Spitzenspiele am Sonntag

Angesichts von vier Siegen hintereinander hatte die Kickers Viktoria Mühlheim zuletzt in der Kreisliga A Offenbach Gruppe 2 reichlich Grund zum Jubeln. Am Sonntag, 12. November, steht das Gipfeltreffen beim neuen Spitzenreiter in Mainflingen an.

Mühlheim/Obertshausen – In der Fußball-Kreisliga A Offenbach Gruppe 2 hieß es am vergangenen Wochenende gleich zweimal: Hausen gegen Mühlheim. An der Schwarzbachstraße standen sich Spitzenreiter FC Teutonia und die in dieser Saison sehr starke zweite Mannschaft der Spvgg. Dietesheim gegenüber. Und die Mannschaft von Trainer Daniel Strack unterstrich erneut ihre gute Verfassung, führte nach einem Treffer von Mate Tokic Sekunden vor dem Pausenpfiff lange Zeit mit 1:0. Erst Sekunden vor dem Abpfiff rettete Alexander Mandel mit seinem Treffer zum 1:1-Endstand den Hausherren zumindest noch ein Unentschieden. Das reichte aber nicht, um die Tabellenführung zu behaupten. Die gab die Teutonia an die TSG Mainflingen ab.

„Da muss man ein bisschen ausholen“, sagt Teutonia-Trainer Maik Henrich mit Blick auf die jüngsten Ergebnisse. Zumal Hausen binnen sechs Tagen gleich dreimal gefordert war: donnerstags im Offenbacher Kreispokal bei der SSG Langen (3:2), sonntags Punktspiel gegen Espanol Offenbach (1:1), dienstags Punktspiel-Derby beim TV Hausen (2:1). Im Pokalspiel konnte Henrich aus Verletzungsgründen nicht so rotieren, wie er das gerne getan hätte. In Offenbach musste aufgrund von Verletzungssorgen in Tobias Steinbrecher ein Feldspieler zwischen die Pfosten – im Pokalspiel hatte er noch zweimal getroffen. Auf Kunstrasen hatte Hausen gegen die defensiv eingestellten Offenbacher keine leichte Aufgabe – und fing sich Sekunden vor Spielende durch einen Freistoß das 1:1 ein. „Das hat uns die Stimmung vor dem Derby beim Turnverein schon ein wenig verhagelt“, sagte Henrich. Zumal das Spiel nur 48 Stunden später stattfand und der Turnverein nach dem 2:0-Sieg gegen Hainhausen mit viel Elan – aber ebenfalls sehr defensiv agierend – in die Partie ging. Sekunden vor der Pause ging der Turnverein in Führung, erst in den letzten zehn Minuten wandelte die Teutonia ihre Überlegenheit mit zwei Toren noch in einen knappen 2:1-Sieg um. Gegen Dietesheim war es ähnlich. Die Gelb-Schwarzen spielten rund 20 Minuten gut mit, zogen sich dann in die Abwehr zurück, gingen aber kurz vor der Pause durch einen Freistoß in Führung. Die Teutonia stürmte, traf aber erneut erst kurz vor Spielende. „Die Mannschaft hat alles gegeben“, lobte Henrich – aber das ewige Anrennen auf tiefen Boden kostete erneut viel Kraft. Nun geht es am Sonntag (12. November, 14.30 Uhr) zum Verfolgerduell bei der Spvgg. Hainstadt. Vor rund einem Monat hatten sich beide Mannschaften in Hausen 2:2 getrennt.

Weiterhin standen sich am vergangenen Spieltag die Kickers Viktoria Mühlheim und der TV Hausen gegenüber. In der vergangenen Saison lagen zwischen beiden Mannschaften noch zwei Spielklassen. Doch dann stiegen die Mühlheimer freiwillig aus der Gruppen- in die A-Liga ab, der Turnverein im gegenzug aus der B-Liga auf. Mühlheim benötigte rund 20 Minuten, um in die Partie zu finden. Da führte der Turnverein ausgerechnet durch den ehemaligen Mühlheimer Lama Lopsang (18.) bereits mit 1:0. Der Aufsteiger machte der Kickers Viktoria weiterhin das Leben schwer. Doch die Hausherren gefielen mit einer sehr guten Leistung und glichen in der 37. Minute durch Spielertrainer Domenico Di Rosa aus. Die Routiniers Wolfgang Strack (69.) und erneut Di Rosa (71.) sorgten mit einem Doppelschlag für die Entscheidung zu Gunsten der Mühlheimer.

„Mir fielen aus verschiedenen Gründen sechs Stammspieler aus“, erklärte Ralf Halassek, Trainer des Turnvereins. Also reaktivierten die Gäste die Routiniers Ayhan Ünal, Marco Rill und Christian Biehrer, allesamt mit Hessenliga-Erfahrung. „Wir waren klarer Außenseiter, haben die Partie aber eine gewisse Zeit lang offen gehalten und sogar 1:0 geführt. Nach dem 3:1 für Mühlheim war die Begegnung allerdings entschieden. Der Sieg der Kickers-Viktoria war aufgrund der zweiten Hälfte auch verdient. Aber wir sind erhobenen Hauptes vom Platz gegangen“, sagte Halassek. Der Gruppenliga-Aussteiger ist auch nicht der Gegner, gegen die der Turnverein seine Punkte holen muss. Dann schon eher gegen die TuS Froschhausen, die sich am Sonntag (14.30 Uhr) beim TVH vorstellt. „Die Niederlage in Mühlheim ist kein Weltuntergang. Gegen Froschhausen aber wollen wir einen Dreier einfahren“, blickt Ralf Halassek voraus. Insgesamt kann der Aufsteiger mit dem bisherigen Saisonverlauf mehr als zufrieden sein: „Mit 26 Punkten und Platz acht sind wir voll im Soll“, ist der TVH-Trainer zufrieden.

Zufrieden kann auch die Kickers-Viktoria Mühlheim sein. Mit dem elften Saisonsieg zog die KVM am SV Zellhausen vorbei, liegt nur noch drei Punkte hinter dem Zweiten Teutonia Hausen zurück. Der Aufstieg in die Kreisoberliga liegt wieder in Reichweite. Zumal die Mühlheimer am Sonntag (14.30 Uhr) mit einem Sieg bei Tabellenführer TSG Mainflingen weiter an Boden gut machen können. Beide Vereine treffen bereits zum zweiten Mal in dieser Saison aufeinander, die erste Begegnung hatten die Mühlheimer vor eigenem Publikum mit 0:1 verloren. „Wir wollen in Mainflingen gewinnen, in unserer momentanen Situation ist das auch machbar“, sagt KVM-Trainer Ciro Giordano, nachdem die Mühlheimer zuletzt viermal hintereinander als Sieger den Platz verließen.
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