Beachvolleyball am Baggersee

Am Badesee in Nieder-Roden wird auch in diesem Jahr - wie auf unserem Foto beim St.-Tropez-Cup - wieder kräftig gebaggert und gepritscht.

Rodgau/Rödermark – So langsam lässt sich der Sommer doch immer häufiger blicken. Und wenn sich die Sonnenstrahlen an Regentagen einmal durch die dicken Wolken kämpfen, brennen sie gleich richtig heftig. Den Beachvolleyballern kann das nur recht sein. Denn zu ihrem Spiel gehören Sonne, hohe Temperaturen und heißer Sandboden einfach dazu. Seit Ende April sind die Volleyballer bereits wieder im Sand unterwegs.

Turniere in der Region finden in Langen und vor allem am Badesee in Nieder-Roden statt. Ausrichter sind dort in der Regel der Rodgauer Beach-Club und der VC Ober-Roden. Auch wenn die Angebote an Turnieren im Kreis Offenbach deutlich abgenommen haben – am Nieder-Röder Badesee halten die Beachvolleyballer ihre Fahnen weiterhin hoch. „Unsere Turniere haben eine lange Tradition. Wir sind ein reiner Volleyballverein und wollen den Spaßfaktor an unserem Sport hochhalten“, sagt Ari Nahabet, langjähriger Spieler beim VCOR – sowohl in der Halle als auch im Sand. „Und die Anlage am See in Nieder-Roden ist einfach super.“ Mit großem Engagement richten die Ober-Röder jährlich ihre Turniere aus. Vor allem für die Spieler. „Unser Hauptaugenmerk liegt darauf, den Spielern etwas zu bieten und die Turniere aufrechtzuerhalten, damit die Jugend nachkommen kann. Kürzlich beim Turnier in Hanau war schon zu sehen, dass einige junge Spieler nachkommen“, erklärt Nahabet, „unsere Einnahmen sind sehr überschaubar. Ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer wäre das gar nicht zu schaffen.“ Denn eine gewisse Man-Power ist schon von Nöten, um ein Beachvolleyballturnier auszurichten. Gerade am Nieder-Röder Badesee, wo das nötige Equipment nicht vor Ort gelagert ist, sondern erst – in diesem Fall – von Ober-Roden herübergebracht werden muss.

Am 24./25. Juni richtet der VCOR wieder seinen Videor-Cup für Männer und Frauen aus, ein Turnier der Kategorie B. Auf ein noch höheres Niveau können sich die Zuschauer am 22./23. Juli freuen, wenn der Rodgauer Beach-Club (zu dem auch viele Ober-Röder gehören) zum 17. Mal zu seinem St.-Tropez-Cup einlädt – in Anlehnung an den großen Hit der Rodgau Monotones „Saint Tropez am Baggersee“. Auffällig ist allerdings auch bei diesen Turnieren, dass noch eine ganze Reihe von Startplätzen frei sind. Heiß begehrt sind dagegen die Plätze im Feld der Mixedturniere, von denen eines am 25. Juni in Nieder-Roden ausgetragen wird. „Da steht mehr der Spaß als die Leistung im Vordergrund“, erklärt Nahabet. Das könnte der Hauptgrund für die Beliebtheit dieser Spielform sein. Zudem kommt hier das „Pool-Play“ zur Geltung. Das bedeutet, vier Teams spielen zunächst in einem Pool (Gruppe) gegeneinander, ehe es wie üblich mit den Gewinner- und Verliererrunden weitergeht.

Die Spieler aus der Region haben aber in diesem Sommer noch einen weiteren Termin fest ins Visier genommen: den Hessentag in Rüsselsheim. Denn dort findet an diesem Wochenende in der Beach Area ein A+-Turnier, also ein Turnier der höchsten Kategorie, statt, an dem die besten Beachvolleyballer aus Hessen teilnehmen. Die Teilnehmer kommen aber auch bis aus Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz oder Bayern. Auch das VCOR-Duo Ari Nahabet/Florian Elbert geht in der Opelstadt an den Start. „Wenn wir ein Spiel gewinnen, wäre das schon ein Erfolg“, gibt sich Nahabet mit Blick auf die sportlichen Chancen gegen die starke nationale Konkurrenz zurückhaltend. „Uns geht es vor allem um das Flair. Ich hoffe, dass viele Zuschauer vorbeikommen und zuschauen.“ So wie etwa beim Hessenfinale 2012 auf dem Parkplatz des Ring Centers in Offenbach oder bereits 2010 in Wetzlar (hier nahm der Gastgeber am Wettbewerb „Deutschlands aktivste Stadt“ teil), als die vielen Zuschauer für ein echtes Final-Ambiente sorgten. Für das Turnier in Rüsselsheim erhielten die Bundesliga-Spieler Lukas Bauer, Jannis Hopt und Georg Escher (United Volleys Rhein-Main, die TG Rüsselsheim ist der Stammverein der 2015 gegründeten Mannschaft) Wildcards und sorgen für reichlich lokalen Flair. Bauer spielt bei diesem Turnier gemeinsam mit Aljoscha Grabowski (TG Hanau). Bleibt nur zu hoffen, dass auch an diesem Wochenende die Sonnenstrahlen wieder die Wolkendecke durchdringen – oder gar keine Wolken zu sehen sind.
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