Laienspielgruppe Leeheim spendet Teil ihrer Einnahmen an soziales Engagement in Riedstadt

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Bereits im vergangenen Jahr schlug Jochen Heddäus, der 1. Vorsitzende der Leeheimer Laienspieler, vor, einen Teil der Einnahmen aus den Theateraufführungen der Erwachsenen- und der Kindergruppe zu spenden, um damit soziale Projekte oder Personen, die sich individuell für die Gesellschaft engagieren, zu unterstützen. Sofort zeigten sich auch die anderen Vorstandsmitglieder von der Idee begeistert. So wurden alle aktiven Mitglieder bei einer Clubabendversammlung dazu aufgefordert, Vorschläge einzureichen, welchen sozial engagierten Personen, Gruppen oder Institutionen in Riedstadt eine Finanzspritze zugutekommen könnte.
Am Ende entschloss sich der Theaterverein für Spenden in einer Gesamthöhe von 720 EUR an insgesamt drei verschiedene soziale Projekte aus Riedstadt.

Hilfe für Kinderheim nach Erdbeben in Nepal

Bereits Ende September des letzten Jahres empfingen Horst Schorsch und Horst Metzger eine Spende von 250 EUR. Die beiden gebürtigen Leeheimer reisen schon seit Mitte der 90er Jahre regelmäßig nach Nepal und sind seitdem von dem südostasiatischen Land, seiner Kultur, der beeindruckenden Landschaft und vor allem von den Menschen begeistert. Im Frühjahr 2015 ereignete sich dort ein verheerendes Erdbeben, durch das mehr als 8.000 Menschen ihr Leben verloren, über 20.000 wurden verletzt. Die Hauptstadt Kathmandu wurde weitgehend zerstört, unzählige Menschen verloren ihre Lebensgrundlage. Von dieser wohl schlimmsten Katastrophe in der Geschichte Nepals ist auch das Kinderheim betroffen, für das sich die beiden, seitdem sie ihre Leidenschaft für das Land entdeckt haben, engagieren. Sie gehören zu einem bundesweiten Kreis von Nepalfreunden. Mit der Finanzspritze möchte die Laienspielgruppe Leeheim die Spendenaktion für das nepalesische Kinderheim unterstützen und das beeindruckende Engagement von Horst Schorsch und Horst Metzger für dieses faszinierende Land würdigen.

Projekt "Atempause" der Stiftung Soziale Gemeinschaft Riedstadt

Ebenfalls bereits Ende September ging eine projektbezogene Spende von 250 EUR an die „Stiftung Soziale Gemeinschaft Riedstadt“, die seit ihrer Gründung vor 20 Jahren Menschen im Alter, in der Krankheit oder mit Handicap mit Beratung sowie konkreter Unterstützung und Hilfe im Alltag beiseite steht. Als projektbezogene Spende soll das Geld insbesondere dem Projekt „Atempause“ zugutekommen, das sich an Menschen mit Demenz und deren Angehörigen richtet. Die Stiftung bietet Beratung, organisiert Gruppentreffen sowie eine spezielle Fördergruppe für junge demenzkranke Menschen. Außerdem bieten ehrenamtliche Mitarbeiter einen häuslichen Entlastungsdienst an. Sie besuchen die Betroffenen, hören zu, erzählen oder lesen vor. Damit schaffen sie mit ihrem ehrenamtlichen Engagement eine wertvolle Atempause für die pflegenden Angehörigen. Ein soziales Miteinander, das gerade in der heutigen Zeit, in der es viele hilfsbedürftige Menschen unter uns gibt, ist sehr bedeutsam und daher in jedem Fall unterstützenswert.

Sprachförderung für Flüchtlingskinder in der Goddelauer Intensivklasse

Eine weitere Spende richtete sich im Dezember 2015 an Eveline Müller, Klassenlehrerin der Intensivklasse an der Goddelauer Georg-Büchner-Schule. In ihrer Lerngruppe erlernen Flüchtlingskinder spielend die deutsche Sprache und kommen dabei auch in Kontakt mit den Kindern aus den Regelklassen. Eine große Herausforderung wenn man bedenkt, dass ihre Schützlinge mit so heterogenen Ausgangsvoraussetzungen ins Klassenzimmer kommen. Manche Kinder sind traumatisiert von den Erlebnissen im Kriegsgebiet oder auf der Flucht, können weder Lesen noch Schreiben, manche sprechen vielleicht ein bisschen Englisch. Sie stammen aus verschiedenen Ländern und sind unterschiedlich alt. Da scheint das gemeinsame Spielen eine tolle Idee zu sein, sich in der fremden Umgebung einzuleben, dabei erste Worte zu erlernen und vor allem Brücken zwischen den Kindern zu bauen. Mit einer Spende von 220 EUR konnten bereits neue Sprachlernspiele für die Intensivklasse angeschafft werden. Sprachförderung für Flüchtlingskinder – ein sicherlich herausfordernder aber gleichzeitig so wichtiger erster Schritt hin zur Integration.

"Die über alles Geistige und Intellektuelle, über Philosophie und Theologie erhaben
ist die Hilfsbereitschaft von Mensch zu Mensch – die Aufgabe, Bruder zu sein."

(Albert Schweitzer 1875-1965)

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