Neuzugänge Wagenknecht und Kretschmann haben eingeschlagen

TSG-Torhüter Marvin Hoppenstaedt kassierte gegen Babenhausen einige unglückliche Gegentore, wurde dann aber von Silahan Gezer glänzend vertreten. Am Ende siegte die TSG Bürgel im Oberliga-Derby doch noch klar mit 31:25.
Offenbach – Das zweite Jahr ist bekanntlich immer das schwerste. Das gilt auch für die Handballer der TSG Bürgel in der Oberliga Hessen. Nach Platz sieben mit 27:25 Punkten in der ersten Oberliga-Saison setzen sich die Offenbacher in dieser Runde den Klassenerhalt zum Ziel, mehr nicht. „Aber nicht erst am letzten Spieltag“, sagte der neue Trainer Louis Rack. Der ehemalige Bundesligaspieler (SG Dietzenbach, FA Göppingen, TV Großwallstadt) folgte im Sommer auf Oliver Lücke, der nach seinem interimsmäßigen Engagement bei der TSG zur MSG Groß-Bieberau/Modau wechselte. Mit 10:10 Punkten und Platz sieben können die Bürgeler aktuell durchaus zufrieden sein, auch wenn der Vorsprung auf die Abstiegsplätze nur drei Punkte beträgt.

Die TSG startete mit zwei echten Paukenschlägen in die Saison. Gleich am ersten Spieltag triumphierten die Offenbacher bei Vizemeister HSG Dutenhofen/Münchholzhausen 2 mit 31:28. Und eine Woche später besiegte die TSG in eigener Halle Drittliga-Absteiger TV Kirchzell mit 30:29. 4:0 Punkte gegen zwei Topteams, damit war vor Rundenbeginn nicht zu rechnen gewesen, diese Zähler hatte auch bei der TSG kaum einer auf der Rechnung. Anschließend folgte eine Niederlage bei Aufsteiger Hünfeld – da hatte sich die TSG wiederum mehr ausgerechnet. Nach dem 41:32-Kantersieg gegen den TSV Vellmar holten die Offenbacher aus den folgenden fünf Partien nur noch zwei Punkte – beim 33:27-Sieg in Hüttenberg bei der zweiten Mannschaft des mittelhessischen Bundesligisten. Die übrigen vier Partien gingen dagegen verloren. Am vergangenen Wochenende feierten die Bürgeler im Derby gegen Aufsteiger Rot-Weiß Babenhausen einen 31:25-Sieg. „Das war nach den beiden jüngsten Niederlagen wichtig“, zeigte sich Louis Rack zufrieden. Die Partie verlief 40 Minuten lang in normalen Bahnen, geriet dann aber - von der Torreihenfolge her – völlig aus den Fugen. Babenhausen wandelte einen 15:22-Rückstand mit einem 8:0-Lauf in eine 23:22-Führung. Die Antwort der TSG war ein 6:0-Lauf zum 28:23 – die Vorentscheidung. Und völlig irre. „Wir hatten in der zweiten Hälfte einen Bruch in unserem Spiel“, sagte Rack. Daran, dass die Hausherren in die Spur zurückfanden, hatte Ersatztorhüter Silahan Gezer einen großen Anteil. „Marvin Hoppenstaedt hat ein gutes Spiel gemacht, kassierte aber in unserer schwachen Phase einige unglückliche Gegentreffer“, meinte Rack. Gezer kam neu ins Spiel – und erwies sich als großer Rückhalt für seine Farben, die das Spiel letztlich doch sicher nach Hause brachte.

Eine sehr gute Rolle im Trikot der TSG spielten auch in dieser Partie wie überhaupt bisher in der kompletten Saison die beiden Zugänge Markus Wagenknecht und Lars Kretschmann. Rückraumspezialist Wagenknecht kam vom Landesliga-Absteiger SG Arheilgen, Linksaußen Kretschmann vom Oberliga-Absteiger TuS Griesheim. Die beiden kennen sich gut, sind befreundet, wohnen Beide in Arheilgen – und sind daher bei Spielen und Trainingseinheiten als Fahrgemeinschaft unterwegs. Und die beiden Neuen lassen es auch ganz schön scheppern: Markus Wagenknecht erzielte bisher 59 Tore, Lars Kretschmann 51. Erfolgreicher in der internen TSG-Wertung ist nur Mannschaftskollege Sven Lenort, der bisher 68 Mal, darunter 18 Strafwürfe, den Ball im gegnerischen Netz zappeln ließ.

An diesem Wochenende ruht in der Oberliga Hessen der Ball. Mit den beiden Gastspielen bei der HSG VfR/Eintracht Wiesbaden (Samstag, 9. Dezember) und eine Woche später bei der ESG Gensungen/Felsberg beenden die Offenbacher das Spieljahr 2017. Das sind zwei echte Brocken, zudem in fremder Halle. Mit ein, zwei Punkten könnten die Offenbacher daher gut leben. Und würden ihrem Saisonziel „Klassenerhalt“ wieder ein Stückchen näher kommen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.