9.000 Stunden im Ehrenamt geleistet

Rodgau: Johanniter-Haus | Ein erfolgreiches und bewegtes Jahr liegt hinter der ehrenamtlichen Helferschaft der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. vom Ortsverein Rodgau/Rödermark.
Dies wurde allen Mitwirkenden nochmals bei ihrer Jahresabschlussfeier Ende Dezember bewusst, als Bereitschaftsführer Michael Hemrich die vergangenen zwölf Monate Revue passieren ließ. Bei seinem Jahresrückblick berichtete er über ihre unterschiedlichen Einsätze im Katastrophenschutz. Am Anfang des Jahres stand die Unterstützung in der Flüchtlingshilfe im Fokus. Im Laufe des Jahres kam es zusätzlich zu mehreren Großeinsätzen, darunter auch innerhalb der Großbaustelle A3, wenn zahlreiche Stauopfer bei heißen Temperaturen mit kühlenden Getränken und Babynahrung versorgt werden mussten. Bei einem Großfeuer im Gewerbegebiet Rodgau Jügesheim versorgten sie beispielsweise die Floriansjünger. Auch wurde die Unterstützungseinheit "V-RTW" wiederholt alarmiert, um bei größeren Einsatzaufkommen die Kräfte des Rettungsdienstes zu unterstützen.

Er dankte Ihnen für ihr hohes Engagement bei den Übungseinheiten mit anderen Hilfsorganisationen, wie beispielsweise die große Abschlussübung im Katastrophenschutz Ende Oktober auf der Waldfreizeitanlage in Jügesheim. Dort absolvierten unter seiner organisatorischen Leitung über 70 ehrenamtliche Helfer der Johanniter, der Feuerwehr Rodgau Mitte und des Malteser Hilfsdienst die Übungseinheit. Mehrere Rettungswagen und ein Notarzt waren ebenfalls daran beteiligt. Im Anschluss versorgten die Feldköche der Rodgauer Johanniter alle Beteiligten mit frischgekochtem Essen.

Er berichtete davon, wie viel Freude ihnen allen im Juni der 1. Platz in Erster-Hilfe beim Landeswettkampf der Johanniter in Speyer bereitet hat. Und wie stolz alle im Verband darauf sind, dass diese ehrenamtliche Mannschaft im nächsten Jahr beim Bundeswettkampf für Hessen/Rheinland-Pfalz und Saar antreten wird. „Wir haben es erneut geschafft, uns dort als die beste hessische Mannschaft zu behaupten“, lobte Hemrich die Leistung seiner Ehrenamtlichen.

Als Höhepunkt des Abends wurden sieben ehrenamtliche Johanniter für ihre tatkräftige, aktive Mitarbeit im Ortsverband von den Regionalvorständen Sven Korsch und Dr. Bernhard Knaf feierlich geehrt und mit Urkunden und Leistungsabzeichnen der Hilfsorganisation ausgezeichnet.

Das Leistungsabzeichen in Bronze für 1.000 geleistete Dienststunden wurde an Carolin Kilian, Nicole Meinel und Tobias Kilian verliehen. Christian Keller wurde mit dem Leistungsabzeichen in Silber für 2.000 geleistete Dienststunden geehrt.

Über seine Ernennung zum Gruppenführer freute sich Helfer Christian Ritter. Und Philipp Ziegelmann und Tobias Kilian wurden beide zum Zugführer im Katastrophenschutz ernannt.

Zu guter Letzt würdigte Regionalvorstand Sven Korsch seine beiden langjährigen Helfer, Jens von der Brelie und Michael Hemrich für 25-Jahre ehrenamtliches Engagement im Ortsverband Rodgau/Rödermark.

Beide sind durch und durch Johanniter. Bereitschaftsführer Michael Hemrich ist sogar in einer Johanniter-Familie aufgewachsen. Sein Vater war Vorstand in Bergisch-Gladbach. Bereits als Jugendlicher war es für ihn selbstverständlich an Wochenenden und Feiertagen beim Krankentransport aktiv mitzuhelfen. Als er 2002 beim großen Flutwasser-Einsatz in Dessau mit seiner Einheit aus Nordrhein–Westfalen die hessischen Kollegen vor Ort ablöste, wurden erste freundliche Kontakte zu den Rodgauer Johannitern geknüpft. Zwei Jahre später zog er ins Rhein-Main-Gebiet und ist seitdem fest mit den Rodgauer Johannitern verbunden. Sein ehrenamtlicher Kollege Jens von der Brelie ist auch seit 1994 hauptamtlich an Bord der großen Hilfsorganisation. Bevor er Leiter der Bildungsstätte Katastrophenschutz und Erste-Hilfe-Ausbildung im Regionalverband Offenbach wurde, ist er mit Leib und Seele Rettungsdienst gefahren. Mittlerweile ist er die Karriereleiter weiter aufgestiegen und seit 2014 als Referent für den Bereich Katastrophenschutz im Landesverband Hessen/Rheinland-Pfalz/Saar der Johanniter tätig.

„Sich ehrenamtlich zu engagieren ist nicht selbstverständlich. Wir sind sehr stolz auf alle unsere ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer. Sie sind eine wichtige Säule in unserer Gesellschaft. Im Jahr 2016 haben sie gemeinsam über 9.000 ehrenamtliche Stunden für uns geleistet. Dazu haben sie eine logistische Meisterleistung in der Flüchtlingshilfe bewiesen. Ihre hohe Einsatzbereitschaft, ihre Professionalität, Teamgeist und Kompetenz verdient unseren vollen Respekt und Anerkennung gleichermaßen“, bedankte sich Regionalvorstand Korsch bei seiner gesamten Helferschaft.
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