HFC-Jungs wollen auch im Winter kicken

Durchgesetzt: Der HFC Bürgel (rechts) belegte beim Ußner-Junioren-Banden-Cup in Nidda den vierten Platz.

Offenbach - In Nidda starteten am vergangenen Wochenende 54 Jugendfußballmannschaften von der U7 bis U11. Der erstmals ausgetragene Ußner-Junioren-Banden-Cup des SC Viktoria Nidda in Zusammenarbeit mit der JSG Nidda mit insgesamt fünf Turnieren löste nach 45 Ausgaben die traditionellen Silvesterturniere der Niddaer Kicker ab.

So gingen am Samstagvormittag zehn F2-Juniorenmannschaften auf dem Parkett der Haupt- und Realschule Nidda mit Rund-um-Bande und E-Jugendtoren auf Punktejagd. Mit dabei waren auch einige Mannschaften aus der Region Offenbach (SG Rosenhöhe, HFC Bürgel, Teutonia Hausen) und Dieburg (Germania Ober-Roden), die sich ebenfalls auf den Weg nach Nidda gemacht hatten.

„Herzklopfen“, schmunzelt Christian Keul, Trainer der F2-Junioren des HFC Bürgel. Gerade hatten die Offenbacher ihre zweite Begegnung in Nidda gegen Rot-Weiss Frankfurt mit 2:1 zu ihren Gunsten entschieden. „Wer selbst einmal Fußball gespielt hat, kann das Adrenalin nicht abstellen. Mir klopft jedes Mal das Herz, wenn die Jungs spielen.“ Die erwähnten Jungs kicken seit zwei Jahren in einem Team. Aktuell mit dem 2010er-Jahrgang als jüngerer Jahrgang in der F-Jugend. Wobei beim HFC unter insgesamt 16 Spielern im Kader auch zwei Jungs mitkicken, die erst 2011 geboren wurden. Christian Keul hat die Mannschaft übernommen, weil sein Sohn Finn mitspielt. Das war der Weg zum Trainer nicht weit.

Bis Ende Februar nehmen die Bürgeler an 13 Hallenturnieren teil, fahren dafür auch mal 50 bis 70 Kilometer, um neue Mannschaften kennenzulernen. So geht es auch mal von Offenbach aus bis nach Wieseck, Bensheim oder Oestrich-Winkel. „Turniere im Kreis sind schön, die Touren in andere Kreise aber ein noch schöneres Erlebnis. Die Eltern stehen geschlossen dahinter“, hat Keul keine Schwierigkeiten, genügend Spieler für die vielen Turniere zusammenzubekommen. „Die Jungs fordern die vielen Spiele ein, wollen auch im Winter ihren Ausgleich haben. Da würden nur zwei Turniere nicht ausreichen“, erklärt Christian Keul.

In Nidda erreichte der HFC den vierten Platz, unterlag im „Kleinen Finale“ gegen den unterfränkischen Vertreter SV Erlenbach erst nach Neunmeterschießen mit 8:9. Die Vorrunde hatten die Offenbacher nach drei Siegen gegen den FC Hanau 93 (4:1), Rot-Weiss Frankfurt (2:1), Teutonia Hausen (2:0) und einer 0:1-Niederlage gegen den späteren Turniersieger Germania Ober-Roden als Gruppenzweiter abgeschlossen. Dabei hätte den Offenbachern gegen Ober-Roden schon ein Unentschieden gereicht, um sich den ersten Platz in dieser Gruppe zu sichern. Dann folgte im Spiel um Platz drei die unglückliche Niederlage gegen die Erlenbacher.

Und wie war der Kontakt nach Nidda zu Stande gekommen? „Bei Whatsapp gibt es eine 2010er-Trainergruppe mit 70 bis 80 Mitgliedern“, erläutert Christian Keul, der hier auf das Turnier in Nidda aufmerksam wurde und seine Mannen anmeldete. Auch der HFC (Hobby-Fußball-Club) Bürgel (als Nebenabteilung des Naturheilvereins Bürgel) hat natürlich seine eigene Whatsapp-Gruppe mit allen wichtigen Infos. Und bei Youtube lädt Christian Keul die mit einer Videokamera aufgezeichneten Spiele der F2-Junioren hoch, damit auch die Jungs, die mal nicht dabei sind, gucken können, was ihre Mannschaftskameraden erreicht haben. Zugang zu den Videos haben nur die Eltern der Spieler – und das ist auch gut so.

Am Start in Nidda war auch die SG Rosenhöhe, die ihre Vorrundengruppe als Drittplatzierter abschloss und nach einem 2:3-Niederlage gegen Teutonia Hausen den sechsten Platz belegte.
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