KV Mühlheim geht, kommt Spvgg. Dietesheim?

Philipp Christ (links, hier in der Partie gegen den JSK Rodgau) spielte bisher mit Kickers Obertshausen in der Gruppenliga eine sehr gute Runde. Am Sonntag kommt der FSV Bischofsheim zum Verfolgerduell ins Sportzentrum.

Obertshausen/Mühlheim – Vor 14 Tagen trennten sich Kickers Obertshausen und die Kickers Viktoria Mühlheim in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost 2:2. Vor einem Jahr spielte noch ein ganz anderer Verein aus dieser Region in der siebten Spielklasse. In der kommenden Saison 2017/2018 gibt es erneut Veränderungen.

Denn 2015/2016 vertrat noch die Spvgg. Dietesheim die Region in der Gruppenliga. Am Rundenende standen zwar satte 39 Punkte, doch die reichten nicht zum Klassenerhalt, als Viertletzter stiegen die Gelb-Schwarzen in die Kreisoberliga Offenbach ab. Dort belegte Kickers Obertshausen Rang zwei – und stieg als Aufstiegsrundensieger in die Gruppenliga auf. Und nach nur einem Jahr in der Verbandsliga Süd kehrte die Kickers Viktoria Mühlheim in die Gruppenliga zurück.

Aktuell nimmt Kickers Obertshausen den sechsten Platz ein. Der 1:3-Niederlage gegen Spitzenreiter FC Hanau 93 sowie einem starken 1:1 beim aufstiegsambitionierten JSK Rodgau folgte das – zu diesem Zeitpunkt ernüchternde, eingangs erwähnte - 2:2 gegen die Mühlheimer. Und am vergangenen Spieltag trumpfte der Aufsteiger mit einem 2:1-Sieg beim Tabellendritten Viktoria Nidda auf. „Die Mühlheimer haben wir unterschätzt, die Mannschaft war nur bei 80 Prozent“, meinte Kickers-Spielausschusschef Siggi Herth. Zudem erhielt in dieser Partie der eine oder andere Ersatzspieler seine Chance, was das gewohnte Mannschaftsgefüge auf dem Platz etwas durcheinander brachte. In Nidda präsentierten sich die Obertshäuser dann wieder von ihrer besten Seite, gewannen nach Toren von Francesco Lippolis, der später nach einem brutalen Foul mit Verdacht auf einen Kreuzbandriss ausgewechselt wurde, und Daniel Konczalla mit 2:1. „Das war absolut verdient. Wir waren von Beginn an aggressiv und haben mit hohem Tempo gespielt. Nidda spielte dann sehr hart, so kennt man die Viktoria gar nicht“, erklärte Herth.

Dass die Mühlheimer am Rundenende freiwillig in die A-Liga absteigen, ist bereits seit einigen Monaten bekannt. Die Mannschaft um den neuen Spielertrainer Domenico Di Rosa will die Saison aber auf jeden Fall ordentlich zu Ende bringen. Danach sah es allerdings zunächst nicht aus: im ersten Spiel des Jahres kamen die Mühlheimer bei Viktoria Nidda mit 0:10 unter die Räder. Es folgte eine 0:5-Heimniederlage gegen den FSV Bischofsheim. Da war bereits zu befürchten, dass die Kickers Viktoria ähnlich wie Schlusslicht VfR Kesselstadt zur Schießbude verkommt. Doch weit gefehlt: Angetrieben durch die beiden Routiniers Di Rosa und Austine Okoro, die sich auch für die Tore verantwortlich zeigten, erreichten die Mühlheimer in Obertshausen ein verdientes 2:2. Und in der vergangenen Woche gegen den SV Somborn hatte die KVM in der ersten Hälfte zwar etwas Glück, dass die Gäste ihre Großchancen nicht nutzten. Nach der Pause lief es besser und die Mühlheimer gingen zwischenzeitlich sogar in Führung. Am Ende stand mit einem 1:1 ein weiterer Punktgewinn. Die Mannschaft findet immer besser zusammen, die Routiniers geben den neuen Spielern die nötige Sicherheit.

Am morgigen Sonntag (15 Uhr) gastieren die Mühlheimer beim abstiegsgefährdeten SV Pfaffenhausen, da ist sogar der erste Sieg in 2017 möglich. Kickers Obertshausen erwartet gleichzeitig den FSV Bischofsheim zum Verfolgerduell. „Mit einer Leistung wie in Nidda sind die Bischofsheimer zu packen“, blickt Herth voraus. „Ein Punkt sollte auf jeden Fall möglich sein.“

Mühlheim verlässt die Gruppenliga im Sommer, vielleicht kommt in der Spvgg. Dietesheim aber ein anderer Verein aus der Region hinzu. Der ehemalige Hessenligist verlor allerdings am vergangenen Wochenende beim FC Offenthal mit 1:2, und rutschte vom zweiten auf den dritten Platz ab. Im spannenden Titelrennen in der KOL Offenbach ist aber weiterhin alles möglich. Für den Wiederaufstieg haben sich die Dietesheimer in der Winterpause nochmals richtig ins Zeug gelegt und insgesamt sieben neue Spieler geholt. Vor allem die erfahrenen Marko Bosnjak und Mate Tokic, die von der SG Heusenstamm-Zrinski kamen und schon höherklassig (Verbandsliga, Gruppenliga) spielten, sollen die Mannschaft zurück in die Gruppenliga führen. Tokic flog allerdings in Offenthal nach einer Tätlichkeit vom Platz und fehlt damit am Sonntag (15 Uhr) im Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten JSK Rodgau 2.
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