JSK Rodgau kassiert sechste Heimniederlage

Rodgaus Leon Hitzel (links) im Laufduell mit Dietzenbachs Uzay Kolbüken. Der Spitzenreiter unterlag den Kreisstädtern in der Gruppenliga Frankfurt Ost in der Nachspielzeit mit 1:2.

Rodgau - Vor dem Anpfiff der Partie in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost gegen den FC Dietzenbach war Andreas Humbert, Trainer bei Spitzenreiter JSK Rodgau, noch bestens gelaunt. Sieben Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten SG Rosenhöhe, dazu den lockeren 4:0-Sieg gegen den FSV Bischofsheim vom voran gegangenen Donnerstag im Gepäck. „Eine Niederlage wäre jetzt kein Beinbruch, aber es sind noch acht Spiele zu absolvieren“, meinte Humbert. Rund 110 Minuten später raufte er sich die Haare: Denn nach einem Gegentor in der dritten Minute der Nachspielzeit hatten die Rodgauer gegen den Kreisstädter nicht nur zwei, sondern alle drei Punkte verschenkt: Nach einer enttäuschenden Leistung kassierte der Spitzenreiter mit einem 1:2 (0:1) bereits die sechste (!) Niederlage auf heimischem Geläuf – zum fünften Mal mit einem Tor Unterschied übrigens.

„Die Dietzenbacher lagen uns in der Vergangenheit nie besonders“, sagte Humbert. „In der ersten Hälfte haben die Abstände nicht gestimmt. Das haben wir in der Pause korrigiert, das hat dann besser funktioniert und wir hatten dann klarere Möglichkeiten, die nun auch heraus gespielt waren.“ Bis auf einen Fernschuss von Sebastian Jung fand der Ball allerdings nicht den Weg in das Dietzenbacher Tor. Maikel Mesquita machte zu Beginn der zweiten Hälfte alles richtig, umspielte sogar FC-Torwart Michael Knecht, schloss aber überhastet ab – und traf nur das Außennetz. Joseph-Andrew Thompson hatte den Ball bereits im ersten Durchgang gegen den Pfosten genagelt, Dominik Fischer kurz vor dem Pausenpfiff einen Strafstoß so schwach getreten, dass Knecht den Ball sogar festhielt. Die Jügesheimer verschossen damit auch ihren dritten Elfmeter in der laufenden Saison. Besser machten es die Gäste, die in der Nachspielzeit nach einem umstrittenen Freistoß durch Torjäger Roland Pauna den 2:1-Siegtreffer erzielten. Zuvor waren die Kreisstädter bereits nach neun Minuten nach einer gelungenen Kombination in Führung gegangen, nachdem sie zuvor bereits durch Pauna eine Großchance ausgelassen hatten.

„Nur nicht die Nerven verlieren“, sagt Humbert mit Blick auf die verbleibenden Spiele, in denen sich die Konkurrenz noch gegenseitig die Punkte abnimmt – und auch den JSK Rodgau erwarten noch einige Knallerspiele. So müssen die Jügesheimer am drittletzten Spieltag (13. Mai) auf der Rosenhöhe ran. Und die Offenbacher treffen am letzten Spieltag ebenfalls zu Hause auf aktuellen Tabellendritten 1. FC 06 Erlensee. „Da kann noch viel passieren. Wenn wir am Ende nicht Meister werden, haben wir den Titel nicht in 2018, sondern in der Hinrunde verspielt“, sagt Humbert.

Zunächst aber einmal steht für die Rodgauer am Sonntag, 15. April, um 15 Uhr das Gastspiel bei Aufsteiger VfB Oberndorf auf dem Programm. Der Tabellensechste, der zuletzt den FC Hochstadt mit 5:0 vom Platz schoss, steht mit 46 Punkten jenseits von Gut und Böse. Denn Klassenerhalt hat der VfB sicher, nach oben geht auch nichts mehr. „Die haben schon sehr gute Einzelspieler im Kader“, weiß Humbert, „Sebastian Jessl oder Kai Helmchen sind Spieler, die schon gut kicken können.“ Und Helmchen erzielte im bisherigen Saisonverlauf immerhin schon 17 Treffer. „Wir wollen in Oberndorf drei Punkte holen“, blickt Andreas Humbert voraus. Im Hinrundenspiel war das den Rodgauern nicht gelungen, da trennten sich beide Seiten nach 90 unterhaltsamen Minuten 2:2.
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