JSK Rodgau will aus Niederlage in Hanau lernen

Dennis Binder und der JSK Rodgau verloren zwar das Spitzenspiel der Gruppenliga Frankfurt Ost beim FC Hanau 93 mit 1:4, bleiben mit zwei Punkten Vorsprung aber Tabellenführer.

Rodgau – Für zwei Rodgauer Fußballmannschaften stand an vergangenen Wochenende ein Gipfeltreffen auf dem Programm: In der Gruppenliga Frankfurt Ost gastierte der JSK Rodgau als Tabellenführer beim Zweiten FC Hanau 93. Die gleiche Konstellation bot die Kreisliga A Offenbach Ost: Klassenprimus SG Nieder-Roden fuhr zum ärgsten Verfolger Teutonia Hausen. Der JSK Rodgau verlor mit 1:4, so dass der Vorsprung der Jügesheimer nach der ersten Saisonniederlage auf die Kicker aus der Grimmstadt auf zwei Punkte zusammenschmolz. Dagegen behaupteten die Nieder-Röder mit einem 2:2 ihren Sechs-Punkte-Vorsprung auf die Teutonia.

In Hanau sahen 300 Zuschauer eine sehr gute Gruppenliga-Partie, in der die 93er mit drei Toren in den ersten 34 Minuten eine beruhigende 3:0-Führung vorlegten. „In der ersten halben Stunde waren wir nicht gut, die Führung der Hanauer war verdient“, sagte JSK-Trainer Andreas Humbert, der den Foulelfmeter, der zum 2:0 für die Hanauer führte, als „frech“ bezeichnete. „Der hat uns ein bisschen das Genick gebrochen.“ Und dann tanzte Hanaus dreifacher Torschütze Ervin Skela, ehemaliger Kapitän der albanischen Nationalmannschaft, wie eins Jay-Jay Okocha (gegen den Karlsruher SC) auch noch die Jügesheimer Abwehr aus und schoss zum 3:0 ein. „In dieser Phase hatten wir nichts zu bestellen. Erst nach dem 0:3 ist bei uns die Leidenschaft erwacht“, stellte Humbert fest. Immerhin gelang den Jügesheimern vier Minuten vor der Pause das 1:3. „Nach der Pause haben wir das dann richtig gut gemacht“, sagte Humbert und monierte, dass seinen Farben zwei klare Elfmeter verweigert wurden. „Wenn wir auf 2:3 verkürzen, brennt die Hütte“, so der JSK-Trainer. So aber trafen die Hausherren nach 80 Minuten zum 4:1. „Da war unser Wille gebrochen“, erklärte Humbert. „Der Sieg für Hanau war verdient. Aber das ist für uns kein Beinbruch, weil wir eine andere Zielsetzung haben. Natürlich, wenn man oben steht, will man auch oben bleiben. Aber wir stehen nicht so unter Druck wie Hanau. Meine Mannschaft hat noch viel Entwicklungspotenzial. Wir haben gesehen, an welchen Schrauben wir noch drehen müssen und müssen aus so einem Spiel lernen.“

Für die Jügesheimer ist das Spieljahr 2016 damit bereits beendet, das Heimspiel gegen den VfR Kesselstadt wurde in den März 2017 verschoben, ebenso das Viertelfinale im Offenbacher Kreispokal beim A-West-Spitzenclub SV Pars Neu-Isenburg.

Nieder-Roden mit 2:2 zufrieden

Zufrieden waren die Verantwortlichen des A-Ligisten SG Nieder-Roden, der in Hausen zweimal einen Rückstand egalisierte und nach 90 Minuten auf dem schwer bespielbaren Rasenplatz ein verdientes 2:2 (1:1) erreichte. „Das war Werbung für den Amateurfußball, die Partie hatte allemal Kreisoberliga-Niveau“, beurteilte SGN-Vorstandsmitglied Matthias Dries den Kick vor rund 300 Zuschauern. „Uns war klar, dass unsere Serie irgendwann reißt. Aber wir haben nicht verloren und können mit dem Unentschieden blendend leben.“ Nach Saison übergreifend 27 Punktspielsiegen hintereinander gaben die Nieder-Röder erstmals wieder zwei Punkte ab. Aber da die Mannschaft von Trainer Roland Gerhardt die Hausener mit sechs Punkten auf Distanz hielt, ärgerte das Serienende nicht wirklich jemanden.

„Der Rasen war sehr seifig, dennoch gab es einige gute Spielzüge zu sehen“, lobte Dries. „Hausen war mit seiner jungen Mannschaft sehr spielstark, wir haben diszipliniert dagegen gehalten.“ Zwar ging die Teutonia nach nur drei Minuten in Führung, doch Routinier Mirnes Mesic glich kurz vor der Pause aus. Und nach dem zweiten Hausener Führungstor benötigten die Nieder-Röder ganze 180 Sekunden, um erneut auszugleichen. „Das 2:2 war gerecht“, sagte Dries.

Am morgigen Sonntag (14.30 Uhr) sind die Rodgauer beim starken Aufsteiger SV Zellhausen gefordert, peilen aber dennoch den nächsten Sieg an. Die Siegesserie ist zwar gerissen, aber ungeschlagen ist die Sportgemeinschaft ja immer noch. Und das Saison übergreifend sogar schon seit 30 Punktspielen. Diese Serie würde die SGN gerne noch ein bisschen ausbauen. „Solange wir vor dem letzten Spieltag vier Punkte vor Hausen liegen, ist mir alles egal“, schmunzelt Matthias Dries. Denn am letzten Spieltag der Saison 2016/2017 kommt der FC Teutonia zum Rückrundenspiel nach Nieder-Roden. Da hätte die Sportgemeinschaft den Titel aber bereits gerne schon in der Tasche.
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