Getting Tough The Race IV - Böttcher besteht beim härtesten Cross-Hindernis-Lauf Europas

  Rudolstadt: Getting Tough The Race IV | Am Samstag, den 5. Dezember 2015, fiel im vierten Jahr infolge der Startschuss zu einem Cross-Hindernislauf, welcher als der härteste Europas gilt. GETTING TOUGH – THE RACE im thüringischen Rudolstadt.
In diesem Jahr wollte der Veranstalter noch eine Schippe drauflegen, und stellte auf der Strecke rund 50 Hindernisse mehr. Vor allem waren dies Wasser- und Kletterhindernisse, die vielen Läufern zu schaffen machten; und so manchen Starter mit Krämpfen in die Knie zwangen.
Über 2800 furchtlose Frauen und Männer, darunter auch Jan Böttcher vom TSV Dudenhofen, gingen an den Start. Läufer und Zuschauer beschritten in einer Prozession gemeinsam den Weg zum Startfeld. Höhepunkt war das kollektive Knien und Schweigen kurz vor Beginn. Was dann folgte, war ein Rennen, welches von jedem einzelnen Teilnehmer seinen persönlichen Tribut forderte.
Mit dem Start auf der großen Wiese und Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt nahm für die Teilnehmer die Grenzerfahrung auf der brachialen 24 Kilometer langen Naturstrecke ihren Anfang. Querfeldein ging es durch Schlamm – der direkte Weg war nicht das Ziel von GETTING TOUGH – THE RACE 4. Rund 900 Höhenmeter mussten überwunden werden und damit es noch ein wenig schwieriger wurde, warteten auf der Strecke zahlreiche natürliche und künstliche Hindernisse auf die Teilnehmer.

Bereits jetzt entkräftet und ausgekühlt ging es weiter auf die erneuerte und erweiterte „Sturmbahn“, eine der letzten NVA Sturmbahnen Deutschlands, die noch erhalten ist. Es musste gekrochen, geklettert und gewatet werden, bevor am Ende auch noch Sandsäcke geschleppt werden mussten. Hier bewies sich, wer neben läuferischem Talent, auch Geschicklichkeit, Beweglichkeit, Kraft und zunehmende Leidensfähigkeit beweisen konnte.

Weiter ging es zu einem Parcours, der den meisten Teilnehmern schon im Vorfeld den größten Respekt einflößte. Für die „Signal Iduna Experience“ wurden im städtischen Freibad extra Becken geflutet. Insgesamt sieben Holzbalken mussten im 4 Grad kalten Wasser untertaucht werden. Doch damit war längst nicht genug. Nach dem eiskalten Tauchgang, der die Köpfe schier gefrieren ließ, kam ein 14 Meter langes Hangelhindernis. Wer hier die Nerven verlor und abstürzte, fiel zwar weich, aber auch hier wiederrum ins extrem kalte Nass. Das Rudolstädter Freibad forderte von den Teilnehmern bei diesem gesamten Parcours nicht nur körperliche und mentale Stärke, sondern auch höchste Konzentration und Teamfähigkeit.

Die „River Bank“ durch die Saale leitete das nun kommende Martyrium des letzten Weges in Richtung Ziel ein, denn der „Walk of Fame“ auf der Bleichwiese war sowohl der krönende Abschluss des Extremlaufs und zugleich ein höllischer Schlussakkord. Die Erlösung, also das Ziel, schon zum Greifen nah und doch noch so weit entfernt: Die Teilnehmer mussten Ihre letzten Kraft- und Motivationsreserven mobilisieren, um einen mit Hindernissen gepflasterten Weg zu bezwingen, welcher in dieser Ansammlung und Vielfältigkeit europaweit seinesgleichen sucht. Ins Ziel kam man nur auf allen Vieren – anders lässt sich die Beton-Meile nicht bezwingen, doch wer es endlich geschafft hatte, darf sich wirklich als „tough“ bezeichnen.
Über 2015 Männer und 197 Frauen erreichten innerhalb der ersten sechs Stunden das Ziel. Über 500 Teilnehmer gaben auf. Jan Böttcher kam mit einer Zeit von 3:43:51 Stunden auf Platz 842 ins Ziel.

Video Signal Iduna Experience
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