JSK Rodgau 2 droht die A-Liga

Dominik Spindler (rechts, hier gegen den SVG Steinheim) und dem JSK Rodgau 2 droht der Abstieg in die A-Liga. Aktuell sind die Jügesheimer in der Kreisoberliga Offenbach nur Vorletzter.

Jügesheim – Der zweiten Mannschaft des JSK Rodgau droht der Abstieg aus der Fußball-Kreisoberliga Offenbach. 2013 führte Andreas Humbert die zweite Mannschaft, die damals noch als TGM SV Jügesheim 2 auf Tore- und Punktejagd ging, über die Aufstiegsrunde in die Kreisoberliga. 2014 übernahm Humbert die ersten Mannschaft der TGM SV in der Gruppenliga, Nachfolger bei der zweiten Mannschaft wurde Kevin Knust. 2015 folgte dann Christian Schramm, unter dem die Jügesheimer mit 35 Punkten den elften Platz belegten. Anteil hatten daran auch einige Spieler aus dem Gruppenliga-Kader, die in der zweiten Mannschaft aushalfen.

In dieser Saison ist das wohl nicht möglich, weil die erste Mannschaft um den Titel spielt und selbst jeden Spieler braucht. Ohne Verstärkungen aber wird es für die zweite Mannschaft aber sehr schwer, die Liga zu erhalten. Beim jüngsten 0:3 (0:1) gegen Aufstiegsaspirant SVG Steinheim mussten sogar Spieler aus dem B-Liga-Kader beim Kreisoberligisten aushelfen, auf der Bank saß lediglich ein einziger Auswechselspieler. Die Rodgauer boten mit ihrem letzten Aufgebot zwar eine engagierte Leistung, am Ende aber waren die Steinheimer einfach cleverer. Vor allem in der Offensive waren die Gastgeber gegen die Steinheimer, bei denen der ehemalige OFC-Profi Fouad Brighache im Mittelfeld geschickt die Fäden zog, zu harmlos. Mit dem ersten vernünftigen Spielzug nach 39 Minuten – einem Doppelpass – gingen die Gäste in Führung, nach 67 Minuten fiel das vorentscheidende 0:2. Die Jügesheimer bleiben mit neun Punkten Vorletzter, punktgleich mit Schlusslicht TSV Heusenstamm. Das holte in der Winterpause zwar ein Dutzend neue Spieler, ging aber gegen die Spvgg. Seligenstadt am vergangenen Wochenende dennoch mit 2:8 unter. Der Rückstand des JSK Rodgau 2 auf den Relegationsplatz beträgt damit weiterhin sechs Punkte. Das ist freilich in noch zwölf ausstehenden Begegnungen noch zu schaffen, wird aber sehr schwer.

Bereits vier Tage vor dem Steinheim-Spiel hatten die Jügesheimer das wichtige Kellerduell beim direkten Konkurrenten TuS Klein-Welzheim mit 0:1 (0:0) verloren. Der Siegtreffer der Hausherren fiel erst in der Nachspielzeit. „In der ersten Hälfte waren wir überlegen und hatten auch die besseren Chancen“, meinte JSK-Trainer Christian Schramm. Auch zu Beginn der zweiten Hälfte hatten die Rodgauer eine sehr gute Möglichkeit, trafen aber nur den Innenpfosten des Klein-Welzheimer Tores. Dann wurde die TuS stärker, „war näher am Tor als wir“, gab Schramm zu. Dennoch erarbeitete sich der JSK kurz vor Spielende eine zweite 100-prozentige Torchance, der Ball ging aus zwölf Metern zentraler Position jedoch über das Tor. Im Gegenzug erzielte Klein-Welzheim den Siegtreffer.

„Wir werden alles daran setzen, die Klasse zu halten“, sagt Schramm. „Die Ergebnisse in der Vorbereitung waren positiv, die Leistungen allerdings schwankend. Aber darauf können wir aufbauen.“ Von den vier Winterzugängen im Kader der ersten Mannschaft erhofft sich Schramm „den entsprechenden Konkurrenzkampf im Gruppenliga-Team. Und die eine oder andere Verstärkung für uns.“

Weiter geht es für die Jügesheimer am morgigen Sonntag um 15 Uhr mit dem Gastspiel beim starken Aufsteiger VfB Offenbach, der zuletzt beim FC Offenthal mit 3:2 verlor, als Tabellenfünfter bisher aber dennoch eine sehr gute Runde spielte. „Wir müssen nicht nur die Duelle gegen die direkten Konkurrenten gewinnen, sondern auch mal etwas Unerwartetes holen“, hofft Schramm auf eine Überraschung. Das Hinrundenspiel hatten die Jügesheimer mit 1:3 verloren. Seine bisher einzigen beiden Saisonsiege holte der JSG vor eigenem Publikum: Klein-Welzheim wurde mit 5:2 besiegt, der TSV Dudenhofen im Rodgau-Derby mit 4:0. Dazu kommen drei Unentschieden. Ihr nächstes Heimspiel absolvieren die Rodgauer am kommenden Sonntag, 19. März, gegen die Spvgg. Seligenstadt. Da gab es im Hinrundenspiel immerhin ein 1:1.
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