Trainerduo Dindorf/Römgens leistet gute Arbeit

Aller Einsatz nutzte nichts: Kickers Obertshausen, hier mit Kapitän Simon Prechtel (am Boden), verlor das Offenbacher Kreisderby in der Gruppenliga Frankfurt Ost gegen den JSK Rodgau mit 0:3.

Obertshausen – Da war mehr möglich, doch am Ende verlor Kickers Obertshausen das Offenbacher Kreisderby der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost gegen den JSK Rodgau doch deutlich mit 0:3 (0:1). Mit 20 Punkten nehmen die Kickers den ersten Abstiegsplatz ein, Vereine wie die SG Marköbel, der FSV Bischofsheim (beide 21), Germania Klein-Krotzenburg und die Sportfreunde Seligenstadt (beide 26) liegen aber in Reichweite. Insgesamt sind die Kickers unter dem neuen Trainerduo Marcel Dindorf und Simon Römgens (folgten beide Anfang Oktober auf Nils Noe) auf einem guten Weg, feierten in den Heimspielen gegen Germania Großkrotzenburg (1:0), den FC Dietzenbach (2:0) und die SG Marköbel (2:0) wichtige Siege. Und auch bei Schlusslicht FSV Bad Orb (2:0) punkteten die Kickers dreifach.

Dindorf/Römgens hatten ihre Zusage zunächst bis zur Winterpause gegeben. „Das musste im Oktober alles sehr schnell gehen. Daher müssen wir uns jetzt zusammensetzen, ob die Beiden weitermachen. Ich bin aber zuversichtlich, wenn ich sehe, wie engagiert Marcel und Simon bei der Sache sind“, sagt Obertshausens Spielausschusschef Siggi Herth, der seit wenigen Wochen auch Präsident des Gesamtvereins ist.

Arg gelitten hat am vergangenen Wochenende der Rasenplatz der Kickers im heimischen Sportzentrum. „Da hat mir das Herz geblutet“, sagte auch der Jügesheimer Trainer Andreas Humbert. Zuvor spielten noch die beiden zweiten Mannschaften beider Vereine – der JSK gewann verdient mit 4:1 (2:0) – bei kräftigem Regen auf dem Platz, anschließend die beiden Gruppenligisten. Danach war von dem schönen Rasen nach dem Dauerregen der vorangegangenen Tage nicht viel viel übrig. „Zum Glück haben wir am Sonntag unser letztes Heimspiel in diesem Jahr“, meinte Siggi Herth.

Zum Spiel: Die Jügesheimer hatten die erste gute Chance, doch Chakib Flores scheiterte im Eins-gegen-Eins an Kickers-Torhüter Lucas Bohn. Den folgenden Eckball köpfte Ralf Cölsch zum 1:0 für den JSK ein. „Da waren wir unachtsam“, stellte Herth fest. Anschließend kamen die Rodgauer gegen die hoch verteidigenden Hausherren nicht entscheidend zum Abschluss. Obertshausen, erneut ersatzgeschwächt angetreten, vergab durch Kapitän Simon Prechtel eine Kopfballchance, zudem schlug Jügesheims Filipp Akkert nach einer Ecke auf der Torlinie stehend den Ball aus der Gefahrenzone. Torchancen waren somit im ersten Durchgang Mangelware, so dass es bei der knappen Jügesheimer 1:0-Führung blieb.

Nach der Pause zeigte sich Obertshausen bemüht, Jügesheim lauerte auf seine Chance. Bis auf eine Chance durch Fabian Dindorf, dem der Ball über die Fußspitze rutschte, ließen die Rodgauer kaum Möglichkeiten zu. Der JSK verteidigte gut, eroberte die Bälle nun früher als noch im ersten Abschnitt. Die eingewechselten André Thomas und Riccardo Sozzo sorgten für viel Tempo in der Offensive und Thomas war es auch, der mit zwei Toren (78., 88.) für die Entscheidung sorgte. „Wir haben auf den Ausgleich gedrängt, nach dem Konter zum 0:2 war das Spiel entschieden“, sagte Herth. „Ob wir jetzt 0:2 oder 0:3 verlieren, ist nicht entscheidend. Wichtig ist, dass wir am Rundenende über dem Strich stehen. Daher haben wir beim 0:1 nochmals einiges riskiert.“

Am Sonntag, (19. November, 14.45 Uhr) erwarten die Kickers Germania Klein-Krotzenburg. „Da wäre ein Dreier Gold wert“, blickt Herth voraus. Im Hinrundenspiel lagen die Obertshäuser bereits mit 1:3 in Rückstand, glichen dann aber im Endspurt noch zum 3:3 aus, der letzte Treffer fiel erst in der Nachspielzeit. „Das ist der Klassiker. Gegen die Mannschaften, die auch unten stehen, müssen wir gewinnen. Punkte gegen Teams wie den JSK wären ein zusätzliches Bonbon“, meint Herth. Aktuell liegen die Kickers sechs Punkte hinter Klein-Krotzenburg. Umso wichtiger wäre ein Sieg, um den Rückstand weiter zu verkürzen.
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