Politische und soziale Ansichten Büchners
Riedstadt: Büchnerhaus Goddelau | Mit dem Menschenbild Büchners und seinen politischen und sozialen Ansichten befasst sich die nächste Benefizveranstaltung des Fördervereins Büchnerhaus in der Kunstgalerie am Büchnerhaus (Riedstadt-Goddelau, Weidstraße 9). Am Sonntag, dem 1. Mai ab 18:00 Uhr wird hierfür Matthias Gröbel, der Vorsitzende der Marburger Georg-Büchner-Gesellschaft zu Gast sein.
In seiner Prosaschrift „Lenz“ lässt Georg Büchner den Dichter Lenz sagen: „Man muß die Menschheit lieben, um in das eigentümliche Wesen jedes einzudringen, es darf einem keiner zu gering, keiner zu hässlich sein, erst dann kann man sie verstehen“. Das sind Sätze einer literarischen Figur, die sich damit gegen die herrschende Kunstauffassung absetzt. Aber sind diese Aussagen nur ein ästhetisches Programm? Büchners Briefe enthalten ganz ähnlich lautende Aussagen; hier stehen sie aber in einem politischen Kontext. In seinem Vortrag untersucht Matthias Gröbel vor allem Büchners Briefe in Hinblick auf dessen politischen und sozialen Gedanken.
„Lenz“ ist auch Thema der aktuellen Kunstausstellung am Büchnerhaus: Dort zeigt Susanne Theumer noch bis 30. Juni Zeichnungen und Druckgrafiken, die sich mit einem der Hauptwerke Büchners auseinandersetzen (wir haben berichtet). Wer sich näher mit der Text der Novelle „Lenz“ befassen möchte, kann die Lesung mit dem Darmstädter Schauspieler Christian Wirmer besuchen, die am Tag der Literatur (Sonntag, 29. Mai ab 18:00 Uhr) am gleichen Ort stattfinden wird.
Der Eintrittspreis beträgt sieben Euro und kommt in voller Höhe dem Förderverein und damit dem Geburtshaus Georg Büchners zugute. Kartenreservierungen nimmt das städtische Kulturbüro (Telefonnummer 06158 930841/2, Fax 930843 oder per E-Mail: kultur@riedstadt.de) gerne entgegen. Karten sind zudem an der Abendkasse erhältlich.
