Leistungssteigerung erkennbar

Die zweiten Basketballherren des EOSC Offenbach (blaue Trikots) zieren in der Kreisliga A Ost Frankfurt nach der 55:71-Niederlage gegen Spitzenreiter Teutonia Hausen 2 weiter das Tabellenende. Trotz der Niederlage war aber eine Leistungssteigerung zu erkennen.
Offenbach – Für die Basketballer des EOSC Offenbach 2 läuft es derzeit wenig wunschgemäß. Nach der 55:71 (31:42)-Niederlage gegen Spitzenreiter Teutonia Hausen 2 nehmen die Offenbacher in der Kreisliga A Ost Frankfurt mit acht Niederlagen aus acht Partien weiterhin den letzten Platz ein. Wobei sich in Eintracht Frankfurt 4 bereits eine Mannschaft aus der laufenden Runde bereits zurückgezogen hat und als Absteiger feststeht. Im Normalfall besteht die Liga aus zehn Mannschaften, aktuell sind es nur noch acht. Damit hat der EOSC zumindest den Klassenerhalt bereits sicher.

In Sachen Basketball ist Offenbach in Hessen ein Vorreiter, bereits in den 50er Jahren gingen Interessierte dieser Sportart beim TV Offenbach nach. Später (etwa Ende der 60er Jahre) wechselten die Basketballer vom Turnverein zum EOSC hinüber – und gehen dort bis heute auf Korbjagd. Seine Blütezeit erlebte der Basketball in Offenbach Ende der 80er/Anfang der 90er Jahre, als der EOSC bis in die 2. Bundesliga stürmte. Die Spielgemeinschaft mit Neu-Isenburg ging dann allerdings den Bach hinunter. Lange Jahre prägten die Offenbacher das Bild der Oberliga Hessen, ehe vor einigen Jahren der Abstieg in die Landesliga erfolgte.

„Unser Fokus liegt auf der Jugendförderung“, sagt Abteilungsleiter Tobias Knöfler. Aktuell stellen die Offenbacher sechs Jugendmannschaften, von denen die U18- und U16-Jungen sogar in der Jugendoberliga am Ball sind. Nach souveräner Qualifikation blieben die U18-Jungen allerdings bisher mit nur einem Sieg aus 13 Partien hinter den Erwartungen zurück. Nicht besser sieht es bei den U16-Jungen aus, die in zwölf Partien ebenfalls erst einen Sieg verbuchten. Alleine, dass die U16 sich allerdings für die Oberliga qualifizierte, ist für die EOSC-Verantwortlichen eine Riesenüberraschung. Mit den Spieler aus den eigenen Nachwuchs-Reihen will die erste Herrenmannschaft in den kommenden Jahren auch wieder um den Aufstieg in die Oberliga Hessen mitspielen.

In der zweiten EOSC-Mannschaft tummeln sich aktuell viele ehemalige Jugendspieler, einige routinierte Akteure, die noch ein wenig Basketball spielen wollen, sowie Jugendspieler, die Spielpraxis sammeln sollen. „Die Fluktuation ist sehr groß, der Kader erhält jährlich ein neues Gesicht“, erklärt Tobias Knöfler. Viele Spieler sind Anfang/Mitte 20, stehen aus beruflichen und Studiengründen nicht immer zur Verfügung – und fallen damit auch Mal ein halbes oder komplettes Jahr aus. So auch in der laufenden Saison, der Kader ist nur dünn besetzt. „Es gab Spiele, da haben wir zur Pause noch geführt. Einige Niederlagen warten sehr knapp, weil uns im Endspurt die Kraft gefehlt hat“, meint Knöfler.

Trainer Beytullah Yesilyurt zeigte sich mit der jüngsten Leistung trotz der Niederlage gegen Spitzenreiter Hausen nicht unzufrieden: „Wir haben ziemlich gut gespielt und gut mitgehalten.“ Um den Jahreswechsel absolvierten die Offenbacher einige wichtige Trainingseinheiten, die machten sich nun bemerkbar, ein Leistungsanstieg ist erkennbar. „Wir waren leider noch in keinem Spiel vollzählig, bei dem einen oder anderen steht auch nicht der Basketball im Vordergrund“, sagt Yesilyurt. Dennoch wollen sich die zweiten Herren weiter verbessern. Mit dem Klassenerhalt im Gepäck kann der EOSC auf jeden Fall auch in den verbleibenden Partien befreit aufspielen.

Ihr nächstes Spiel bestreiten die Offenbacher am Sonntag, 21. Januar, um 18 Uhr bei der TSG Erlensee. Der Tabellenfünfte verbuchte in bisher sieben Begegnungen vier Siege, ganz chancenlos ist der EOSC sicherlich nicht. Das Hinrundenspiel verloren die Offenbacher allerdings mit 57:71.
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