Obertshausen startet am Samstag mit einem Kreis-Derby in die Saison

Fußball-Gruppenligist SG Rosenhöhe muss vorerst auf Fabian Curth verzichten. Der Kapitän der Offenbacher fällt mit einer Schambeinentzündung für unbefristete Zeit aus.

Offenbach – Mit dem Derby zwischen den Sportfreunden Seligenstadt, freiwilliger Absteiger aus der Hessenliga, und Verbandsliga-Absteiger Germania Großkrotzenburg startet die Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost am Freitagabend in die Punktrunde 2017/2018. Am Samstag geht es mit packenden Partien weiter, darunter um 17 Uhr dem Offenbacher Kreisderby zwischen Germania Klein-Krotzenburg und Kickers Obertshausen. Der JSK Rodgau erwartet am Sonntag um 15 Uhr Türk Gücü Hanau, die SG Rosenhöhe den FSV Bischofsheim.

Nach dem Aufstieg der beiden Topteams der vergangenen Saison – dem FC Hanau 93 und Viktoria Nidda – zählt der Dritte der abgelaufenen Runde, der JSK Rodgau, zum engsten Kreis der Titelkandidaten. Wobei JSK-Trainer Andreas Humbert eine noch spannendere Spielzeit erwartet, als zuletzt. Seligenstadt, Großkrotzenburg, Obertshausen, Hochstadt, Türk Gücü Hanau – nicht nur die Rodgauer haben das Zeug für den Platz an der Sonne, die Konkurrenz ist groß. Und so erwartet die Jügesheimer mit dem Auftaktspiel gegen die Hanauer gleich eine echte Bewährungsprobe. Die Grimmstädter waren als amtierender Hanauer Kreispokalsieger unter der Woche noch in der ersten Runde des Hessenpokals gegen den Frankfurter West-Gruppenligisten FC Kalbach am Ball, die Rodgauer verloren ihr letztes Testspiel gegen den Wiesbadener Grupppenligisten TuS Hahn mit 2:5. Allerdings fehlten auch ein Dutzend Stammspieler. „Gegen Türk Gücü sind die Voraussetzungen ganz anders“, ist Humbert trotz der jüngsten Niederlage völlig entspannt. „Wir werden eine Mannschaft auf dem Platz haben, die körperlich 90 Minuten dagegen halten kann. Die richtige Fitness erreicht man ohnehin erst nach vier, fünf Spieltagen. Das wird sicher eine enge Partie, wir freuen uns darauf.“

„Wir haben die gleichen Probleme, wie die anderen Vereine auch“, sagt Tevfik Kilinc, Trainer beim Ligarivalen SG Rosenhöhe, vor dem Auftakt gegen den FSV Bischofsheim. „Die Urlauber kommen und gehen, das wird noch zwei Wochen lang der Fall sein. Dennoch haben wir sieben Testspiele absolviert, insgesamt kamen 24 Mann zum Einsatz. Das ist okay.“ Noch verzichten muss die SGR auf Rückkehrer Evangelos Bellos, der über die Stationen TGM SV Jügesheim, Kickers Offenbach 2, Rot-Weiss Frankfurt und Sportfreunde Seligenstadt zur Rosenhöhe zurückkehrte. Der Offensivspieler befindet sich nach seinem Kreuzbandriss zu Jahresbeginn noch im Aufbautraining, soll in vier bis fünf Wochen aber in das Mannschaftstraining einsteigen. Verzichten müssen die Offenbacher vorerst auch auf Fabian Curth, der mit einer Schambeinentzündung ausfällt. Und Routinier Horst Russ steht nur noch in Ausnahmefällen als Stand-By-Spieler zur Verfügung. Dennoch sagt Tevfik Kilinc: „Von der Breite her ist unser Kader besser aufgestellt als in der Vergangenheit. Wir wollen eine bessere Rolle spielen als in den vergangenen Jahren.“

In der abgelaufenen Spielzeit verdankte die SG Rosenhöhe den Klassenerhalt nur dem Rückzug der Sportfreunde Seligenstadt aus der Hessenliga und dem damit verbundenen Zwangsabstieg der zweiten Mannschaft der „Roten“ aus der Gruppenliga, kam also mit einem blauen Auge davon. So eine Saison braucht die SGR nicht noch einmal. Ob es der Rosenhöhe gelingt, den Blick ein wenig weiter nach oben zu richten, wird sich zeigen. „Dafür muss schon alles passen“, weiß Kilinc, „in ein paar Wochen werden wir sehen, ob wir auf dem richtigen Weg sind.“ Gegen Bischofsheim „müssen wir hochkonzentriert sein, um die drei Punkte zu behalten“, blickt der SGR-Trainer auf den ersten Spieltag voraus. Zwar gaben die Maintaler einige gute Spieler ab, holten aber auch hoffnungsvolle Talente dazu. Darunter zum Beispiel Iroy Zund. Der spielte zuletzt bei der SG Rosenhöhe und freut sich auf ein Wiedersehen mit seinem Ex-Klub.

Bereits einen Tag zuvor steht Kickers Obertshausen in Klein-Krotzenburg auf dem Prüfstand. Als Aufsteiger belegten die Kickers in der vergangenen Spielzeit den vierten Platz, die Konkurrenz zählt Obertshausen zum Kreis der Titelaspiranten. In der Regel ist das zweite Jahr in einer neuen Liga aber schwerer als das erste und so wären die Kickers mit einem Platz im oberen Tabellendritten, also unter den ersten Sechs, zufrieden. Neben Stürmer Daniel Konczalla verließ auch Trainer Marc Zimmermann den Klub, neuer Coach ist der ehemalige Obertshäuser Spieler Nils Noe. Der freut sich auf eine taktisch sehr gut geschulte Mannschaft, die ihm sein Vorgänger hinterlassen hat. Einen Stürmer hätten die Kickers aber schon gerne noch, nachdem Francesco Lippolis nach seinem Kreuzbandriss im Frühjahr noch ausfällt. Zum Rundenauftakt geht es zum Dauerrivalen nach Klein-Krotzenburg. Beide Mannschaften waren im Sommer 2016 gemeinsam aus der Kreisoberliga Offenbach in die Gruppenliga aufgestiegen. Die Hainburger als Meister, die Kickers als Zweiter über die Aufstiegsrunde. Als Vierter ließ Obertshausen die Germania (6.) in der Tabelle zwar hinter sich, die Chancen im ersten Saisonspiel stehen aber bei 50:50. Mit einem Unentschieden zum Auftakt könnte Obertshausen auch gut leben.
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