Gewinn der Stadtmeisterschaft das i-Tüpfelchen

Andreas Griesenbruch hat im Januar 2016 den Vorsitz beim VfB Offenbach übernommen. In der Fußball-Kreisoberliga nimmt der VfB derzeit als Aufsteiger den fünften Platz ein. Ein Ergebnis, mit dem die VfB-Verantwortlichen mehr als zufrieden sind. (Foto: p)

Andreas Griesenbruch bot einst als Fußball-Torwart bei Germania Bieber, den Sportfreunden Seligenstadt, Viktoria Aschaffenburg und Kickers Offenbach herausragende Leistungen. Im Januar 2016 hat er den Vorsitz beim VfB Offenbach übernommen und trainiert auch weiterhin die Torhüter beim Kreisoberligisten, der 2016 erstmals seit neun Jahren wieder in die höchste Offenbacher Spielklasse aufgestiegen war. Nun stellte er sich den Fragen von MEIN SÜDHESSEN.

Herr Griesenbruch, wie lief der jüngste Test bei der Spvgg. 05/99 Bomber Bad Homburg, dem Tabellen-14. der Kreisoberliga Hochtaunus?

Wir haben mit 1:5 verloren und gesehen, woran wir noch arbeiten müssen. Ich sehe das aber nicht so dramatisch, wir waren nach vielen Trainingseinheiten auch ein bisschen müde.

Der VfB steht als Aufsteiger in der Kreisoberliga Offenbach auf dem fünften Platz. Wie lautet Ihre Bilanz nach der ersten Saisonhälfte?

Damit sind wir sehr zufrieden. Wobei man sagen muss, dass alle Aufsteiger eine sehr gute Runde spielen. Die TuS Zeppelinheim ist Sechster, die SG Heusenstamm-Zrinski Siebter. Es wäre schön, wenn wir einen einstelligen Tabellenplatz halten können. Wenn wir Fünfter bleiben, wäre das für uns so, wie für die ersten vier Mannschaften die Meisterschaft. Die ersten Vier wollen schließlich alle aufsteigen. Platz fünf wäre für uns ein herausragendes Ergebnis. Und nach mehr schielen wir nicht.

Mit dem ersten Platz bei der Offenbacher Hallenstadtmeisterschaft hat der VfB für einen Paukenschlag gesorgt. Was bedeutet dieser Titel für einen Verein wie den VfB?


Diese Stadtmeisterschaft hat für alle Offenbacher Vereine einen sehr hohen Stellenwert. Ich habe sie 1992, damals noch mit Germania Bieber und in der Stadthalle, gegen die SG Rosenhöhe gewonnen. Der VfB wurde letztmals 2005 Stadtmeister, für den Verein ist das ein megatolles Ergebnis. Zumal die Titelkämpfe dieses Mal viel besser aufgezogen waren als in den vergangenen Jahren. Internetübertragung, Interviews, mit 2400 Besuchern ein neuer Zuschauerrekord. Gegen die Rosenhöhe haben wir ein überragendes Endspiel gezeigt. Im vergangenen Jahr waren wir nahe dran, sind aber in der Zwischenrunde aufgrund des schlechteren Torverhältnisses am Einzug in das Halbfinale gescheitert. Jetzt waren wir einfach reifer. Der Gewinn der Stadtmeisterschaft war das i-Tüpfelchen auf das, was wir 2016 erreicht haben.

Es gibt aber auch Negatives zu berichten. Anfang Dezember vergangenen Jahres wurde ein Spiel der E-Jugend des VfB nach Tritten und Faustschlägen abgebrochen…

Dazu möchte ich nicht viel sagen. Die Sache wird in den kommenden Tagen vor dem Offenbacher Rechtsausschuss verhandelt. Ich halte mich mit Aussagen dazu zurück, möchte erst einmal das Ergebnis abwarten.

Zum Abschluss wieder etwas Erfreuliches. Was gibt es Neues in Sachen integrative Fußballmannschaft? Der VfB gilt hier als Vorreiter.

Wir erfahren hier sehr viel positive Resonanz, haben die Mannschaft jetzt auch für den Spielbetrieb in der Hessenliga ID für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung des HBRS (Hessischer Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband) angemeldet. Die Mannschaft erfährt aus dem ganzen Kreis Offenbach sehr viel Unterstützung. Es wird sehr viel dafür getan, Flüchtlinge im Sport zu integrieren, das halte ich auch für sehr wichtig. Das gilt aber auch für den Behindertensport und wir wollen beim VfB dazu unseren Teil dazu beitragen. Ich bin gespannt, wie sich das weiterentwickelt. Auch die Stadt Offenbach ist auf uns aufmerksam geworden, in der Dezember-Ausgabe von „Sport in Stadt & Kreis Offenbach“ erschien ein großer Artikel über uns. Das ist eine prima Sache.
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