Zwei Tage Theater, Spiel und Spaß

Am Ende des zweiten Tages haben wir unsere kleinen Szenen vorgeführt. Melanie Kind war total begeistert von uns, wie wir das bei ihr Gelernte so schnell umgesetzt haben!
 
Am Ende des zweiten Tages haben wir unsere kleinen Szenen vorgeführt. Melanie Kind war total begeistert von uns, wie wir das bei ihr Gelernte so schnell umgesetzt haben!
Riedstadt: Heinrich-Bonn-Halle | Am vergangenen Wochenende hatten wir (die Kinder- und Jugendabteilung der Laienspielgruppe Leeheim) die tolle Gelegenheit, an einem professionellen Theater- und Schauspielworkshop teilzunehmen.

Zwei Tage volles Programm für die Leeheimer Nachwuchstalente

Der Workshop fand an zwei Nachmittagen in der Leeheimer Heinrich-Bonn-Halle unter der Leitung von Melanie Kind, die nach ihrem Lehramtsstudium noch ein Erweiterungsstudium in Theaterpädagogik an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg absolviert hat, statt. Unsere beiden Regisseurinnen Ulrike Urban und Ellen Wiesenäcker waren natürlich auch dabei. Die gesamte Gruppe, zu Zeit sind wir 12 Mädchen und Jungen im Alter von 6 bis dreizehn Jahren, hatte sich für den Workshop angemeldet. Neugierig trafen wir am Samstagmittag in der Halle ein.

Viele Übungen und Spiele zu den Grundlagen des Theaterspielens

Den ersten Tag hatte Melanie vollgepackt mit abwechslungsreichen und spielerischen Übungen aus der Theaterpädagogik. Dabei hatten wir eine Menge Spaß! Nach einer kurzen Kennenlern- und Aufwärmphase erkundeten wir die Bühne und Melanie leitete einige gruppendynamische Übungen an. Diese Spiele halfen uns schnell unsere anfänglichen Hemmungen und auch Berührungsängste zu verlieren und so tauten wir rasch auf. Wir lernten, dass es beim Theaterspielen nicht um Leistung sondern um Erfahrung geht und dass es bei uns kein richtig und kein falsch gibt. „Wir sind alle anders“, formulierte Lilly (8 Jahre) und Melanie ergänzte, dass das auch völlig okay sei und dass wir dennoch alle eine große Gemeinsamkeit hätten und zwar der Spaß am Theaterspielen! Durch etwas ruhigere Übungen schulten wir unsere Wahrnehmung und unser Körpergefühl. Am besten hat uns dabei das Spiel gefallen, als wir die Bewegung eines anderen Kindes spiegeln sollten. Nachmittags ging es weiter mit Übungen, die uns gezeigt haben, wie ausdrucksstark Körperhaltung, Mimik und Gestik sein können. Besonders viel Freude hatten wir bei einem Spiel, in dem wir ausprobieren konnten, wie wir unsere Stimme durch Tempo, Lautstärke, Tonlage, Pausen und Betonung variieren können. All unser neu erworbenes Wissen und die vielen neuen Erkenntnisse hielten wir gemeinsam auf einem großen Wandplakat, unserer „Wand der Erkenntnisse“, fest. Ganz besonders überrascht waren wir von der Erkenntnis, wie wichtig Blickkontakt auf der Bühne zwischen den Schauspielern ist und wie bedeutsam Emotionen sind. In kleinen Improvisationsübungen konnten wir schließlich unter Beweis stellen, wie viel wir bereits in der kurzen Zeit gelernt haben und wie groß unsere Spielfreude ist.

Figurenerarbeitung für "Lena und Ben im Märchenland"

Der zweite Workshoptag stand dann ganz im Zeichen unseres neuen Kindertheaterstücks „Lena und Ben im Märchenland“, das wir am 19. und 20. November aufführen werden. In Kleingruppen arbeitete Melanie intensiv mit uns an unseren Figuren, die wir im Stück spielen. Mit Hilfe von Steckbriefen, typischen Posen, Standbildern und kurzen Dialogen näherten wir uns Schritt für Schritt unseren Figuren. Immer wieder erinnerte sie uns an das, was wir am Tag zuvor gelernt haben. Gar nicht so einfach immer gleichzeitig an Körperhaltung, Mimik, Gestik, Stimme, Emotionen und Blickkontakt zu denken... Ach, und dann ist ja auch noch dieser blöde Text! Melanie und auch unsere Regisseurinnen Ulrike und Ellen waren am Ende des Tages aber total begeistert von uns, als wir unsere eingeübten Dialoge aufgeführt haben. Scheinbar haben wir innerhalb von zwei Nachmittagen nicht nur super viel Spaß gehabt, sondern gleichzeitig viel Neues gelernt. Das können wir jetzt direkt für unser neues Theaterstück nutzen. Enie (8 Jahre) fasste die allgemeine Begeisterung treffend zusammen: „Am liebsten würde ich sowas jedes Wochenende machen.“

Fortsetzung folgt

Da uns und unseren Regisseurinnen dieser zweitägige Workshop so gut gefallen hat, haben wir den Wunsch nach einer weiteren Intensivprobe für „Lena und Ben im Märchenland“ mit Melanie geäußert. Auch unsere Regisseurinnen konnten viele Impulse für die theaterpädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen gewinnen.
Auf unserer Homepage www.laienspielgruppe-leeheim.de und auf Facebook „Laienspielgruppe Leeheim“ gibt es viele Bilder von uns in Aktion!
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.