JSK-Tormaschine läuft auf Hochtouren

Maikel Mesquita brachte den JSK Rodgau im Gruppenliga-Derby beim FC Dietzenbach mit 1:0 in Führung. Am Ende siegten die Jügesheimer verdient mit 4:1.

Jügesheim – 6:1 in Bischofsheim, 5:1 gegen Hochstadt, 4:1 in Dietzenbach – der JSK Rodgau hat es in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost zuletzt kräftig scheppern lassen. Und die drei Siege wirken sich natürlich auch in der Tabelle aus: Nach neun Spieltagen nehmen die Jügesheimer mit 18 Punkten den achten Tabellenplatz ein, der Rückstand auf Spitzenreiter Türk Gücü Hanau beträgt aber nur vier Zähler. Und den Grimmstädtern droht wegen eines fehlenden Unterbaus der Abzug von drei Punkten.

Wichtig war – vor allem für Spieler und das Umfeld – der Heimsieg gegen den FC Hochstadt. „Ich hatte da kein Problem mit. Natürlich ist es nicht schön, andauernd zu Hause zu verlieren. Aber mit diesem Sieg hatte ich gerechnet. Und mir war klar, dass wir auch wieder unsere Heimspiele gewinnen“, meinte JSK-Trainer Andreas Humbert. Nach drei Niederlagen vor eigenem Publikum war die Zeit einfach reif, für den ersten Dreier im Maingau-Energie-Stadion. Gegen Hochstadt war die Partie bereits zur Pause entschieden. Nach 45 Minuten führten die Rodgauer bereits mit 5:0, ließen es dann nach dem Wechsel etwas lockerer angehen.

„In der Vergangenheit haben wir da nie gewonnen, daher war es schön, mal einen Dreier zu holen“, sagte Andreas Humbert zum 4:1-Sieg seiner Mannen am vergangenen Sonntag beim FC Dietzenbach. „Vom Ergebnis her war das okay.“ Zumal die Dietzenbacher im bisherigen Saisonverlauf immer recht knappe Ergebnisse ablieferten – auch bei Niederlagen. „Wir haben keinen Zauberfußball geboten, aber die Mannschaft hat die Vorgaben umgesetzt. Wir haben unsere Spielphilosophie durchgesetzt. Und wir hatten auch das Glück des Tüchtigen, dass wir unsere Chancen gut genutzt haben. Das war bisher ja nicht immer so“, meinte Humbert. Und weiter: „Für uns ist es immer wichtig, dass wir in Führung gehen.“ Das gelang den Rodgauern in der Kreisstadt nach 37 Minuten durch Maikel Mesquita. Zwar glichen die Hausherren bereits im Gegenzug aus, doch der JSK blieb ruhig und spielte weiter sein Spiel. Fabian Büttner und Chakib Flores (2) sorgten mit ihren Toren in der zweiten Hälfte binnen neun Minuten für klare Verhältnisse und den fünften Sieg im fünften Auswärtsspiel.

Nun erwartet die Rodgauer ein Heimspieltag mit zwei Partien binnen drei Tagen. Zunächst stellt sich am Sonntag, 1. Oktober, um 15 Uhr Aufsteiger VfB Oberndorf in Jügesheim vor, dann gibt am Dienstag, 3. Oktober, ebenfalls um 15 Uhr Kickers Obertshausen im Offenbacher Kreisderby seine Visitenkarte im Maingau-Energie-Stadion ab. „Oberndorf ist ein unangenehmer Gegner, aber das sind wir für die auch“, blickt Andreas Humbert voraus. Der Aufsteiger hat in den Augen den JSK-Trainers einige gute Kicker in seinen Reihen, „dennoch werden wir unser Bestes geben und wollen die drei Punkte. Ich bin optimistisch“, sagt Humbert.

48 Stunden später geht es gegen Kickers Obertshausen. „Sie haben ein paar Probleme in der Offensive“, stellt Humbert fest. Einen entscheidenden Nachteil haben die Jügesheimer auf jeden Fall: Während der JSK nur wenig Zeit zwischen den beiden Partien hat, können sich die Kickers in aller Ruhe auf auf die Aufgabe in Jügesheim vorbereiten. Nämlich exakt eine Woche, nachdem das Gastspiel bei Aufsteiger SVG Steinheim von diesem Wochenende auf vergangenen Dienstag (Partie bei Redaktionsschluss noch nicht beendet) vorverlegt worden war. „Wir brauchen einen großen Kader. Und den haben wir“, ist Andreas Humbert vor dem Kreisderby allerdings nicht bange. Obertshausens Trainer Nils Noe sagt: „Die Rodgauer hinken ihren Ambitionen auch noch hinterher, das haben sie sich sicherlich anders vorgestellt. Wir müssen gewinnen, der JSK muss gewinnen, wenn er oben dran bleiben will.“ Da scheint auch am Dienstag jede Menge Spannung garantiert.
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