Dietesheimer Mädels-Trio wechselt nach Offenbach

Die D2-Junioren der Spvgg. Dietesheim belegten beim Pfingsturnier des SV Rainrod am Fuße des Vogelsbergs den dritten Platz.
 
Die D2-Junioren der Spvgg. Dietesheim (links) belegten beim Pfingsturnier des SV Rainrod am Fuße des Vogelsbergs den dritten Platz.

Dietesheim – Über Pfingsten richtete der SV Rainrod am Randes des Vogelsbergs wieder seine Fußballturniere um den Thommy-Ussner-Cup aus. Traditionell sind die Turniere noch nicht, erst zum achten Mal wurde die Turnierserie ausgespielt. Dennoch erfreuen sich die Turniere der G- bis D-Jugend, die in der Regel parallel auf drei Plätzen ausgetragen werden, großer Beliebtheit. Wer einmal da war, kommt meist im nächsten Jahr wieder, die angebotenen Startplätze sind immer wenige Tage, nachdem Gastgeber SV Rainrod die Einladungen verschickt hat, ausgebucht.

Zum zweiten Mal war am vergangenen Sonntag die Spvgg. Dietesheim mit dabei. „Der Kontakt kam über eine Arbeitskollegin zu Stande“, erklärt Daniel Bohn, Trainer der Gelb-Schwarzen. Diese Kollegin arbeitet gemeinsam mit Bohn in Frankfurt bei der Landesbank Hessen-Thüringen – und kommt aus Rainrod. Und da die Dietesheimer im vergangenen Jahr trotz einiger Hagel- und Regenschauer in Rainrod viel Spaß hatten, waren sie in diesem Jahr wieder dabei. „Eigentlich bin ich zufrieden“, sagt Bohn mit Blick auf das Abschneiden seiner Mannschaft, die nach einem 2:0-Sieg gegen die JSG Laubach/Ruppertsburg/Wetterfeld den dritten Platz unter sechs Mannschaften belegte. Eigentlich hatten sich acht Mannschaften zum D-Jugendturnier angemeldet – gespielt wurde Sieben gegen Sieben -, zwei Teams sagten aber kurzfristig ab, so dass der Veranstalter umplante und die Vorrunde im Modus „Jeder gegen Jeden“ ausspielte.

Im ersten Spiel gegen die JSG Hardeck spielte Dietesheim zwar überlegen, kassierte aber bei der einzigen Chance des Gegners den entscheidenden Treffer zum 0:1. Gegen Gastgeber Rainrod sowie Laubach/Ruppertsburg-Wetterfeld spielte die Sportvereinigung jeweils 0:0. Gegen Turnierfavorit und Kreisligist JSG Nidda/Fauerbach unterlagen die Dietesheimer nach harten Kampf mit 0:2. Gegen die JSG Ranstadt/Ortenberg kassierte die Bohn-Truppe zwar bereits nach wenigen Sekunden das 0:1, behielten aber letztlich mit 3:1 die Oberhand. Nach Platz vier in der Vorrunde trafen die Dietesheimer damit im Platzierungsspiel erneut auf Laubach/Ruppertsburg/Wetterfeld, den Dritten der Vorrunde. Und dieses Mal hieß es nach zwölf Minuten unter mittlerweile praller Sonne 2:0. „Die Platzierung passt, auch wenn wir unsere Spiele sehr unglücklich verloren haben“, sagt Daniel Bohn und dachte dabei vor allem an das 0:1 gegen Hardeck. In der Tat, die Dietesheimer, deren gute Leistungen den „tollen Charakter der Mannschaft“ (Bohn) widerspiegeln, hätten mit ein wenig Glück durchaus das Finale erreichen können. Aber auch als Drittplatzierter fand Bohn viele positive Aspekte: „Die Wartezeiten zwischen den Spielen waren nicht so lange wie vor einem Jahr“, schmunzelt er. „Und es spielen viele gemischte Mannschaften mit, das ist bei Turnieren im Raum Offenbach nicht der Standard.“ Denn unter den neun Dietesheimer Spielern, die mit nach Rainrod gekommen waren, befanden sich gleich drei Mädels.

Dieses Trio steht den Dietesheimern in der kommenden Saison allerdings nicht mehr zur Verfügung. Die Mädchen wechseln in den C-Juniorinnen-Bereich und spielen in der kommenden Saison für die SG Wiking Offenbach. Einige Spieler bleiben noch in der D-Jugend, andere wechseln in den C-Juniorenbereich Und auch für Daniel Bohn, der die Mannschaft seit den F-Junioren trainiert, endet zumindest vorerst die Zeit als Nachwuchstrainer, er wird die Weiterentwicklung der Mädels in Offenbach begleiten. „Mal sehen, wie lange ich es aushalte, kein Trainer zu sein“, lacht er.

Bei der Siegerehrung in Rainrod durften alle Mannschaften und Spieler lachen. Jedes Team erhielt nicht nur einen Pokal für die Teilnahme, sondern jeder Spieler durfte eine Teilnehmermedaille mit nach Hause nehmen. Während allerdings bei den G- und F-Junioren bei der Siegerehrung auf die Frage der Turnierleitung „Hat es euch gefallen“, ein ohrenbetäubendes Geschrei ausbrach, fielen die Jubelrufe bei den D-Junioren schon deutlich dezenter aus. Die Nachwuchskicker werden eben auch älter.
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