BSC 99 scheitert an der eigenen Erwartungshaltung

Wieder einen Punkt gemacht. Nach gutem Start und gewonnenem ersten Satz verlor der BSC 99 Offenbach (rote Trikots) zum Rundenauftakt beim VC Ober-Roden 2 noch mit 1:3.

Offenbach – Am vergangenen Wochenende starteten die verschiedenen Volleyball-Ligen in die Saison, darunter auch die Bezirksliga Ost der Frauen im Bezirk Süd. Der BSC 99 Offenbach fuhr nach Rödermark, traf dort auf die zweiten Damen des heimischen VC Ober-Roden. Nach gutem Beginn unterlagen die Offenbacherinnen mit 1:3 (25:18, 22:25, 22:25, 22:25). Im zweiten Spiel des Tages besiegten die Ober-Röderinnen die TGS Hausen mit 3:2 (25:23, 25:18, 20:25, 24:26, 15:6).

„Wir waren teilweise zu überehrgeizig“, sagte Dieter Höhn. Der Sportwart des BSC 99 war beim Spiel in Ober-Roden gleichzeitig als Trainer aktiv, vertrat Chefcoach Srdjan Arsic. Der ist mittlerweile als Schiedsrichter in den Bundesliga-Kader aufgestiegen und pfiff am Wochenende ein Spiel in der 2. Bundesliga. „Wenn es mal nicht so läuft, werden wir zu schnell nervös“, stellte Höhn fest. Im ersten Satz lief es für die Offenbacherinnen noch sehr gut, mit 25:18 fuhren die Gäste den ersten Durchgang sicher nach Hause. Dann aber steigerte sich Ober-Roden und der BSC gab die Partie noch aus der Hand. Die Offenbacherinnen verloren die folgenden drei Durchgänge jeweils mit 22:25 und traten mit leeren Händen die Heimfahrt an.

Dabei war der BSC 99 recht zuversichtlich nach Rödermark gefahren. „Trainer Günter Till hat dort gute Arbeit geleistet“, sagte Höhn. Im Unterschied zur Ober-Röder „Jugendtruppe“ (alle Spielerinnen sind zwischen 16 und 24 Jahren alt) bewegen sich die Offenbacherinnen im besten Volleyballalter, die Spielerinnen bewegen sich alle in den 20ern. Und auch mit der Kadergröße von 17 Spielerinnen können die Offenbacher mehr zufrieden sein, nachdem zuletzt einige Spielerinnen von Eintracht Frankfurt (Mangel an Trainern) nach Offenbach gewechselt waren. Und als Tabellenfünfter der vergangenen Runde darf der BSC in dieser Saison durchaus Richtung Aufstieg schauen. Denn der DSW Darmstadt 4 (Meister der vergangenen Saison) und der TV Zeilsheim (4.) spielen mittlerweile in der Westgruppen, der TV Dreieichenhain (2.) stieg auf. Und der Offenbacher Stadtrivale FC Wacker als Dritter der vergangenen Spielzeit will nicht aufsteigen. Dagegen schaffte der BSC 99 in den vergangenen vier Jahren zweimal den Sprung in die nächsthöhere Klasse. 2014 belegte die Mannschaft in der Kreisklasse den zweiten (Aufstiegs)platz. Nach einem Jahr des Etablierens in der Kreisliga (5.), folgte 2016 als Zweiter der nächste Aufstieg. Nach Platz fünf in der vergangenen Runde wäre damit in dieser Spielzeit eigentlich wieder Platz zwei fällig.

Die Niederlage in Ober-Roden war daher ein kleiner Rückschlag. „Uns fehlt eine große Mittelangreiferin. Die, die gespielt hat, haben die Ober-Röderinnen mit ihrem Doppelblock gut aus dem Spiel genommen. Wir haben nach dem ersten Satz den Faden verloren, Ober-Roden hat verdient gewonnen. Wir sind an unserer eigenen Erwartungshaltung gescheitert. Aber wir haben auch viele neue Spielerinnen dabei, da stimmt die Abstimmung noch nicht“, sagte Dieter Höhn. Zufrieden war dagegen Gegner Ober-Roden. „Das war das ein guter Einstieg. Die Mädels lernen schnell und haben sich in der neuen Klasse super präsentiert“, sagte VCOR-Trainer Günter Till.

Weiter geht es für die Offenbacherinnen am Sonntag, 24. September, mit dem ersten Heimspieltag in der Sporthalle der Schillerschule. Gegner sind ab 12 Uhr zunächst im Stadtderby der FC Wacker, anschließend trifft der BSC 99 auf die VSG Seligenstadt/Zellhausen. Während Wacker Offenbach (wird von BSC-Sportwart Dieter Höhn trainiert!) zum Rundenauftakt in Neu-Isenburg mit 1:3 den Kürzeren zog, beendete die Spielgemeinschaft aus Seligenstadt und Zellhausen ihren Heimspieltag mit einem Sieg (3:0 gegen die TSV Heusenstamm) und einer Niederlage (0:3 gegen den TV Babenhausen).
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