Linke für Ausbau erneuerbarer Energien

Riedstadt. „So wird das nichts mit der Energiewende,“ kommentiert der Linken-Stadtverordnete Peter Ortler die Diskussionen im Riedstädter Umweltausschuss. Dort wurde vom Vertreter der WIR die vorgeschlagene Solaranlage auf dem Gelände der geplanten Crumstädter Kiesgrube abgelehnt. Die Linken sind dafür und würden es begrüßen, wenn die Stadtwerke auf den acht Hektar, die in kommunalem Besitz sind, selbst einen Solarpark erreichten würden. „Aber dank der Schuldenbremse wird es wohl rechtlich nicht möglich sein, den dafür notwendigen Kredit aufzunehmen, obwohl sich diese Investition rechnen würde“, bedauert Ortler.
Weiterhin kritisieren die Linken, dass der Antrag der GLR, die Möglichkeit der Versorgung der städtischen Liegenschaften mit zertifiziertem Ökostrom zu prüfen, von CDU und FDP dahingehend abgewandelt werden sollte, dass der billigste Anbieter ermittelt werden soll. „Atomstrom ist nur deshalb billiger, weil er aus Steuergeldern subventioniert wird, deshalb ist ein Umstieg auf erneuerbare Energie langfristig nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch wirtschaftlich“, so Ortler.
Schließlich halten die Linken nichts davon, im Crumstädter Neubaugebiet „Im Sand“ ohne Not die Vorgaben im Bebauungsplan zur Dachneigung zu ändern. „Mit den jetzt diskutierten Dachneigungen von nur 10 Grad ist eine Nutzung für Solarenergie nicht mehr möglich“, kritisiert Ortler. Dass gerade die GLR sich für eine entsprechende Änderung des Bebauungsplans einsetzt, überrascht die Linke. Zumal sich weitere Probleme ergeben könnten: „Einer undurchdachten Bebauungsplanänderung verdankt Groß-Gerau die Berkacher Pyramiden. Mit dem Ziel, Solarnutzung zu ermöglichen, wurde damals die vorgeschriebene Firstrichtung geändert. Die Folge waren die großen Mehrfamilienhäuser, die dann baurechtlich nicht mehr zu verhindern waren. Durch die danach notwendigen Stellplätze war kein Platz mehr für Grünflächen im Baugebiet. Wer weiß, welche Probleme wir uns in Crumstadt einhandeln, wenn wir jetzt aus einer Laune heraus einen genehmigten Bebauungsplan verändern?“
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