Rodgauer A-Ligisten fordern Mühlheimer Klubs heraus

Nach dem Abstieg aus der Kreisoberliga Offenbach gehen Brian Romero-Caramat und der JSK Rodgau 2 in der Saison 2017/2018 in der Kreisliga A Offenbach Gruppe 2 auf Punktejagd. Zum Rundenauftakt gastieren die Jügesheimer am Sonntag bei der Spvgg. Dietesheim 2.

Rodgau - Zum Rundenauftakt in der Fußball-Kreisliga A Offenbach Gruppe 2 (ehemals Ost) steht gleich zweimal der Vergleich zwischen Rodgau und Mühlheim auf dem Programm. So gastiert der JSK Rodgau am morgigen Sonntag um 13 Uhr zum Duell der zweiten Mannschaften bei der Spvgg. Dietesheim. Und um 15 Uhr erwartet die SG Hainhausen die Kickers Viktoria Mühlheim. Während Jügesheim und Hainhausen mit neuen Trainern ins Rennen gehen, sind die Übungsleiter in Dietesheim und Mühlheim immerhin schon ein halbes Jahr bei ihrem Verein im Amt.

Wobei, so ganz neu ist Manuel Fenchel beim JSK Rodgau auch wieder nicht. Ganz im Gegenteil. Der 31-Jährige kickte bereits in seiner Jugend bei der TGS Jügesheim, trainierte lange Zeit erfolgreich die Jugendmannschaften der TGS und rückte schließlich mit dem 1997er-Jahrgang in den Seniorenbereich auf, trainierte die zweite Mannschaft der Turngesellschaft und unterstützte zuletzt Stefan Ernst als Trainer der dritten Mannschaft des JSK. Nach dem Abstieg aus der Kreisoberliga ist der Wiederaufstieg aktuell kein Thema. „Unser Ziel ist ein einstelliger Tabellenplatz. Das muss aber nicht unbedingt der neunte sein“, schmunzelt Fenchel. Seine wichtigste Aufgabe sieht er darin, aus der zweiten und dritten Mannschaft ein Team zu formen. „Das lässt sich gut an, auch wenn es noch viel Arbeit gibt“, sagt er mit Blick auf die Vorbereitung. Nach 16:2 Toren aus vier Partien kassierten die Rodgauer jüngst mit dem 1:3 gegen den FC Hanau 93 2 ihre erste Testspielniederlage. „Gegen Dietesheim wollen wir mit einem Erfolgserlebnis in die Saison starten“, blickt Manuel Fenchel voraus. „Wir unterschätzen den Gegner nicht, fahren aber mit breiter Brust nach Dietesheim.“

Bei Gegner Dietesheim hat Daniel Strack seit der vergangenen Winterpause das Traineramt inne. 2016 schnürte er noch für Ligarivale TSG Mainflingen die Kickstiefel, wechselte dann aber im Winter zum FC Maroc Offenbach – zu dem Verein, bei dem sein Vater Wolfgang als Trainer tätig war. Dann kam die Anfrage der Dietesheimer – dort spielte sein Bruder (auch ein Wolfgang) in der ersten Mannschaft in der Kreisoberliga. „Als die Anfrage kam, habe ich gesagt, dass ich mir die Aufgabe ab Sommer sehr gut vorstellen kann“, sagt Daniel Strack. Schließlich hatte er dem FC Maroc bereits als Spieler zugesagt. Das Traineramt bei den Schwarz-Gelben übernahm er dennoch direkt – und führte die Mannschaft letztlich zum sicheren Klassenerhalt. In dieser Spielzeit darf es gerne ein bisschen mehr sein: Die Dietesheimer hoffen auf einen einstelligen Tabellenplatz und wollten dazu mit einem Sieg gegen den JSK den ersten Schritt machen.

Sebastian Schneeberger neuer Trainer in Hainhausen

Bei der SG Hainhausen hat seit dieser Saison Sebastian Schneeberger (34) das Sagen. Der gebürtige Rodgauer kam über die Stationen TGS Jügesheim, Germania Steinheim und Spvgg. Hainstadt zur Klein-Krotzenburger Germania, wo er nach Ende seiner Karriere in der ersten Mannschaft die A-Jugend übernahm. „Ich fühlte mich in Klein-Krotzenburg sehr wohl, wollte den Verein gar nicht verlassen“, sagt Schneeberger. Doch die Chance, mit 34 Jahren eine erste Mannschaft in der A-Liga zu übernehmen, veranlasste ihn zum Umdenken. In den vergangenen Jahren versuchte Hainhausen immer mal wieder, oben anzuklopfen, ließ aber in schöner Regelmäßigkeit die nötige Konstanz vermissen. „Um oben mitzuspielen, war der Aderlass aber zu groß“, blickt Schneeberger auf den aktuellen, sehr kleinen Kader der SG. „Konstanz und eine sichtbare Entwicklung hineinbringen“, nennt er daher als Ziel. „Wenn wir die Runde besser als Rang neun in der vergangenen Saison abschließen, war es eine gute Saison“, sagt er.

Auftaktgegner Mühlheim beobachtete Sebastian Schneeberger erstmals bereits in der Gruppenliga-Rückrunde als klar wurde, dass sich am Kader der KV nicht mehr viel ändern würde. „Das wird eine ganz harte Nuss. Mühlheim ist für mich ein Geheimfavorit“, erklärt der SG-Trainer. Gerade in der Offensive sind die Mühlheimer sehr gut aufgestellt, „wenn sie jetzt noch mehr Stabilität in die Defensive bekommen, werden sie gemeinsam mit Teutonia Hausen die Liga aufmischen. Ich hoffe auf einen ordentlichen Start meiner Jungs, dass wir gegen eine gute Mannschaft dagegenhalten können und dann die Mannschaften schlagen, die sich mit uns auf Augenhöhe bewegen“, blickt Schneeberger voraus.

Bei der Kickers Mühlheim erfolgte im Winter ein Umbruch, nachdem der Verein erklärt hatte, am Rundenende aus organisatorischen Gründen freiwillig aus der Gruppen- in die A-Liga abzusteigen. Routinier Domenico Di Rosa übernahm das Traineramt von Raduan Belaajel und brachte die Runde mit der Kickers-Viktoria erstaunlich gut zu Ende. Im Sommer nun tat sich in Mühlheim nicht viel. Wolfgang Strack kamaus Dietesheim herüber, Dominik Raab vom SVG Steinheim zurück. Die Mühlheimer haben einige gute Kicker in ihren Reihen, der eine oder andere Konkurrent traut dem ehemaligen Hessenligisten durchaus zu, um den Titel mitzuspielen. Die Kickers Viktoria selbst nennt als Saisonziel einen einstelligen Tabellenplatz. Mehr muss es im ersten Jahr gar nicht sein. Ein Punktgewinn zum Auftakt in Hainhausen wäre daher ein gelungener Start. Zumindest nach außen hin. Es darf aber auch gerne ein bisschen mehr sein.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.