SKG Rumpenheim im Westkreis gefordert

Gemeinsam sind wir stark: Die erste Fußball-Mannschaft der SKG Rumpenheim gemeinsam mit dem jüngsten Nachwuchs des Vereins. (Foto: p)

Offenbach – Wenn es so etwas wie Beständigkeit im Offenbacher Amateurfußball gibt, das trifft das auf die SKG Rumpenheim zu, die über 20 Jahre lang in den Ostgruppen des Kreises beheimatet war. Nach dem A-Liga-Abstieg 2007 spielten die Offenbacher fünf Jahre lang in der Kreisliga B Ost, stiegen dann über die Aufstiegsrunde wieder in die A-Liga auf, in der sie seit Anfang der 90er Jahre ansonsten ununterbrochen gespielt hatte. Im Sommer 2017 nun folgte die Neueingliederung: Die SKG kickt nun in der Kreisliga A Offenbach Gruppe 1. In jener Gruppe, in der vor allem die Vereine aus dem Westen des Kreises beheimatet sind.

„Wir haben eine Woche nach Ende der Runde 2016/2017 den Antrag gestellt, dass wir gerne weiter im Osten spielen würden“, erklärt Frank Fischer, 2. Vorsitzender der Sport- und Kulturgemeinschaft. Gemeinsam mit Spielausschusschef Bernd Kriebel kümmert er sich um die aktiven Fußballer. „Erst aus der Zeitung haben wir dann erfahren, dass wir der Gruppe 1 zugeteilt werden.“ Also der ehemaligen West-Gruppe. „Schade, dass wir im Vorfeld nicht informiert wurden“, bedauert Fischer. Klar, dass diese Entscheidung den Verantwortlichen der SKG sauer aufstößt. „Wir sind die Leidtragenden, dass sich andere Vereine freiwillig zurückziehen“, sagt Fischer. Gemeint sind die Sportfreunde Seligenstadt 2 und die Kickers Viktoria Mühlheim, die aus der Gruppenliga in die A-Liga abstiegen – und Rumpenheim in Richtung Westen drängten. Die SKG ist aber nicht der einzige Verein, der nun in der Gruppe 1 auf Punktejagd gehen muss – die Bürgeler Klubs HFC und DJK Sparta sowie den Türk. SC Offenbach, der in Rumpenheim spielt, ereilte das gleiche Schicksal. Auch Gemaa Tempelsee wechselte nach einer Saison im Osten zurück in den Westen.

Zu Vereinen wie den TV Hausen oder der Spvgg. Hainstadt und der TSV Lämmerspiel hegen die Rumpenheimer einen sehr guten Kontakt, da „sind viele Freundschaften entstanden“, erklärt Bernd Kriebel. Ebenso zur TSG Mainflingen. „Da kracht es zwar auf dem Platz, vor und nach dem Spiel ist aber alles gut“, sagt der Spielausschusschef und fügt an: „Wir müssen das ganze sportlich nehmen, ebenso wie die Bürgeler Vereine und der Türk. SC.“ Und das Beste daraus machen.

Das klappte zum Rundenauftakt schon einmal sehr gut, bei Susgo Offenthal gewannen die Rumpenheimer nach spannender Partie mit 3:2 (1:1). „Da habe ich das letzte Mal vor etwa 35 Jahren gespielt“, schmunzelte Kriebel. Frank Fischer meinte: „Die haben da überragende Rahmenbedingungen und einen Superplatz. Mit dem Ergebnis sind wir hochzufrieden, schließlich lagen wir zehn Minuten vor Spielende noch mit 1:2 in Rückstand.“ Zwar ging die SKG durch Marc Geupel nach nur zwölf Minuten in Führung, doch mit zwei Toren wendete Gastgeber Offenthal das Blatt. Mit einem Doppelschlag sicherten Benjamin Maul (80.) und Marcel Schäfer (82.) den Rumpenheimern im Endspurt aber noch den Sieg. „Das war letztlich auch ein Sieg des Willens“, zeigte sich Frank Fischer zufrieden. „Wir hatten nur eine durchwachsene Vorbereitung, haben aber viel für den Teamgeist getan. Es hat Spaß gemacht, der Mannschaft in Offenthal zuzuschauen. Auch, weil sie sich nie aufgegeben hat.“

Nicht ganz so erfolgreich lief es allerdings im Vorspiel der Kreisliga C Gruppe 1. Hier unterlag die SKG im Duell der zweiten Mannschaften gegen die Offenthaler mit 1:4. Eine erwähnenswerte Randnotiz: Neben den beiden aktiven Mannschaften stellen die Rumpenheimer über ein Dutzend Jugendteams, die beiden Jugendleiter Markus Hohenberger und Sven Eismann leisten hier hervorragende Arbeit und fördern den Nachwuchs, der dann später in den Seniorenbereich wechselt.

Nach dem erfolgreichen Auftakt müssen die Rumpenheimer am Sonntag, 20., erneut auswärts ran. Vor dem Gastspiel bei Türkgücü Dietzenbach „habe ich schon ein bisschen Magengrummeln“, gibt Fischer zu. Was daran liegt, dass der Osten in den vergangenen Jahren einen deutlich besseren Ruf als der Westen hatte. „Wir wollen einfach eine gesicherte Saison spielen“, sagt der 2. Vorsitzende. Heißt: Der Klassenerhalt ist das Ziel. Über eine mögliche Rückkehr in den Osten, also in die Gruppe 2, haben sich die Rumpenheimer noch keine Gedanken gemacht. Aber eigentlich würden sie sich schon gerne dort sehen.
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