Spätlese hat reichlich Spaß am Handball

Die "Spätlese"-Mannschaft der Sport-Union Mühlheim trifft sich immer freitags zum lockeren Handball-Training. Mit dabei sind vor allem Mütter, deren Kinder bei der SUM spielen. (Foto: p)

Mühlheim – „Ihr seid ja nur am meckern. Spielt doch selbst mal Handball.“ Wenn Eltern bei Handballspielen ihres Nachwuchses zu viel (ungerechtfertigte) Kritik üben, bekommen sie schnell die passende Antwort. Vom Trainer, aber auch von den eigenen Kindern. Manche Eltern sind dann beleidigt, andere nehmen sich die Antwort zu Herzen – und beginnen selbst mit dem Handballspielen.

So auch eine Reihe an Spielermüttern bei der Sport-Union Mühlheim. Dort gründete sich im Oktober 2013 eine Mannschaft aus Müttern – liebevoll die „Spätlese“ genannt -, deren Kinder in Mühlheim Handball spielen. „Wir haben eine sehr harmonische Elternschaft“, erinnert sich Stephanie Haus, seit zehn Jahren Abteilungsleiterin bei den Handballern. „Das sind alles Mütter, die sich gerne mit dem Ball bewegen, allerdings nicht in aktiven Mannschaften spielen“, erklärt sie. Wobei auch Papas gerne beim Training – freitags ab 20 Uhr in der Dietesheimer Sporthalle in der Dieselstraße – gesehen sind. Den Großteil – der Mannschaft gehören etwa 20 Mitglieder an – bilden aber die Mamas. „So etwa 80 Prozent“, schätzt Stephanie Haus. Mitmachen dürfen aber auch Interessierte, die keine Kinder haben oder deren Nachwuchs nicht bei der Sport-Union spielt. Im Vordergrund steht schließlich der Spaß am gemeinsamen Sport. Dennoch geht es auch durchaus ernsthaft im Training zu. Dafür sorgen schon die beiden Trainer Ralf Rüdiger (Telefon 0170 8593159) und Arnd Eckhart (0176 31627685), beides ehemalige Handballer der Sport-Union, die auch gerne für weitere Informationen zur Verfügung stehen.

Natürlich spielen noch weitere Handballmannschaften bei der Sport-Union – der Gesamtverein feiert 2020 sein 75-jähriges Jubiläum – Handball. Immerhin spielten die Frauen Mitte der 90er Jahre fünf, sechs Jahre lang in der Regionalliga und waren sportlich eines der großen Aushängeschilder des Sportkreises Offenbach. Inzwischen geht es bei der SUM etwas ruhiger zu, die Damen nehmen nach dem klaren 30:21-Sieg am vergangenen Spieltag bei der FSG Seligenstadt/Zellhausen in der Bezirksoberliga Offenbach-Hanau den dritten Tabellenplatz ein. „Das ist im Augenblick auch die passende Klasse für uns“, sagt Stephanie Haus. Möglicherweise richten die Mühlheimerinnen in einigen Jahren den Blick weiter nach oben, weil im weiblichen Nachwuchs einige Talente heranwachsen, doch das ist noch Zukunftsmusik. Auch im Seniorenbereich steht der Spaß am Sport im Vordergrund. In Mühlheim spielen neben der Frauen in der Bezirksoberliga übrigens fast ausschließlich Mädchen in den verschiedenen Jahrgängen – einzige Ausnahme sind die E-Jungen. Derzeit fehlt es der Sport-Union einfach an männlichem Nachwuchs. Daher stellt der Verein aktuell auch keine eigene Herrenmannschaft, die SU-Männer sind in einer Spielgemeinschaft mit dem Nachbarn SG Dietesheim/Mühlheim auf Tore- und Punktejagd. Und meckern vielleicht auch hier und da bei den Spielen des Nachwuchses herum.
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