Doppelstart in Jügesheim und Goldbach

Sven Kempe.

Rodgau - „Ich bin mehr als zufrieden“, sagt Sven Kempe vom Rodgau Lauftreff. In 39:18 Minuten absolvierte er am vergangenen Samstag in Jügesheim den dritten Lauf der aktuellen Winterlaufserie des JSK Rodgau über zehn Kilometer und belegte damit in der Gesamtwertung den 53. sowie in der M40 den neunten Platz, nachdem er zuvor nur unregelmäßig trainiert hatte. Um das aufzuholen, ging es nur 24 Stunden später schon wieder weiter, da war der 39-jährige Offenbacher (wohnt in Bieber) schon wieder auf der Strecke, dieses Mal beim Wintercross in Goldbach.

Zu Beginn seiner sportlichen Karriere spielte Sven Kempe Fußball, in Offenbach und bei Kickers Obertshausen. „Wir haben viel Ausdauertraining gemacht, das machte mir mehr Spaß als der Fußball“, erinnert er sich an die Anfänge seiner Laufkarriere. Folglich widmete er sich vermehrt dem Laufsport und ging 2008 erstmals über zehn Kilometer auf die Strecke. „Das hat Spaß gemacht“, sagt er – und blieb beim Laufen. Natürlich wuchsen auch die Distanzen, auch beim heimischen Ultra-Lauf über 50 Kilometer – findet wieder am Samstag, 27. Januar, bereits zum 19. Mal rund um die Gänsbrüh in Dudenhofen statt – war Kempe schon zwei-, dreimal am Start. Ob er auch bei der 19. Auflage startet, hat der Offenbacher noch nicht entschieden. Als Nachfolger von von Wolfgang Junker hat er seit einem dreiviertel Jahr das Amt des Vorsitzenden beim Rodgau Lauftreff inne. „Es macht Spaß, etwas bewegen zu können“, sagt er über die Vorstandsarbeit beim ambitionierten Rodgauer Verein. Aber das Ehrenamt verlangt auch einiges an Arbeit, gerade beim eigenen Ultra-Marathon.

Wohl fühlt sich Sven Kempe vor allem auf der Zehn-Kilometer-Distanz. „Die gehen auch recht gut mit wenig Training“, nennt er den Grund. Klar, Familie, Beruf und das neue Ehrenamt müssen unter einen Hut gebracht werden. „40 bis 50 Trainingskilometer unter der Woche reichen dann aus, um eine gute Zeit über zehn Kilometer zu erreichen. „Dann sind 40er-Zeiten möglich“, sagt Sven Kempe. Auf der flachen Strecke in Jügesheim war er sogar ein wenig schneller unterwegs. Fehlende Trainingseinheiten holt der RLT-Vorsitzende mit Wettkämpfen nach. So wie am vergangenen Wochenende in Rodgau und Goldbach. In Unterfranken war er dreieinhalb Minuten länger unterwegs, erreichte in 42:51 Minuten den 27. Gesamtplatz sowie in der Laufklasse M35 als Zweiter einen Podestplatz.

In Jügesheim war Sven Kempe als 53. auch schnellster Läufer des RLT – und der schnellste Starter der Region Rodgau/Rödermark überhaupt. Flott unterwegs waren in Jügesheim auch die Vereinskollegen Gunther Winter (142. in 46:08 Minuten) und Pressewartin Bärbel Fischer, die mit zehn Sekunden Rückstand auf Winter als 25. Frau die Ziellinie überquerte und sich damit in der W50 als Drittplatzierte noch einen Podestplatz sicherte. Richard Wolanin, ebenfalls Rodgau Lauftreff, erreichte das Ziel im Maingau-Energie-Stadion nach 47:48 Minuten als 158. der Gesamtwertung.

Der letzte Lauf der Jügesheimer Winterlaufserie findet am Samstag, 3. Februar, statt. Sven Kempe nimmt in der Gesamtwertung als bester Vertreter der Region den 36. Platz ein. Unmittelbar vor ihm rangiert Danny Sternkopf (LuT Aschaffenburg) auf Rang 34. In der Gesamtwertung nehmen die beiden die Plätze drei und vier in der Altersklassenwertung der M40 ein und dürften damit den dritten Podestplatz unter sich ausmachen. Aktuell weist Sternkopf noch einen Vorsprung von neun Sekunden auf.
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