Trickreich gegen ältere Gegenspieler

Die F-Junioren der TSV Lämmerspiel (links) gewannen beim Turnier in Gedern das Spiel um Platz fünf gegen Teutonia Hausen mit 5:3.

Lämmerspiel - Die F-Junioren-Fußballer der TSV Lämmerspiel blicken auf ein anstrengendes Wochenende zurück. Zunächst besiegten die Lämmerspieler am Samstag in der Fair-Play-Runde den SV Gemaa Tempelsee mit 6:1. Und nur einen Tag später machten sich die jungen Kicker auf in Richtung Wetterau, die 45-minütige Autofahrt führte sie in die Sporthalle nach Gedern. Dort richtete die heimische JSG Obere Nidder ihren dritten Obere Nidder Junior-Cup aus. Die TSV belegte nach spannenden Partien und einem 5:3-Sieg gegen den Nachwuchs des FC Teutonia Hausen (der zum zweiten Mal in Gedern dabei war) den fünften Platz.

Das Turnier in Gedern war kein gewöhnliches: Gespielt wurde auf einem Speed-Court, der lediglich 22,5 mal 13 Meter groß war – das Spielfeld also nur etwa rund ein Drittel der Hallengröße ausmachte. Der übriges Hallenboden war mit Teppich ausgelegt, Sitzbänke und Stehtische luden zum Verweilen ein. Wobei der Nachwuchs zwischen den Spielen lieber auf die Torwand schoss. Das besondere am Speed-Court war die Rund-um-Bande sowie die hohen Fangnetze. Der Ball flog somit so gut wie nie während der siebenminütigen Spielzeit ins Aus – das machte das Spiel besonders schnell – und auch anstrengend. Vor allem für die Lämmerspieler, die nur mit einem Fünf-Mann-Kader in die Wetterau gekommen waren.

Die Mannschaft ist diese Art der Hallenturniere aber durchaus gewöhnt. Der Veranstalter ist bekannt, „wir haben schon an seinen Turnieren in Aschaffenburg und bei der TuS Leider teilgenommen“, erklärt TSV-Trainer René Ellenbrand, ehemaliger Jugendspieler der Offenbacher Kickers. Seit zwei Jahren trainiert er den 2010er-Jahrgang. Klar, sein Sohn Liam spielt in der Mannschaft, da war der Weg vom Vater zum Trainer nicht weit. Wobei René Ellenbrand nun sogar die Trainerlizenz erwirbt, um den Nachwuchs des A-Ligisten noch besser zu fördern. Wobei es auch schon so aktuell „gut in der Fair-Play-Runde läuft. Da haben wir oft 2009er als Gegner, aber auch da setzen sich die Jungs oftmals durch“, berichtet er.

Wie, das demonstrierten die jungen Lämmerspieler mehrfach beim Turnier in Gedern. Mit schnellem Direktspiel erzielte der TSV-Nachwuchs auch gegen körperlich überlegene Gegner so manchen Treffer. Gleich im ersten Turnierspiel besiegten die Lämmerspieler den VfR Ilbenstadt mit 3:0. Nach einer knappen 1:2-Niederlage gegen den FSV Steinbach sicherte sich die TSV gegen die JSG Düdelsheim einen weiteren 3:0-Sieg. Richtig spannend wurde es dann noch einmal im abschließenden Gruppenspiel gegen die JSG Nidda. Schnell führte Lämmerspiel mit 2:0, unterlag aber am Ende noch mit 2:3. Die Tränen waren aber schnell getrocknet, schließlich gewannen die jungen Kicker im Spiel um Platz fünf gegen den FC Teutonia. „Ein Derbysieg zum Abschluss, das ist eine tolle Sache“, schmunzelte René Ellenbrand. Der ist übrigens nicht nur Fan der TSV-Jungs und der Offenbacher Kickers. Sondern vor allem auch begeisterter Anhänger des SV Werder Bremen. „Vergiss‘ nicht, das zu erwähnen“, lacht er im Gespräch mit dem anwesenden Journalisten.

Teutonia Hausen hatte sich mit vier Punkten aus den vier Gruppenspielen für die Partie um Platz fünf qualifiziert. Gegen die JSG Schöneck gewannen die Hausener, die im vergangenen Jahr noch das U7-Turnier an gleicher Stelle für sich entschieden hatten, mit 3:1. Nach Niederlagen gegen die Sportfreunde Oberau (0:1) und Kickers Gailbach (1:6) trennte sich die Teutonia von Gastgeber JSG Obere Nidder 3:3.
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