Junger Rosenhöhe-Mannschaft fehlt die Konstanz

Tevfik Kilinc, Trainer der SG Rosenhöhe.

Offenbach – Nach Regionalligist Kickers Offenbach ist die SG Rosenhöhe als Gruppenligist der am zweithöchsten spielende Offenbacher Fußballverein. In der vergangenen Saison sicherte sich die SG Rosenhöhe erst am letzten Spieltag den Klassenerhalt (wobei der kampflose 3:0-Sieg gegen den SSV Lindheim bereits zuvor feststand) und auch in dieser Spielzeit muss die SGR den Blick auf die Abstiegszone richten. Mit 24 Punkten sind die Offenbacher Zehnter, der Vorsprung auf die Abstiegsränge beträgt drei Zähler.

„Ich bin bedingt zufrieden“, erklärt SGR-Trainer Tevfik Kilinc, der die Offenbacher im zweiten Jahr trainiert. „Wir könnten vier bis fünf Punkte mehr auf dem Konto haben. Aber auf Höhen folgen leider auch immer wieder Tiefen.“ Ihre beste Serie legten die Offenbacher im September hin, holten seinerzeit aus vier Partien zehn Punkte. Das Auf und Ab bei der SGR dokumentiert am besten der Jahresendspurt, als gleich drei Offenbacher Kreisderbys hintereinander anstanden: Die SG besiegte Aufsteiger Germania Klein-Krotzenburg mit 3:0, holte anschließend in einem weiteren Heimspiel gegen Spitzenreiter JSK Rodgau ein hochverdientes 1:1. Eine Woche später gewannen die Offenbacher bei der Kickers Viktoria Mühlheim mit 3:1 – und gingen nur acht Tage später gegen Viktoria Nidda mit 0:8 unter.

„Wir machen zwei drei gute Spiele, erhalten dann aber immer wieder einen Dämpfer. Aber die Mannschaft ist sehr jung. Konstanz in unsere Leistungen hineinzubringen ist sehr schwer, aber genau das ist unsere Aufgabe. Das Potenzial ist auf jeden Fall vorhanden“, sagt Tevfik Kilinc. „Die Jungs entwickeln sich aber sehr gut.“ Meist dauert die Entwicklung im Seniorenbereich auf der Rosenhöhe nur zwei, drei Jahre – dann holen Vereine, die in höheren Ligen beheimatet sind, die gut ausgebildeten Spieler weg. Doch damit müssen die Offenbacher seit vielen Jahren leben. „Insgesamt bin ich mit der Mannschaft und auch dem Verein sehr zufrieden. Wir können hier in Ruhe arbeiten und müssen einfach schauen, dass wir in Zukunft sportlich ein wenig besser dastehen“, erklärt Kilinc.

Einer der wichtigsten Spieler bei der SG Rosenhöhe ist einer, der so gar nicht in das beschriebene Bild passt. Denn Torjäger Horst Russ ist bereits 40 Jahre alt, traf aber in der laufenden Saison bereits zehn Mal ins gegnerische Netz. Russ bestritt in der Saison 1998/99 neun Regionalliga-Partien für den OFC, erzielte dabei zwei Tore. Für den SV Erzhausen, Germania Ober-Roden und Viktoria Urberach brachte er es auf 240 Hessenliga-Partien, erzielte dabei 93 Treffer. „Er lebt Fußball, ansonsten könnte man mit 40 Jahren auch nicht mehr in der Gruppenliga spielen“, lobt Tevfik Kilinc den Routinier, der zudem auch eine der F-Jugendmannschaften der SGR trainiert. „Er ist für uns sehr wertvoll. Als Führungsspieler, vor allem aber auch menschlich.“

Aktuell befinden sich auch die Rosenhöhe-Fußballer in der Winterpause, erst Ende Februar kommenden Jahres wird wieder um Punkte gespielt. „Wie in jedem Jahr spielen zwei, drei Mannschaften um den Titel, ab Platz sechs kämpfen alle Team gegen den Abstieg. Zum Klassenerhalt sind auch in dieser Saison wieder 42 bis 44 Punkte nötig, wir wollen so schnell wie möglich da unten aus der Tabelle heraus“, blickt Tevfik Kilinc voraus. Gleich zu Beginn der zweiten Saisonhälfte treffen die Offenbacher auf eine Reihe direkter Konkurrenten. In fünf Partien geht es viermal gegen Mannschaften, die hinter der SGR platziert sind: SV Pfaffenhausen, Türk Gücü Hanau, FC Dietzenbach und VfR Wenings. Die Kilinc-Truppe ist also von Beginn an gleich gefordert, kann aber auch schnell die entscheidenden Schritte in Richtung Klassenerhalt machen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.