JSK Rodgau und Nieder-Roden fahren jeweils zum Gipfeltreffen

So wird's gemacht: Andreas Humbert, Trainer bei Gruppenliga-Spitzenreiter JSK Rodgau, will seiner Mannschaft auch am Sonntag in Hanau die richtigen Anweisungen geben, damit die Jügesheimer das Spitzenspiel beim FC 93 gewinnen.

Rodgau – Mit dem JSK Rodgau (Gruppenliga Frankfurt Ost), der SG Nieder-Roden (A-Liga Offenbach Ost) und der SG Nieder-Roden 2 (C-Liga Offenbach Ost) führen drei Fußballmannschaften aus Rodgau aktuell ihre Liga an. Am morgigen Sonntag (14.45 Uhr) stehen für den JSK Rodgau und die erste Vertretung der Nieder-Röder echte Topspiele an, wenn beide auf ihren jeweils ärgsten Verfolger treffen: Der Jügesheimer Sport- und Kulturverein gastiert beim ehemaligen Zweitligisten FC Hanau 93, die Nieder Röder beim FC Teutonia Hausen.

Nach dem 1:0-Sieg in letzter Minute gegen die SG Marköbel liegt der JSK Rodgau in der Tabelle der Gruppenliga Frankfurt Ost weiterhin fünf Punkte vor den Hanauern, die das Derby beim VfR Kesselstadt kampflos mit 3:0 gewannen, weil die Kesselstädter keine Mannschaft zusammen bekamen. „Das ist von den Namen her ein gewaltiges Pfund, eine Mannschaft mit echter Strahlkraft“, sagt JSK-Trainer Andreas Humbert über die 93er, die in ihren Glanzzeiten (50er Jahre, Anfang der 60er Jahre und in der Saison 1978/79) sogar in der 2. Liga Süd beziehungsweise 2. Bundesliga spielten. Allerdings ging es anschließend hinunter bis in die Kreisoberliga Hanau, seit der Saison 2015/16 sind die Hanauer wieder Gruppenligist. Daniyel Cimen (Eintracht Frankfurt), Ervin Skela (ehemaliger Kapitän der albanischen Nationalmannschaft), Larry Ramsom, Christoph Prümm und Sascha Ries (alle Sportfreunde Seligenstadt) oder auch Torjäger Kahraman Damar (unter anderem Borussia Fulda, FSV Fernwald) sind Spieler, die zumindest Hessenliga-Erfahrung haben. „Das ist zumindest eine gestandene Verbandsliga-Truppe. Wenn man nur nach den Namen geht, ist Hanau 93 der Topfavorit“, erklärt Andreas Humbert.

Aber so ist es eben nicht, denn die 93er haben von 17 Saisonspielen bereits drei verloren. „Sie haben eine gewisse Anfälligkeit, ich sehe uns auf Augenhöhe“, sagt der Jügesheimer Trainer. Denn im Unterschied zu den Grimmstädtern sind die Jügesheimer noch ungeschlagen. „Wir haben mehr Stabilität in den Ergebnissen, in der Defensive und aktuell auch in der erfolgreicheren Offensive“, sagt Humbert. „Ich vertraue voll und ganz auf meine Mannschaft, die weiß, was sie kann. Und wenn wir verlieren, geht die Welt auch nicht unter, dann lernen wir daraus für die Zukunft.“ Selbst bei einer Niederlage hätten die Jügesheimer weiterhin zwei Punkte Vorsprung, der Druck liegt ganz klar bei den 93ern. Denn die wären bei einer Niederlage mit acht Punkten Rückstand fast schon hoffnungslos abgeschlagen, auch wenn in der langen Rückrunde noch viel passieren kann.

SG Nieder-Roden gewinnt 27 Punktspiele in Serie

In der Kreisliga A Offenbach Ost bastelt die SG Nieder-Roden weiter an ihrer Traumserie. Mit dem 3:2 am vergangenen Spieltag gegen den Türk. SC Offenbach gewannen die Nieder-Röder Saison übergreifend 27 Punktspiele hintereinander. Auch Jäger Teutonia Hausen ist in der laufenden Spielzeit noch ungeschlagen, spielte aber bereits dreimal unentschieden – zuletzt am vergangenen Sonntag beim 0:0 bei der SG Hainhausen – und rangiert damit sechs Punkte hinter der Sportgemeinschaft.

Beinahe hätte es zuletzt aber auch die Nieder-Röder erwischt: Gegen den Türk. SC Offenbach stand es bis in die Nachspielzeit hinein 1:1. „Da hätten wir durchaus zwei Punkte abgeben können“, gibt SGN-Trainer Roland Gerhardt offen zu. „Aber dann wollten die Offenbacher unbedingt gewinnen und sind nach vorne gestürmt. Das war ein Fehler, da haben wir sie zweimal ausgekontert.“ Mit zwei Toren in der Nachspielzeit gingen die Rodgauer mit 3:1 in Führung, nach dem Offenbacher Treffer zum 3:2 pfiff der Schiedsrichter direkt ab. „Dass wir in der Nachspielzeit noch zwei Treffer erzielt haben, spricht für meine Mannschaft. Ab der 70., 75. Minute sind wir immer stärker als der Gegner, können noch nachlegen“, erklärt der Trainer.

Gerhardt ist zuversichtlich, dass seine Mannschaft trotz des gewachsenen Vorsprungs an der Tabellenspitze nicht nachlässig wird. „Egal ob gegen Germania Bieber oder die TSG Mainflingen – wir waren in allen Spitzenspielen hochkonzentriert, da mache ich mir keine Gedanken“, sagt er. Und fügt an: „Wir und Hausen machen die beiden ersten Plätze unter uns aus.“ Über die Teutonia sagt er: „Wir haben bereits in der vergangenen Saison gesehen, wie stark die Mannschaft ist. Hausen war spielstärker als wir, aber wir hatten individuell die größere Klasse und gewannen daher mit 4:1. Für Sonntag erwarte ich ein offenes Spiel mit zwei Mannschaften, die für diese Liga eigentlich zu stark sind. Der Faktor Erfahrung spricht sicherlich für uns, weil wir einige Spieler im Kader haben, die schön höherklassig aktiv waren.“
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