Kita-Zeit - Krankheitszeit?

Johanniter geben Tipps, wie sich Eltern vor Erregern schützen können

Rödermark ■ Schon wieder läuft die Nase – seit Felix die Kita besucht, ist er ständig krank. Die Eltern sind besorgt: Ist das noch normal? Oder hat mein Kind eine Immunschwäche? Die Johanniter klären zu Erkrankungen im Kindergartenalter auf.

Training fürs Immunsystem: Kleine Wehwehchen gehören dazu
„Ob Schnupfen, Husten oder Magenschmerzen: Im Kita-Alter ist eine erhöhte Infektanfälligkeit völlig normal. Das Immunsystem ist noch nicht ausgereift und entwickelt erst allmählich Antikörper“, erklärt Petra Patzak, Leitung der Johanniter U3-Kita „Sternenburg“ in Urberach. „Oft werden die Erreger beim Spielen und Toben von Kind zu Kind weitergegeben. Nicht selten treten bis zu zwölf Infekte pro Jahr auf.“

Für Eltern kann das anstrengend werden – denn auch mit eher harmlosen grippalen Infekten sollten die Kinder besser zu Hause bleiben. Auch das Ansteckungsrisiko innerhalb der Familie ist erhöht. Körperkontakt, Anhusten oder Anniesen sind die klassischen Übertragungswege. Die wichtigste Maßnahme, um sich vor den Kita-Viren zu schützen, ist regelmäßiges und gründliches Händewaschen. Wer gesetzlich versichert ist, kann sich zehn Tage im Jahr zur Betreuung des kranken Kindes bezahlt von der Arbeit freistellen lassen.

Vorsicht bei sogenannten Kinderkrankheiten
Neben unbedenklichen Infekten können sich Kindergartenkinder auch mit ernst zu nehmenden Infektionskrankheiten infizieren. Masern, Windpocken, Mumps und Röteln werden ebenso wie Keuchhusten durch Tröpfcheninfektion übertragen. Sie sind hoch ansteckend und treten somit oft bereits im Kindesalter auf. Gegen viele Kinderkrankheiten gibt es aber wirksame Impfstoffe. Einen guten Überblick bietet zum Beispiel der Impfkalender des Robert Koch Institutes.

Bei den meisten dieser Krankheiten gilt: Wer sie einmal durchgemacht hat, ist lebenslang immun. Falls nicht, sind auch Erwachsene nicht geschützt, sofern sie nicht geimpft sind. Oft nimmt die Krankheit bei ihnen dann einen besonders schweren Verlauf. Bei Schwangeren können Masern, Mumps, Röteln oder Windpocken zu einer Frühgeburt führen. „Zum Schutz vor besonders ansteckenden Krankheiten gilt in der Kita das Infektionsschutzgesetz“, sagt Patzak. „Demnach sind die Eltern verpflichtet, die Kita über die Erkrankung zu informieren und das Kind erst nach vollständiger Genesung wieder in die Einrichtung zu bringen.“

Mit mehr als 360 Einrichtungen gehören die Johanniter zu einem der großen bundesweit tätigen Trägern für Kindertageseinrichtungen. Rund 26 000 Kinder besuchen eine Kita der christlichen Hilfsorganisation.
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