Trainer Till legt großen Wert auf die Ausbildung

Gut geblockt. Die Volleyballerinnen des VC Ober-Roden 2 gewannen zum Rundenauftakt in der Bezirksliga Ost ihre beiden Heimspiele gegen den BSC 99 Offenbach und die TGS Hausen.

Ober-Roden – Am vergangenen Wochenende starteten die verschiedenen Volleyball-Ligen in die Saison, darunter auch die Bezirksliga Ost der Frauen im Bezirk Süd. Die zweite Mannschaft des VC Ober-Roden startete mit einem Heimspieltag in die neue Spielzeit. Und das bedeutet in den Spielklassen auf Landesebene (und darunter) bekanntlich: Das Heimteam ist gleich zweimal gefordert. Die Ober-Röderinnen besiegten zunächst den BSC 99 Offenbach mit 3:1 (18:25, 25:22, 25:22, 25:22) und anschließend die TGS Hausen mit 3:2 (25:23, 25:18, 20:25, 24:26, 15:6).

„Unter dem Strich bin ich zufrieden“, sagte Ober-Rodens Trainer Günter Till. Der Abteilungsleiter des Volleyballclubs trainiert die Mannschaft im zweiten Jahr. 2016 hatte Till die Ober-Röderinnen als dritte Mannschaft in der Kreisliga übernommen. Nachdem nun die erste und zweite Mannschaft des VCOR ein gemeinsames Team bilden, stellt die ehemalige dritte nun die zweite Mannschaft. Als Dritter der vergangenen Kreisliga-Saison (hinter Meister TSV Heusenstamm und dem CVJM Arheilgen, die beide sportlich in die Bezirksliga aufstiegen) verpassten die Ober-Röderinnen zwar sportlich den Aufstieg, rückten aber dennoch nach oben, weil ein Platz in der Liga frei wurde. Die VCOR-Mannschaft besteht mittlerweile im dritten Jahr und stellt ein sehr junges Team, die Spielerinnen sind alle zwischen 16 und 24 Jahren als.

„Obwohl wir und die Klasse nicht erspielt haben, war das ein guter Einstieg“, meinte Till mit Blick auf die beiden Erfolge gegen Offenbach und Hausen. „Die Mädels lernen schnell und haben sich in der neuen Klasse super präsentiert. Sie haben viel Kampfgeist gezeigt und die Partie gegen Hausen nach zwei verlorenen Sätzen zum 2:2 noch gewonnen. Wir spielen natürlich immer auf Sieg, unser Saisonziel ist aber ganz klar der Klassenerhalt. Wenn wir den in der ersten Saison schaffen, wäre das super.“

Zumal der Trainer seine Mannschaft nicht bedingungslos auf Sieg spielen lässt. „Wir nutzen alle Gelegenheiten, damit alle Spielerinnen zum Einsatz kommen“, erklärt Till, „Nicht nur die ersten Sechs, sondern auch die Nummer sieben bis elf. Wir wollen das Level hochhalten.“ Im Verlauf einer Saison werden schließlich alle Spielerinnen gebraucht. Zumal Günter Till die komplette Mannschaft noch als Jugendmannschaft sieht – auch wenn einige Spielerinnen schon über 20 sind. „Sie sind noch in der Ausbildung, die Positionen für die einzelnen Spielerinnen ist noch nicht festgelegt“, erklärt der VCOR-Trainer. Und in Ober-Roden sollen die jungen Volleyballerinnen eine breite Ausbildung genießen. Bedeutet: Die Spielerinnen sollen auf den verschiedenen Positionen flexibel einsetzbar sein, mindestens zwei Positionen soll jede einzelne Ober-Röderin sehr gut beherrschen. „Damit bekommt das Alles ein anderes Geschmäckle“, sagt Günter Till.

Trotz einer Reihe von Wechseln sicherte sich Ober-Roden gegen den BSC 99 Offenbach einen sicheren 3:1-Sieg. Den ersten Satz gab der VCOR noch mit 18:25 ab, behielt dann aber dreimal hintereinander mit 25:22 die Oberhand. „Wir haben nach dem ersten Satz den Faden verloren, Ober-Roden hat verdient gewonnen“, meinte BSC-Sportwart Dieter Höhn, der in Ober-Roden auch als Trainer fungierte, weil Chefcoach Srdjan Arsic parallel als Schiedsrichter in der 2. Bundesliga aktiv war. Gegen die TGS Hausen legten die Ober-Röderinnen eine 2:0-Satzgführung vor, dann aber glichen die Gäste zum 2:2 aus. Im entscheidenden Tiebreak des fünften Satzes ließ der VCOR aber nichts anbrennen und behauptete sich mit 15:6.

Weiter geht es für Ober-Roden bereits am Sonntag, 24. September, mit einem Gastspiel beim Mitaufsteiger in Arheilgen. Der CVJM verlor zum Rundenauftakt in Neu-Isenburg mit 0:3. Für den VCOR ist die Liga nur schwer einzuschätzen. Die Arheilgerinnen kennt die Till-Truppe zumindest aus der gemeinsamen vergangenen Saison in der Kreisliga.
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