Eine „neue“ Halle für Büttelborn

Spielbetrieb erfolgreich aufgenommen: In Büttelborn machte sich Landrat Thomas Will selbst ein Bild von der neuen Kreissporthalle an der Pestalozzischule. Wenn mit dem Anbringen des Außenputzes im Juni die umfassende Erneuerung des aus den frühen siebziger Jahren stammenden Gebäudes abgeschlossen ist, geht eine weitere wichtige Etappe bei der Sanierung der kreiseigenen Liegenschaften zu Ende: Alle zehn baugleichen Sporthallen aus dieser Zeit sind dann in Sachen Bautechnik und Ausstattung auf dem neuesten Stand.

Die Halle in Büttelborn wird überwiegend für den Sportunterricht der benachbarten Grundschule sowie von der SKV und dem TV Büttelborn genutzt, und dies über Jahrzehnte hinweg sehr sorgsam, wie der Kreis-Sportbeauftragte Klaus Astheimer beim Ortstermin berichtete. Dennoch war vor allem unter baulichen Gesichtspunkten viel zu tun. Harald Bott, Leiter des Fachbereichs Schul- und Gebäudeservice beim Kreis, erläuterte, das Gebäude sei nach Abschluss der Arbeiten zum Beispiel so gut gedämmt, dass annähernd Passivhaus-Standard erreicht werde. Neben dem Einbau einer neuen Lüftungsanlage wurden auch die Umkleide- und Sanitärräume völlig neu gestaltet. Die großen Glasflächen blenden nun nicht mehr auf das Spielfeld, wo vor allem die örtlichen Handballer sehr erfolgreich auf Punktejagd gehen. Und ein besonderer Clou verbirgt sich im Anbau: Dort ist nämlich das Blockheizkraftwerk untergebracht, das auch Schule, Kindergarten, zwei Wohnhäuser der Baugenossenschaft Ried sowie das benachbarte Zentrum für Gemeinschaftshilfe mit Wärme versorgt und zusätzlich Strom produziert.

Auch die moderne Ausstattung der Halle überzeugte den Landrat: Ein schicker neuer Hallenboden, drei sogenannte „Multifunktionsschaukeln“ als Ersatz für die Kletterseile auf der Tribünenseite, eine Kletterwand und auch ein „Multi-Motion-Center“, das Kinder (und auch wagemutige Erwachsene) zum Turnen einlädt. Die Anzeigetafel wird nunmehr per Funk gesteuert, darüber hinaus gibt es nicht nur zusätzliche Räume für Lehrer, Trainer und Schiedsrichter, sondern unter den Tribünen erhält auch jeder Verein einen eigenen Abstellraum.

Die Schulkinder, die das Gebäude schon seit dem Ende der Osterferien nutzen, sind jedenfalls begeistert von den neuen Bewegungsmöglichkeiten, hat Schulleiterin Sandra Lenhardt beobachtet. Und auch die Handballer sind in ihrem neuen Zuhause hervorragend gestartet und haben dort den Aufstieg in die Landesliga perfekt gemacht. Die 3,3 Millionen Euro für das neue Gebäude sind für Landrat Thomas Will also bestens angelegt: „Wir haben nun einerseits hervorragende Möglichkeiten für einen attraktiven Schulsport. Und auch die Vereine finden beste Trainings- und Wettkampfbedingungen vor!“ Dies übrigens, für den Landrat besonders wichtig, ohne dass sie für die Hallennutzung zahlen müssten: „Auch in finanziell so schwierigen Zeiten wie diesen lassen wir unsere Vereine nicht im Regen stehen!“
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