahr mit den Erschließungsarbeiten begonnen. Die Leeheimer Turm-Transformationsstation stand in der Backhausgasse auf dem heutigen Grundstück Nummer 23.
Nach einer Bauzeit von fast zwei Jahren brannten in Leeheim erstmals vor den Weihnachtstagen des Jahres 1911 de elektrischen Lampen. Die erste befand sich am Grundstück Hauptstraße 49. Die nächsten waren an den Nummern 10, 22 und 32. Als besonderes Ereignis hatte die Leeheimer Kirche an Weihnachten 1911 elektrisches Licht. Alle anderen Gebäude und Grundstücke Leeheims wurden 1912 erschlossen. Die bisherigen Beleuchtungsarten gingen aber nicht gänzlich unter. Sparsamkeit war in vielen Familien oberstes Gebot, daher wurden Speicher, Keller, Böden oder auch Teile der Stallungen und Lagerräume vorerst von der Stromversorgung ausgespart und in Haus und Keller weiterhin Kerzen, im Hof die Sturmlaterne oder Petroleumlampe eingesetzt. Einige Bürger standen dieser neuen Technik aber noch skeptisch gegenüber und haben auf einen Anschluss vorerst verzichtet. Erst kurz vor Ausbruch des 2. Weltkrieges waren sowohl Privathäusern, als auch landwirtschaftliche Betriebe an das Stromnetz angebunden.
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