Standing Ovations für "Cola, Cash und Kaugummi"

(Foto: Carola Maul)
 
(Foto: Carola Maul)
Standing Ovations, langanhaltenden Applaus und viele lobende Worte ernteten die Leeheimer Laienspieler, als sie am 21. und 22. April in der Heinrich-Bonn-Halle in Leeheim ihr neues Stück „Cola, Cash und Kaugummi" unter der Regie von Christian Suhr präsentierten. Mit großer Spielfreude und viel Leidenschaft fürs Theaterspielen glänzten die elf Schauspieler nebst fünf Statisten auf der Bühne und begeisterten das Publikum mit dem besonderen Lokalkolorit ihrer kurzweiligen Komödie.

Ein Hauch von Hollywood in „Leehome“

Sehr zur Freude des Publikums spielte die Handlung der Komödie nämlich in Leeheim, dem Heimatort der Theatergruppe! Vor der malerischen Kulisse des idyllischen Riedsees erzählte die nach vielen Jahren gemeinsamer Theaterarbeit gut eingespielte Gruppe die Geschichte des Bürgermeister Anton Knackig (Jochen Heddäus). Er und sein Stellvertreter Johann Klemmer (Erik Heddäus) regieren Leeheim nach Gutsherrenart und halten fest an alten Traditionen und Abläufen – getreu dem Motto: „So war es immer, so isses und so wird es immer sein. Täglich verkehren die beiden in der Gastwirtschaft „Zum Riedseeblick“, einer altmodischen Dorfkneipe in traumhafter Lage direkt am Riedsee, und lassen sich dort Fleischwurst und Freibier schmecken. Währenddessen haben deren Frauen Lieselotte (Sylvia Kohnhäuser) und Klara (Ellen Wiesenäcker) sowie die schüchterne Rathaussekretärin Rosemarie (Ingrid Kronawitter) und die ständig auf Männersuche befindliche Gisela (Angela Gerhardt), die die Vorstandschaft der örtlichen „Anstandsliga“ bilden, hochtrabende Pläne: Sie wollen schon seit langem in der Gastwirtschaft ein Begegnungszentrum für Frauen einrichten, scheitern jedoch an der Hartnäckigkeit der Dorfoberen.
Für frischen Wind in der Gaststätte sorgt schließlich die neue Pächterin Sabine Sauer (Susanne Köhler). Sie will ein modernes Bistro daraus machen und dem verstaubten Schuppen modernes und internationales Flair verleihen. Gemeinsam mit ihrem Freund Marco (Karlheinz Hebermehl) und dem ebenfalls befreundeten Pärchen Karin (Ulrike Urban) und Tommy (Patrick Fiederer) möchte sie zudem den See touristisch erschließen. Leider haben sie da die Rechnung ohne den sturen Bürgermeister gemacht. Für ihn ist das alles unnötiger „amerikanischer Firlefanz“.
Zu allem Übel kommen die jungen Leute auch noch aus dem verhassten Nachbarort Erfelden, auf den der Bürgermeister und sein Vize überhaupt nicht gut zu sprechen sind. Knackig kündigt prompt den Pachtvertrag mit der neuen Wirtin und wirft sie hinaus. Nun soll der liebenswerte aber völlig ungeeignete Gemeindediener Peter Schnell (Friedel Simon) den Laden schmeißen, was dieser auch macht, aber auf seine Weise. Sabine und ihre Freunde wollen sich aber am selbstherrlichen Gemeindeoberhaupt rächen und ihn mit seinen eigenen Waffen schlagen. Sie schlüpfen kurzerhand in andere Rollen und gaukeln ihm den schwerreichen amerikanischen Filmproduzenten Johnny Mc Carter vor, der Interesse an dem Seegelände in Leeheim hat und dort 395 Folgen einer neuen Fernsehserie drehen will. Er gibt vor, dazu natürlich einiges umgestalten zu müssen. Im Laufe der Zeit gibt der Bürgermeister – verblendet von versprochenem Ruhm und Geld – seine Zustimmung zum Bau einer „American Superworld“, die sogar Disneyworld in den Schatten stellt. Das Problem ist nur die launische und zickige Filmdiva Mrs. Belinda Cardigan – gespielt von Sabines Freundin Karin – von deren Zustimmung die Realisierung des Projektes abhängt. Der Bürgermeister erfüllt der scheinbar anspruchsvollen Filmschauspielerin jeden Wunsch – egal was es kostet, denn er wittert ja am Ende das große Geld…

Angriff auf die Lachmuskeln

Regisseur Christian Suhr hatte eine große Portion Situationskomik sowie überraschende Kostümwechsel in die Komödie von Bernd Gombold gepackt. Insbesondere die Verwandlung der prüden Damen der „Anstandsliga“ in sexy Showgirls begeisterte das Publikum. Für Abwechslung sorgten auch einige komische Statistenauftritte von bekannten Vereinsmitgliedern. So lief Norman Thurn als oberkörperfreier DLRG-Rettungsschwimmer wie einst David Hasselhoff in „Baywatch“ über die Bühne. Und auch die Vereinsgründer Hannelore Lessenich und Reinhard Köhler machten es sich als Badegäste auf der Bühne bequem. So strapazierten die Leeheimer Laienspieler gut zweieinhalb Stunden die Lachmuskeln der Zuschauer.

Höhepunkt des Abends

Das Highlight des Abends war aber das Abschlusslied „Leehome“ als Hommage an den Heimatort Leeheim, das die gesamte Truppe schmetterte, während die Zuschauer dazu klatschten und jubelten. "Das war beste Stück, das ihr bisher gespielt habt. Wir kommen nächstes Jahr definitiv wieder", da waren sich viele Zuschauer im Publikum einig.

Viele Fotos von den beiden Aufführungen gibt es online unter:
www.laienspielgruppe-leeheim.de | Facebook
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