Fußball und Kinder - das passt gut zusammen

Giacomo Fae spielt nicht nur bei den Sportfreunden Seligenstadt 2 in der Gruppenliga Frankfurt Ost Fußball, er ist auch Jugendtrainer bei der U11 der Offenbacher Kickers. (Foto: OFC)
Offenbach – Giacomo Fae spielt gerne Fußball und arbeitet gerne mit Kindern zusammen. Was bietet sich da besser an, als beides miteinander zu verbinden? Und so leistet der 20-Jährige nach erfolgreichem Abschluss der Fachhochschule nicht nur im integrativen Kindergarten Tabaluga in Hainburg ein freiwilliges soziales Jahr ab und spielt beim Fußball-Gruppenligisten Sportfreunde Seligenstadt in der zweiten Mannschaft, sondern trainiert gleichzeitig auch noch die U11 der Offenbacher Kickers.

Der gebürtige Hainstädter selbst erlernte das Fußballspielen in jungen Jahren bei der Spvgg. Hainstadt, wechselte dann in der B-Jugend zu den Sportfreunden Seligenstadt und spielt dort aktuell im zweiten Jahr im Seniorenbereich. Bei den Sportfreunden war Fae drei Jahre lang als F- und G-Jugendtrainer im Amt, trainierte dann ein Jahr lang die F1-Jugend von Germania Großkrotzenburg. Bei der Ausbildung zum Trainer-C-Schein lernte er Kerim Mokline kennen – und der holte in nach Offenbach zu den Kickers, wo beide gemeinsam mit Youssef Rick für die U11 verantwortlich sind.

„Ich arbeite sehr gerne mit Kindern zusammen, das macht mir super viel Spaß. Und beim OFC ist das etwas ganz Besonderes und etwas ganz anderes als bei einem Amateurverein“, sagt Fae. „Hier geht es schon nach Leistung. Disziplin und Respekt haben einen hohen Stellenwert. Aber natürlich ist auch der Spaß sehr wichtig.“ Dreimal die Woche treffen sich die jungen Offenbacher zum Training. „Als ich von Großkrotzenburg zum OFC gekommen bin, war ich schon sehr positiv überrascht, wie diszipliniert die Jungs im Training sind“, erinnert sich Fae. „Die Jungs geben einem alle die Hand, duschen auch nach dem Training.“ Beides ist bei kleineren Vereinen bei jungen Fußballern in diesem Alter eher sehr selten. „Wir tragen für die Jungs eine große Verantwortung und geben ihnen viel für ihr späteres Leben mit“, weiß Fae um die Bedeutung seiner Aufgabe.

Natürlich trainiert Giacomo Fae nicht nur die Offenbacher Jugend, sondern auch selbst bei den Sportfreunden in Seligenstadt, die mit ihrer zweiten Mannschaft in der zweiten Saison in der Gruppenliga Frankfurt Ost spielen. „Natürlich möchte ich als junger Spieler meine Einsatzzeiten bekommen, die sind aber noch sehr gering. Zeitlich ist das alles auch gar nicht so einfach. Aber es macht sehr viel Spaß, wir haben eine Supermannschaft mit sehr viel Charakter“, sagt Fae, der sich im zentralen offensiven Mittelfeld am wohlsten fühlt.

Und sportlich läuft es sehr gut. Die U11 der Kickers mischt in der Spitzengruppe der Kreisliga mit, unter der Woche stand das Spitzenspiel gegen Tabellenführer JSK Rodgau an (bei Redaktionsschluss noch nicht beendet). Und die Sportfreunde gewannen zuletzt in der Gruppenliga nach einem 0:1-Rückstand bei Aufsteiger SV Pfaffenhausen noch mit 4:1. Als Tabellensiebter sind die „Roten“ auf einem guten Weg, auch im zweiten Jahr den Klassenerhalt zu schaffen. In einer Liga, in der Jahr für Jahr fünf Mannschaften absteigen, keine Selbstverständlichkeit.

Den Trainer-C-Schein hat Giacomo Fae in der Tasche, der B-Schein soll folgen. „Sollten wir mit dem aktuellen 2006er Jahrgang der Kickers in die Gruppenliga aufsteigen, benötigen wir als Trainer den B-Schein“, erklärt der Hainstädter. „Und der B-Schein mit Numerus Clausus ist die Voraussetzung für den A-Schein.“ Wenn es mit dem B-Schein klappt, dann, so kann es sich der 20-Jährige gut vorstellen, will er in den könnenden Jahren weiter im Nachwuchsleistungszentrum des OFC tätig sein und mit den jungen Nachwuchsfußballer weiterarbeiten. Schritt für Schritt soll es dann weiter nach oben in Richtung der älteren Jugendjahrgänge gehen. Zudem steht beim Deutschen Fußball Bund noch ein Vorstellungsgespräch an, um Möglichkeiten in diesem Bereich auszuloten. Fußball und Kinder. Das passt bei Giacomo Fae jedenfalls bestens zusammen.
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