SG Rosenhöhe ist nicht zu unterschätzen

Fabian Curth stand der SG Rosenhöhe in dieser Saison aus Verletzungsgründen noch nicht zur Verfügung. Ab Januar aber will er sich mit der Mannschaft auf die zweite Saisonhälfte in der Gruppenliga Frankfurt Ost vorbereiten.

Offenbach – In der vergangenen Saison hielt die SG Rosenhöhe nur dank des Rückzuges der Sportfreunde Seligenstadt aus der Hessenliga und dem damit verbundenen Zwangsabstieg der zweiten Mannschaft in der Gruppenliga Frankfurt Ost die Klasse. Als Fünftletzter kam die SGR mit einem blauen Auge davon. 37 Punkte sammelte die Mannschaft von Trainer Tevfik Kilinc seinerzeit – in 32 Partien. In der laufenden Saison sind erst 20 Begegnungen absolviert – und die Rosenhöhe-Kicker haben bereits 40 Punkte auf der Habenseite verbucht. Damit überwintern die Offenbacher punktgleich mit dem Tabellenzweiten Germania Großkrotzenburg und mit nur zwei Zählern Rückstand auf Spitzenreiter JSK Rodgau auf dem dritten Tabellenplatz – die SG Rosenhöhe spielte eine schon sensationelle erste Saisonhälfte.

„Der große Unterschied zu den vergangenen Jahren ist einfach, dass wir unsere Leistung jedes Spiel aufs Neue abrufen. Besonderes gegen die vermeintlich schwächeren Gegner haben wir dieses Jahr wenig Punkte gelassen, was vor allem einer geschlossenen Mannschaftsleistung zu verdanken ist“, sagt Fabian Curth. Der Kapitän hat aufgrund einer Schambeinentzündung in dieser Saison noch keine Partie für die SGR bestritten, gab die Spielführerbinde an SGR-Urgestein-Daniel Pfitzer weiter. Die geschlossene Mannschaftsleistung, die die SGR Woche für Woche auf den Platz bringt, ist in seinen Augen vor allem ein Merkmal der hohen Trainingsbeteiligung, die sich auf dem Platz widerspiegelt. „Es zeigt die Bereitschaft der Jungs, von der Stammkraft bis zum Auswechselspieler“, sagt Curth.

Und ein Blick auf die Bilanz verrät: Die Offenbacher stehen in der Defensive deutlich stabiler als in der vergangenen Saison, kassierten bisher nur 26 Gegentreffer. Nur viermal verließen die Offenbacher als Verlierer den Platz: 0:5 in Erlensee, 0:3 in Großkrotzenburg, 1:3 gegen Altwiedermus und 1:4 beim SVG Steinheim – in diesen vier Partien kommen bereits 15 der 26 Gegentreffer zusammen. Dagegen gewann die SGR beispielsweise bei Wintermeister JSK Rodgau mit 1:0 – und holte in den Partien gegen die Kellerkinder wie Somborn (4:0), Hochstadt (3:1) oder Bischofsheim (3:1, 2:1) die wichtigen Dreier, um ganz vorne mitzumischen. In Christian Rüger stellt die SGR zudem den zweitbesten Torschützen der Liga. 13 Mal traf der ehemaliger Jügesheimer bisher, nur Kevin Lehr (Eintracht Altwiedermus) war mit 14 Treffern erfolgreicher.

Dabei fielen neben Fabian Curth in Dario Fazio (Schambeinentzündung), Theofanis Zindros (Rückenprobleme), Berkay Harmanci und Rückkehrer Evangelos Bellos (Kreuzbandriss) weitere Topkräfte lange Zeit verletzt aus. Umso höher sind die bisherigen Leistungen der Offenbacher zu bewerten. In der zweiten Saisonhälfte sollen die vermeintlichen Stammspieler wieder zum Kader stoßen. „Mir geht‘s gut, die Probleme sind weg. Im Januar starte ich mit dem Team wieder normal in die Vorbereitung. Somit hoffe ich, den Jungs in der Rückrunde wieder auf dem Platz zur Seite stehen zu können“, blickt Fabian Curth voraus. Zudem wollen die Offenbacher den einen oder anderen Spieler aus der erfolgreichen Hessenliga-U19 nach oben ziehen. Wobei der Klassenerhalt des Nachwuchses in der Hessenliga natürlich Priorität hat.

Und was ist 2018 in der Gruppenliga noch möglich? „Mit dem Abstieg werden wir diese Saison ausnahmsweise mal nichts zu tun haben. Das hilft ungemein und das Team kann frei aufspielen. Wozu es am Ende dann reicht, wird man sehen“, blickt Fabian Curth voraus. Die ersten fünf Mannschaften der Liga – neben dem JSK Rodgau, Großkrotzenburg und der SG Rosenhöhe noch Erlensee und Altwiedermus, Türk Gücü Hanau ist ein wenig zurückgefallen – liegen dicht beisammen, da ist noch vieles möglich – von Platz eins bis zu einem Mittelfeldplatz. „Unterschätzen sollte man uns dieses Jahr nicht“, schmunzelt Fabian Curth. Zumindest mittelfristig hat sich die SG Rosenhöhe angesichts ihres starken Unterbaus und der seit Jahren erfolgreichen Nachwuchsarbeit die Verbandsliga Süd zum Ziel gesetzt.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.