Solarbranche steht vor Krise

Nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima vor einem Jahr hat die Bundesregierung die Energiewende und den Atomausstieg bis 2022 beschlossen. Die Energiewende wird als Baustein zu einer nachhaltigen Energieversorgung mit erneuerbaren Energien gesehen.Doch früher als bisher geplant soll die Photovoltaik-Förderung drastisch gekürzt werden. Insgesamt können die Kürzungen zwischen 20 und 30 Prozent ausmachen. Wie passt das zur Energiewende? Und wie wirken sich die Kürzungen auf örtliche Firmen, Handwerksbetriebe und Zulieferer aus, die Photovoltaik-Anlagen bauen oder installieren?„Für die SPD-Buntspecht-Fraktion stellt die vorgesehene strikte Kürzung der Solarförderung die Glaubwürdigkeit der Energiewende in Frage“, äußert sich Fraktionssprecher Hans-Jörg-Fahrner. Über die Jahre habe sich mit der Photovoltaik ein ganzer Berufszweig etabliert. Nach der Bekanntgabe der Kürzungen würden jetzt reihenweise neue Anlagen storniert und die Installateure möglicherweise auf den bestellten Waren sitzen bleiben. Arbeitsplätze würden vernichtet. Und Stromkunden, die über die Erneuerbare-Energien-Umlage jahrelang den Ausbau dieser Energien mitgetragen hätten, würden jetzt sehen, wie mit ihren Geldern entstandene Industrie- und Handwerksbetriebe vernichtet würden, so Fahrner.

Der Unternehmer und Vorsitzende der Schramberger CDU, Clemens Maurer, sieht das anders. Der Geschäftsführer eines Fachbetriebs für Heizung, Energie- und Gebäudetechnik sagt: „Als Unternehmer würden wir es skeptisch sehen, wenn die Politik weiter vergüten würde.“ Die Kürzungen hält Maurer für dringend geboten, um den durch die Förderung entstandenen Boom anzupassen. Das würde vielen Betrieben zwar weh tun. Doch hält er dagegen: „Wir lassen uns lieber von den Kunden bezahlen als von der Politik.
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