Gemaa-Nachwuchs würde gerne wiederkommen

Die E1-Juniorenfußballer der Gemaa Tempelsee belegten beim Turnier des SV Rainrod am Fuße des Vogelsbergs den fünften Platz.
 
Die E1-Junioren der Gemaa Tempelsee belegten in Rainrod den fünften Platz.

Offenbach – Über Pfingsten richtete der SV Rainrod am Randes des Vogelsbergs wieder seine Fußballturniere um den Thommy-Ussner-Cup aus. Traditionell sind die Turniere noch nicht, erst zum achten Mal wurde die Turnierserie ausgespielt. Dennoch erfreuen sich die Turniere der G- bis D-Jugend, die in der Regel parallel auf drei Plätzen ausgetragen werden, großer Beliebtheit. Wer einmal da war, kommt meist im nächsten Jahr wieder, die angebotenen Startplätze sind immer wenige Tage, nachdem Gastgeber SV Rainrod die Einladungen verschickt hat, ausgebucht.

Beim E-Juniorenturnier zum ersten Mal am Start waren die Nachwuchskicker des SV Gemaa Tempelsee, den Kontakt zum Gastgeber stellte die Jugendleitung der Gemaa her. „Für uns war es eine schöne Gelegenheit, auch einmal gegen Mannschaften aus einem anderen Kreis zu spielen. Was natürlich auch hinzukommt: Es ist für jeden Spieler eine tolle Sache, bei schönem Wetter diese tolle Gegend zu genießen. Wir würden uns freuen, auch nächstes Jahr als D2 wieder nach Rainrod zu kommen“, meint Thorsten Geißler, Trainer der Kicker aus dem Offenbacher Stadtteil und vor seinem Engagement in Tempelsee 18 Jahre lang als Jugendtrainer bei Kickers Offenbach im Amt.

Nach einem 1:0-Sieg gegen die JSG Sellnrod/Weickartshain/Lardenbach/Groß-Eichen belegte die Gemaa den fünften Platz unter zehn Mannschaften. „Das Ergebnis ist okay, aber ein bisschen unglücklich“, sagt Geißler. Die Offenbacher starteten mit einem 0:0 gegen die FSG Vogelsberg in das Turnier und gaben sich anschließend dem VfB Gießen mit 0:1 knapp geschlagen. Gegen die JSG Schotten war die Gemaa kaum zu stoppen und sicherte sich einen überlegenen 4:0-Sieg. Im vierten und letzten Gruppenspiel trennten sich die Offenbacher von der JSG Ranstadt/Ortenberg 3:3. „Wir haben dreimal geführt, mit einem Sieg wären wir in das Halbfinale eingezogen“, bedauert Geißler. So aber musste sich die Gemaa mit Gruppenplatz drei und dem Spiel um Platz fünf begnügen.

Die Gemaa war mit einer „zusammengewürfelten“ (Geißler) Mannschaft am Fuße des Vogelsbergs an den Start gegangen. Tempelsee sicherte sich zuletzt zweimal hintereinander die Meisterschaft in der Kreisklasse 1. In der abgelaufenen Saison ließen die Offenbacher mit 59 Punkten souverän die Konkurrenz der Kickers Viktoria Mühlheim (53) und des JFV 2015 Dreieich (51) hinter sich. Doch nun haben drei Leistungsträger den Verein verlassen und schließen sich der SG Rosenhöhe an. Zudem stehen zwei weitere Spieler aus dem Meisterkader nicht mehr zur Verfügung.

Doch auch wenn gute Spieler zur Rosenhöhe und Kickers Offenbach abwandern, ist die Gemaa mit ihrer Jugendarbeit auf einem guten Weg, seitdem Ex-OFC-Profi Frank Bartenstein 2010 einen Förderverein gründete und damit der Jugendfußball-Abteilung in Tempelsee neues Leben einhauchte. Seitdem trainieren knapp 200 Kinder und Jugendliche im Alter von drei bis 18 Jahren durchschnittlich zweimal wöchentlich unter Anleitung engagierter Trainer. Die Förderung junger Talente steht dabei ebenso im Fokus wie der Spaß am Sport. Aktuell stellt die Gemaa elf Jugendmannschaften. Die C-Jugend behauptete sich in der Kreisliga als Tabellensechster, die D1-Junioren wollen nach Platz zehn in der abgelaufenen Runde in der Spielzeit 2017/2018 in der Kreisliga oben mitspielen. Mit dem seit 2011 stattfindenden Jugend-Hallen-Fußball-Turnier „Hallenmasters Cup“ hat der Förderverein zudem dafür gesorgt, dass sich der Gemaa-Nachwuchs mit Mannschaften aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet und darüber hinaus messen kann. Der „Hallenmasters Cup“ ist derzeit das einzige (Hallen-)Turnier dieser Art, dass in der Stadt Offenbach für Kleinfeldmannschaften (bis E-Junioren) angeboten wird.
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