Schonacher Firma zeigt Spitzenleistung

Als erster europäischer Metallverarbeitungs-Zulieferbetrieb wurde gestern die Schonacher BIW von der Weltfirma John Deere in deren „Ten Year Hall of Fame“ aufgenommen. Dass dies eine herausragende Würdigung ist, machte der als Einkaufsverantwortlicher für Europa und Russland zuständige Manager der Weltfirma, Direktor Volker Graeff in seiner Verleihungsansprache klar: Haben die Schonacher doch über nicht mehr und nicht weniger als zehn Jahre hinweg die gerade noch erlaubte, anspruchsvolle Fehlerrate von 0,015 Prozent nicht überschritten.

Dies, wie der Manager bewundernd bemerkte, unter Einhaltung weiterer fünf strenger Qualitätskriterien, die der sich immer mehr zum Hochtechnologiekonzern entwickelnde Landmaschinenbetrieb seinen Zulieferern vorgibt. „Sie und Ihre Mitarbeiter gehören damit zu den Besten der Besten“ sagte Graeff.

In seiner Dankesrede berichete BIW-Geschäftsführer Wolfgang Förtsch, dass er sich vor ziemlich genau zwölf Jahren eben diese Auszeichnung als sein „ganz persönliches Ziel“ gesteckt habe, das er in gemeinsamer Anstrengungen mit den Mitarbeitern der Schonacher Firma anstreben und erreichen wollte. Deshalb sei diese Auszeichnung zweifelsohne sein „beruflicher Höhepunkt“, sagte Förtsch, der zu dieser besonderen Leistung zahlreiche, wichtige Firmenpartner und auch Landrat Karl Heim, sowie die Bürgermeister von Welschensteinach und Schonach begrüßen konnte.

Auch die Landmaschinen-Weltfirma John Deere war mit hochkarätiger Besetzung angereist, im Gepäck echte amerikanische Schildmützen für alle Mitglieder der Schonacher BIW: Neben Volker Graeff, den neuen Mannheimer Einkaufsverantwortlichen aus den USA, Doug Rathburn, der von Managern begleitet wurde. Als „bsonders wichtig“ bezeichnete Wolfgang Förtsch die Firma Facon, deren geschäftsführender Gesellschafter Bernhard Berrang es sich nicht nehmen ließ, bei der Aufnahme der BIW in den US-amerikanischen John-Deere- Exklusivzirkel anwesend zu sein. Auch er hatte seine Firmenspitzen mitgebracht.Viele Reden wurden gehalten, bei dem Festakt gestern Vormittag wobei nahezu ausnahmslos die wichtige Funktion der Geschäftsführer Freia Hippel und Klaus Leier gewürdigt wurde. Allein deren Aufgeschlossenheit für Innovationen sei es zu verdanken, dass die BIW aufblühen konnte, hieß es immer wieder. In der Wirtschaftskrise habe die soziale Einstellung von Freia Hippel und Klaus Leier das Fortbestehen und die Kräftigung der Schonacher Firma mit ermöglicht, berichtete Wolfgang Förtsch dankbar.

Nicht zu kurz kam aber auch der Dank an die Beschäftigten, die vom Betriebsratsvorsitzenden Matthias Nagel und von Oliver Sickinger, und Ralf Zimmermann bei der Feierstunde repräsentiert wurden. Klar, dass auch die Bereichsleiter anwesend waren, unter anderem Christian Felig und Mike Frölich, der als John Deere-Key Accounter nicht nur wegen seiner exzellenten Sprachkenntnisse „maßgeblich an der Auszeichnung beteiligt ist“ wir Förtsch formulierte.

Der Geschäftsführer gab einen Überblick über die wichtigsten Firmendaten. Durch Umwandlung von Teilzeitverträgen sind derzeit 207 Mitarbeiter in Schonach, und 46 Mitarbeiter im Werk Welschensteinach beschäftigt. Gefertigt wird unter anderem mit 107 Drehmaschinen und 15 Zahnrad- und Abwäzfräsmaschinen. Stolz ist die Firma auf ein ausgezeichnet funktionierendes Kundenservicecenter für Entwicklungsteile, Muster und Kleinserien, sowie auf den eigenen Werkzeugbau mit Ausbildungswerkstatt.Konnten im vergangenen Wirtschaftsjahr 27 Millionen Euro erwirtschaftet werden, sind es im Ende Juni zu Ende gehenden, laufenden Wirtschaftsjahr bereits über 31 Millionen. Ein höherer Umsatz als je zuvor. Die Bindung an die weltgrößten Landmaschinenfirmen liegt bei 36 Prozent, man habe eine gesunde Diversifikation, berichtete Förtsch. Die „Just in Time“-Lieferung klappe zwar weitgehend, hake aber selten wegen Auslastungen. Wolfgang Förtsch bedankte sich bei der Firma John Deere und auch bei Facon für die „gewachsene Zusammenarbeit“.Daran sollten sich auch mal andere Firmen ein Beispiel nehmen!
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