Rodgau rockt die Kreisliga C Ost

Bei den Fußballern der SG Nieder-Roden läuft es derzeit sehr gut. Die erste Mannschaft (hier mit Kai Werle, rechts) führt die Tabelle der Kreisliga A Offenbach Ost an, die zweite Mannschaft ist in der Kreisliga C Ost Spitzenreiter, dicht gefolgt vom Rodgauer Rivalen TSV Dudenhofen 3.

Rodgau – Die Rodgauer Fußballvereine rocken die Kreisliga C Offenbach Ost. Nach neun Spieltagen führt die zweite Mannschaft der SG Nieder-Roden die Konkurrenz mit 24 Punkten vor dem Stadtrivalen TSV Dudenhofen 3 an. Die Dudenhöfer sammelten bisher 21 Punkte, absolvierten allerdings auch erst acht Spiele und damit eine Begegnung weniger als der direkte Konkurrent aus dem südlichsten Teil Rodgaus. Und die SG Hainhausen 2 liegt als Tabellenfünfter in Lauerstellung. MEIN SÜDHESSEN hat die drei Vertreter aus Rodgau einmal genauer unter die Lupe genommen.

SG NIEDER-RODEN
Während der Saison 2013/2014 zog die Sportgemeinschaft ihre zweite Mannschaft mangels Personal aus dem Spielbetrieb der B-Liga Ost zurück. Seit dieser Spielzeit stellt Nieder-Roden wieder eine „Zwote“.Und das mit Erfolg: Die Mannschaft der Trainer Daniel Coga und Nimrud Altun feierte bereit acht Siege und schoss 50 Tore. „Bei der zweiten Mannschaft läuft es sehr gut, da sind viele Spieler dabei, die eine Nieder-Röder Vergangenheit haben. Die haben wir reaktiviert, da sind gute Fußballer dabei. Daher wundert es mich nicht, dass die Mannschaft oben mitspielt“, erklärt SGN-Vorstandsmitglied Matthias Dries. „Mal sehen, was am Ende dabei herauskommt.“

Ziel der SGN ist die Rückkehr der zweiten Mannschaft in die B-Liga. Dass das allerdings kein Selbstläufer wird, erfuhren die Nieder-Röder bei der 1:3-Niederlage in Mainflingen vor zwei Wochen. Da fehlten der Sportgemeinschaft nicht nur einige wichtige Spieler, „sondern auch die Einstellung“, sagt Dries. „Wenn alle ihr Können abrufen, reicht es. Wenn nicht, verlieren wir die Spiele“, meint Dries. Am vergangenen Wochenende zeigte die Sportgemeinschaft die entsprechende Reaktion und fegte den TSV Klein-Auheim II mit 11:0 vom Platz.

Letztlich soll die zweite Mannschaft auch ein Auffangbecken für die Jugendspieler werden, die nicht gleich den Sprung in die erste Mannschaft schaffen. Seit drei Jahren stellen die Nieder-Röder wieder eine U19 (Trainer: Ralf Paul). „Auch da sind einige waschechte Nieder-Röder dabei“, hofft Dries, dass die Kicker aus den eigenen Reihen dem Verein noch lange erhalten bleiben.

TSV DUDENHOFEN
2009 schickte der Turn- und Sportverein als erster Verein im Kreis Offenbach eine dritte Seniorenmannschaft in den Spielbetrieb. Ziel war seinerzeit vor allem „die Spieler, die aus der A-Jugend in den Seniorenbereich wechselten, im eigenen Verein zu halten“, erinnert sich TSV-Abteilungsleiter Stefan Kloos. Das Projekt „dritte Mannschaft“ hat sich sehr positiv entwickelt, die Truppe von Trainer Francesco Spezzano (seit 2014 im Amt) ist nicht nur fester Bestandteil der TSV-Familie, sondern der wohl größte Aktivposten, wenn es um Vereinsarbeit geht. „Die Jungs sind immer da und helfen“, weiß Stefan Kloos.

Und seit zwei, drei Jahren suchen die Dudenhöfer nun auch den sportlichen Erfolg, den Aufstieg in die B-Liga. Der freilich ist erst seit dem vergangenen Jahr möglich, nachdem die zweite Mannschaft des Turn- und Sportvereins aus der B- in die A-Liga aufstieg, weil zwei Mannschaften eines Vereins nicht in der gleichen Liga spielen dürfen. 2015 scheiterte die dritte Mannschaft allerdings in der Aufstiegsrunde an der SSG Langen 2 und Wiking Offenbach 2. In dieser Saison nimmt der TSV einen neuen Anlauf, schaut aber etwas sorgenvoll in Richtung A-Liga, in der die zweite Dudenhöfer Vertretung derzeit den letzten Platz einnimmt. Ein Abstieg der zweiten Mannschaft wäre das Aus für einen möglichen Aufstieg der „Dritten“. Stefan Kloos sagt: „Der zweiten Mannschaft fehlt einfach einmal ein Erfolgserlebnis, dann geht es auch wieder aufwärts.“ Da drückt die komplette Abteilung die Daumen – und die Spieler der dritten Mannschaft besonders fest.

SG HAINHAUSEN

2009/2010 spielte die SG – damals noch als SKV Hainhausen – mit zwei Mannschaften in der C-Liga. Die erste Mannschaft wurde in der Ost-Gruppe Meister, die zweite Mannschaft spielte in der West-Gruppe. Nach dem Aufstieg der ersten Mannschaft in die B-Liga wechselte die Zweite wieder in den Osten – mit nur mäßigem Erfolg, die Regel waren Platzierungen in der unteren Tabellenhälfte. In der vergangenen Saison allerdings verpassten die Hainhäuser als Tabellendritter nur hauchdünn die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur B-Liga. „Fußball soll den Jungs vor allem Spaß machen. Natürlich wäre ein Aufstieg schön, aber er ist nicht zwingend. Und als Saisonziel haben wir ihn schon gar nicht ausgegeben“, sagt Egon Laux, stellvertretender Abteilungsleiter der Fußballer. Als Nachfolger von Simon Röhrig trainert Bernd Rupp, ehemals auch Trainer der ersten Mannschaft im kleinsten Rodgauer Stadtteil, seit drei Wochen die zweite Mannschaft der SG. Und als Fünfter sind die Hainhäuser weiterhin auf einem sehr guten Weg.

Die aktuell fünf besten Torjäger der C Ost kommen übrigens allesamt aus Rodgau. Daniel Rebell (Dudenhofen) netzte bereits 16 Mal ein, Manuel Elgner (Nieder-Roden) 13 Mal. Yannick Ibsch (Dudenhofen) erzielte schon elf Treffer, Marcel Knosala (Nieder-Roden) zehn. Hainhausens Arasch Farugie schließlich war bisher neunmal erfolgreich.
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