Lars Schmidt soll Viktoria zum Klassenerhalt führen

Lars Schmidt, zuletzt Trainer beim Hessenligisten Sportfreunde Seligenstadt, soll Viktoria Urberach zum Klassenerhalt in der Verbandsliga Süd führen.

Urberach – Beim Fußball-Verbandsligisten Viktoria Urberach ging es zuletzt ein wenig drunter und drüber – allerdings nicht sportlich, denn aufgrund der Witterungsbedingungen der vergangenen Wochen mit viel Regen und zuletzt auch kräftig Schnee können die Rödermärker ohnehin seit geraumer Zeit nicht auf ihrem eigenen Rasenplatz an der Traminer Straße kicken. Ihr letztes Heimspiel bestritten die Urberacher am 22. Oktober (!) gegen Aufsteiger Sandzak Frankfurt. Die Partien gegen die SG Bruchköbel und Vatanspor Bad Homburg fielen dagegen aus. Die Begegnung gegen die Kurstädter muss die Viktoria am 18. Februar kommenden Jahres nachholen. Da den Rödermärkern dann erneut die Witterung einen Strich durch die Rechnung machen könnte, wurde die Partie vorzeitig auf den Kunstrasenplatz nach Jügesheim verlegt.

Grund für ein wenig Aufregung um die Viktoria war der Trainerwechsel. Jochen Dewitz und Co-Trainer Marco Saul, die die Urberacher 2016 nach dem Aufstieg in die Hessenliga übernommen hatten, legten ihr Amt beim FC Viktoria in beiderseitigem Einvernehmen nieder. Zunächst übernahm Ex-Profi Youssef Mokhtari das Training, doch in Lars Schmidt war schnell ein Nachfolger gefunden. Der 52-jährige Ex-Profi (Karlsruher SC, Mainz 05, Kickers Offenbach) trainierte zuletzt die Sportfreunde Seligenstadt in der Hessenliga, war davor unter anderem bei Rot-Weiss Frankfurt und Kickers Obertshausen im Amt und führte die TGM SV Jügesheim 2014 zur Hessenmeisterschaft.

Die Urberacher durchlebten nach der Verbandsliga-Meisterschaft 2016 unter Trainer Max Martin nach einem kräftigem personellem Umbau in der Hessenliga in der Spielzeit 2016/2017 ein schwieriges Jahr und stiegen direkt wieder ab. Erneut verließen einige Spieler die Rödermärker, die auch in der aktuellen Runde in der Verbandsliga Süd um den Klassenerhalt kämpfen und auf einem Abstiegsplatz überwintern. Immerhin gewannen die Urberacher bisher aber beide Rödermark-Derbys gegen die Germania (2:1) und bei der Turnerschaft (1:0). Und auch beim FC Alsbach (1:0) und der Usinger TSG (2:1) sowie bei Spitzenreiter FV Bad Vilbel (1:0) gelangen wichtige Erfolge. Zudem haben die Urberacher auch bis zu drei Partien weniger als die Konkurrenz ausgetragen – aber die Nachholspiele müssen auch erst einmal gewonnen werden. Zumindest gegen die SG Bruchköbel – die Partie sollte ursprünglich am vergangenen Sonntag ausgetragen werden – sind drei Punkte fest eingeplant. Denn die SGB ist mit drei Punkten abgeschlagen Letzter. Dass Bruchköbel in der Winterpause bei 19 Punkten Rückstand zum rettenden Ufer personell großartig nachlegen, ist nicht zu erwarten. Stattdessen dürften bei der SGB bereits die Planungen für die Gruppenliga beginnen.

Anders sieht es in Urberach aus. Drei Punkte mehr und die Viktoria würde statt auf Platz 15 auf Rang neun stehen – und damit auf einem Nicht-Abstiegsplatz. „In der Innenverteidigung müssen wir noch etwas tun“, sagt Peter Zimmerer, Sportlicher Leiter des FC Viktoria. Viktor Krist, der unter Schmidt bereits in Jügesheim und Seligenstadt spielte und im Sommer seine Karriere beendete, könnten sich die Urberacher gut im Viktoria-Trikot vorstellen. Gleiches gilt für den Ur-Viktorianer Nils Wolf, der ebenfalls 2016 aus familiären Gründen die Kickstiefel an den Nagel hängte. Und Michele Piarulli, ebenfalls ein ehemaliger Weggefährte Schmidts in Jügesheim in Seligenstadt, soll sich bei seinem aktuellen Verein Germania Bieber (Kreisoberliga Offenbach) nicht mehr ganz so wohl fühlen. Alle drei sind übrigens Verteidiger. „Mit Lars kommt ein sehr erfahrener Trainer zum FC Viktoria, der über umfangreiche Kontakte in der Region Rhein-Main-Südhessen verfügt. Personelle Verstärkungen in der Winterpause sind daher nicht ausgeschlossen“, erklärt Zimmerer vielversprechend. Die Gespräche müssen allerdings noch geführt werden. Aber ganz klar: Lars Schmidt soll die Urberacher zum Klassenerhalt in der Verbandsliga Süd führen.
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