Linke: Georg Büchner würde keine Büchereien schließen!
„Wie peinlich ist das: Riedstadt ist Büchnerstadt, will „Kulturstadt“ werden und gleichzeitig den Zugang zu Kultur erschweren und die kommunalen Büchereien schließen. Und CDU, FDP und Bürgermeister scheuen nicht mal davor zurück, das mit frei erfundenen Zahlen zu begründen!“
Die Linke in Riedstadt ist ziemlich sauer, seit sie sich genauer mit den Büchereien beschäftigt hat. „Die Kosten für die Büchereien belaufen sich keineswegs auf 90.000 Euro im Jahr, wie CDU, FDP und Bürgermeister behaupten, sondern bei wohlwollender Rechnung vielleicht auf die Hälfte“, so die Linke in einer Pressemitteilung.
Größter Posten seien die Gehaltskosten von rund 35.000 €. Darin sind die Arbeitgeberanteile an der Sozialversicherung enthalten, so dass es sich bei näherer Betrachtung um ein ganz normales Gehalt für eine qualifiziertere Verwaltungsangestellte handelt.
Der nächste große Posten sind Mietkosten von 30.000 €. „Dazu muss man sich ein wenig mit Buchhaltung auskennen: Die Verwaltung tut so, als würde die Abteilung Bücherei die Räume von der Abteilung Liegenschaften mieten. Es fließt aber real kein Geld. Würden die Büchereien geschlossen, wären die Räume immer noch da, sie stünden nur leer. Die Kosten würden weiterhin bestehen, denn haushaltstechnisch müsse man die kalkulatorischen Mieten so ansetzen, wie man sie erzielen könnte, wenn man die Räume vermieten würde.“
Bleiben noch ein Ansatz von 7500 € für die Anschaffung von neuen Büchern, der in den letzten Jahren nicht ausgeschöpft wurde, weil viele Bürger den Büchereien Bücher spenden, und Lizenzgebühren für Software in Höhe von 770 €, die eigentlich unnötig ist, weil der gesamte Bestand manuell eingegeben werden müsste, wofür im laufenden Betrieb keine Zeit ist.
Fazit: Bei Schließung aller fünf Büchereien würden gerade mal rund 15.000 € eingespart, nicht 90.000 €.
„Bei allem Gerede über Zahlen und Kosten hat noch niemand an die Nutzer der Büchereien gedacht: Kinder, Jugendliche und finanziell schlecht gestellte Menschen, die sich keine Bücher leisten können. Typisch, dass CDU, FDP und Bürgermeister gerade hier den Rotstift ansetzen“, so die Linke abschließend.

