Neue Komödie „Neurosige Zeiten“ der Leeheimer Laienspieler wird zum großen Bühnenerfolg

(Foto: Harald von Haza-Radlitz (www.haza-foto.com))
 
(Foto: Harald von Haza-Radlitz (www.haza-foto.com))
Am vergangenen Wochenende brachte die Laienspielgruppe Leeheim an zwei Abenden ihre neue Komödie „Neurosige Zeiten“ auf die Bühne der voll besetzten Kulturhalle und begeisterte damit ihr Publikum, das sich wiedermal sehr gut unterhalten fühlte und es der Schauspieltruppe mit tosendem Applaus und vielen lobenden Worten dankte.

Ausgelassene Stimmung und eine grandiose Leistung der Hobbyschauspieler

Seit Dezember probte die gut eingespielte und bunt gemischte Theatergruppe, bestehend aus insgesamt 12 Riedstädter Mimen, für ihre neuste Produktion. Professionelle Unterstützung erhielten sie wieder von Regisseur Christian Suhr. Er entschied sich für eine ideale Besetzung der verrückten Figuren und sorgte dafür, dass die Zuschauer einen modernen, kurzweiligen und flotten Dreiakter aus der Feder von Winnie Abel zu sehen bekamen, der durch seine wahnsinnig neurotischen Figuren, Sprachwitz und andauernder Situationskomik bestach.
Angeheizt von der tollen Stimmung in der Leeheimer Kulturhalle wurden die Mimen zu schauspielerischen Höchstleistungen angetrieben und genossen sichtlich ihren knapp zweistündigen Auftritt, der von unzähligen Lachern des Publikums begleitet und mehrmals durch Szenenapplaus unterbrochen wurde. Durch die intensive und professionelle Probenarbeit überzeugten die Schauspieler mit Textsicherheit, großer Spielfreude, einem guten Timing und viel Energie.

Sexsucht, Stalking, Menschenangst und Zwangsneurosen

Damit auch in diesem Jahr wieder alle Hobbymimen mitspielen können, hat Regisseur Christian Suhr extra eine weitere Rolle in das Theaterstück geschrieben. So geistert Irmgard Steinmetz als Psychiatriepatientin immer wieder durch das Stück.
Auch inhaltlich kam die moderne Komödie bei den Zuschauern sehr gut an. Schauplatz des wahnwitzigen Theaterspiels war eine offene Wohngruppe der Psychiatrie Riedstadt. Dort stellen sich die skurrilen Bewohner die Frage, wie man denn Besuch in einer Irrenanstalt empfangen soll, ohne dass dieser merkt, dass er in einer Irrenanstalt ist. Denn vor genau dieser Herausforderung steht die junge Agnes Adolon (Melanie Kind), Erbin einer reichen Hoteldynastie und Patientin in der Riedstädter Psychiatrie, denn ihre Mutter Cécile (Sylvia Kohnhäuser) meldet spontan Besuch an. Doch die vornehme und kultivierte Cécile weiß nichts von der Sexsucht ihrer Tochter und glaubt, dass ihr Liebling voll und ganz im Leben steht, beruflich erfolgreich ist und in einer Villa residiert. In vollkommener Panik schmiedet Agnes einen Plan. Denn eins steht für sie fest: Ihre Eltern dürfen auf keinen Fall merken, dass sie in einer offenen Wohngruppe der Riedstädter Psychiatrie zwangsuntergebracht ist und sie dürfen vor allem den Grund dafür nicht erfahren!
So versucht sie inmitten des Psychiatriealltags ihrer Mutter eine heile Welt vorzuspielen. Auch ihre verrückten Mitinsassen der offenen Wohngruppe müssen kurzerhand auf Agnes Mutter wie ganz normale Menschen wirken. Eine riesengroße Herausforderung nicht nur für den zwangsneurotischen Finanzbeamten Hans (Erik Heddäus), sondern auch für die manisch-depressive Künstlerin Desirée (Ellen Wiesenäcker), die liebeswahnsinnige Stalkerin Marianne (Angela Gerhardt) und den Soziophob Willi (Reinhard Köhler). Ein Vorhaben, das einfach nach hinten losgehen muss – vor allem weil plötzlich immer mehr ungebetene Gäste in der Wohngruppe auftauchen, darunter der nervige Beschäftigungstherapeut Rolf (Friedel Simon), eine Verkäuferin für Tupperware (Ulrike Urban) und der Volksmusikstar Hardi Hammer (Jochen Heddäus) mit einer sensationsgeilen BILD-Reporterin (Susanne Krumb) im Schlepptau. Natürlich läuft das wahnwitzige Verwechslungsspiel am Ende völlig aus dem Ruder und Agnes Mutter landet versehentlich dank des überehrgeizigen Psychiaters Dr. Dr. Schanz (Karlheinz Hebermehl) in der Zwangsjacke! Aber wer ist hier eigentlich verrückt? Und was heißt überhaupt normal? Am Ende sind die Übergänge fließend, wie schon Jochen Heddäus zuvor bei seiner Anmoderation angekündigt hatte und der ein oder andere im Publikum wird vielleicht seine eigene Neurose auf der Bühne wiedererkannt haben. :)

Viele fleißige Helfer im Hintergrund

Somit geht für den Theaterverein ein ereignisreiches und sehr erfolgreiches Wochenende zu Ende. Abschließend gilt es, einen großen Dank an alle fleißigen Helfer im Hintergrund auszusprechen, ohne die ein solches Wochenende nicht zu stemmen wäre! Sie haben es verdient, namentlich erwähnt zu werden: DANKE an Adam Lessenich, Hanne Lessenich, Mario Urban, Werner Wiesenäcker, Edeltraud Simon, Inge Hebermehl, Michelle Reinhardt, Norman Thurn, Simon Wiesenäcker, Jessica Jourdan, Michael Kind, Jennifer Sils, Jörg Veith und unsere Souffleuse Ute Heddäus! Mindestens genauso viel Lob und Dank haben sich unser Regisseur Christian Suhr, unser Maskenbildner Dieter Bock sowie Michael und Petra von L&T Audio verdient! Danke auch an die Alinotec GmbH für die Alarmanlage und an Melanie Heil für das Plakat!

Weitere Bilder und Informationen gibt es auch online unter www.laienspielgruppe-leeheim.de oder auf Facebook („Laienspielgruppe Leeheim“).
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