OFC-Handballer freuen sich auf das Abenteuer Landesliga

So war es im April: Nach einem 36:30-Sieg bei der HSG Rodgau Nieder-Roden 3 feiern die Handballer der Offenbacher Kickers die Meisterschaft in der Bezirksoberliga Offenbach/Hanau und den erstmaligen Aufstieg in die Landesliga Süd.

Offenbach – Mit dem Auswärtsspiel beim ehemaligen Oberligisten HSG Kahl/Kleinostheim starten die Handballer der Offenbacher Kickers am Sonntag, 17., um 17 Uhr in ihre erste Saison in der Landesliga Süd. Nach der viel umjubelten Meisterschaft in der abgelaufenen Runde in der Bezirksoberliga Offenbach/Hanau hat sich für die Offenbacher einiges geändert.

Zunächst musste der Neu-Landesligist einen kräftigen Schock verdauen, nachdem Meistertrainer Klaus Bastian mitten in der Vorbereitung im Juli aus persönlichen Gründen sein Amt zur Verfügung stellte. Nur zwei Wochen später allerdings war ein Nachfolger gefunden, Sadri Syla, der erst eine Woche zuvor seinen sofortigen Rücktritt aus dem Trainergespann des künftigen Ligarivalen SG Egelsbach erklärt hatte, trat beim OFC, bei dem er in den vergangenen Jahren immer wieder einmal ein Thema war, die Nachfolge Bastians an.

„Inzwischen verläuft wieder alles in ruhigem Fahrwasser“, sagt Abteilungsleiter Manuel Dieter, der das Amt im Mai von seinem langjährigen Vorgänger Theodor Schenk übernommen hatte. Schenk, der das Amt über 40 Jahre inne hatte, wurde im Mai zum Ehrenvorsitzenden der Handballabteilung ernannt. Dieter, zuvor als Aktivenleiter der Herren bereits im Vorstand aktiv und bis vor zwei Jahren OFC-Spieler, erklärt: „Die Landesliga bedeutet für uns im organisatorischen Bereich Neuland, der Aufwand ist deutlich höher als in der Bezirksoberliga. Und sportlich ist es ein echtes Abenteuer für uns. Mal sehen, wie es anläuft.“

Die Vorfreude jedenfalls ist bei den Kickers riesengroß. „Auch wenn wir nicht wissen, was uns erwartet“, meint Dieter. Die Kickers hätten sich einen angenehmeren Auftakt als beim Oberliga-Absteiger Kahl/Kleinostheim vorstellen können, nehmen es aber, wie es kommt. Ärgerlich nur, dass sich zwei der wohl besten Spieler im Kader in der Vorbereitung verletzten. Ob ihr Einsatz zum Rundenauftakt möglich ist, entscheidet sich erst kurzfristig. Zum einen Carl-Philipp Erk, der 2015 nach den Stationen Rot-Weiß Babenhausen und HSG Rodgau Nieder-Roden aus der 3. Liga nach Offenbach zurückkehrte. Zum anderen Christian Weis, der nach seiner Zeit beim Drittligisten in Nieder-Roden in der neuen Saison ebenfalls wieder für den OFC aufläuft.

Zweiter Zugang in den Reihen des OFC ist Wojciech Michalik von Eintracht Frankfurt. Offenbachs neuer Linksaußen spielte zuletzt vier Jahre bei der Eintracht, zuvor war er beim polnischen Erstligisten SPR Tarnów aktiv. Und da kein Spieler die Kickers verließ, „sind wir guter Dinge, dass wir dagegenhalten können“, sagt Manuel Dieter. Klar, für einen Aufsteiger steht der Klassenerhalt im Fokus. Dabei helfen sollen die fantastischen Fans, die den OFC nicht nur lautstark, sondern vor allem mit einer großen Anzahl unterstützen. „Wir wollen die Liga halten, um eine Perspektive für unsere Jugend zu bieten“, erläutert Dieter. Denn dass es beim OFC so gut läuft, ist vor allem auch ein Verdienst der guten Jugendarbeit der vergangenen Jahre. Aktuell stellt der Verein sechs Jugendmannschaften, es sollen aber noch mehr werden.

Nach der Rückkehr von Christian Weis fehlt auf der bisher von vielen so belächelten Wunschliste des stellvertretenden Abteilungsleiters Cornelius Göbel jedenfalls nur noch ein ehemaliger OFC-Jugendspieler: Aber derzeit steht Jan Wicklein noch in den Diensten des Drittligisten HSC Bad Neustadt. Ob und wann er den Weg zurück zu den Kickers findet, bleibt abzuwarten. Aber die Offenbacher hoffen...
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