TSV Lämmerspiel setzt auf die Jugend

Die TSV Lämmerspiel nimmt aktuell in der Kreisliga A Offenbach Gruppe 2 den zehnten Platz ein. Ein, zwei Plätze will die Turn- und Sportvereinigung in der zweiten Saisonhälfte noch gut machen. (Foto: p)

Lämmerspiel – Nach der witterungsbedingten Spielabsage am vergangenen Wochenende verabschiedete sich die TSV Lämmerspiel mit 22 Punkten als Tabellenzehnter in die Winterpause der Fußball-Kreisliga A Offenbach Gruppe 2. Thorsten Zuch, seit Sommer 2017 Trainer der Turn- und Sportvereinigung, sagt als erste Reaktion: „Damit sind wir nicht ganz zufrieden. Wir hatten uns ein bisschen mehr vorgestellt.“

Allerdings: Die Lämmerspieler setzen auf eine junge Mannschaft mit dem Ziel, weitere junge Spieler aus der eigenen Jugend in den Seniorenbereich einzubauen. „Wir haben jede Woche drei bis vier Spieler dabei, die in der vergangenen Saison noch in der Jugend gekickt haben“, erklärt Zuch. Und der Nachwuchs braucht bekanntlich Zeit. Zudem kommt großes Verletzungspech, das die TSV durch die laufende Spielzeit begleitet. So zog sich André Reinhard (71 Hessenliga-Spiele für Kickers Offenbach und Eintracht Wetzlar) früh in der Saison einen Kreuzbandriss zu und fällt noch mehrere Monate aus. Ähnliches gilt für den Verbandsliga-erfahrenen Heiko Wenzel, der sich im Oktober im Pokalspiel bei Espanol Offenbach verletzte und seitdem nicht mehr zur Verfügung steht. „Da sind uns zwei ganz erfahrene Stützen weggebrochen“, bedauert Zuch, selbst ehemaliger Hessenliga-Spieler der Offenbacher Kickers, „insofern können wir mir Platz zehn ganz gut leben.“

Zuch schätzt sein Team besser als die aktuelle Platzierung ein, stellt aber fest: „Wir haben auch einige Punkte liegen lassen.“ Gerade gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenregion, gegen die die Lämmerspieler ihre Torchancen nicht nutzten. So unterlag die TSV in Klein-Auheim unnötig mit 1:2, bei der TSV Heusenstamm gab es nach einer 1:0-Pausenführung und vielen vergebenen Möglichkeiten noch eine 1:3-Niederlage. „Das hat sich die Unerfahrenheit der Mannschaft gezeigt“, meint Zuch.

Dennoch setzten die Lämmerspieler, die in dieser Saison drei Aktivenmannschaften in den Spielbetrieb schicken, weiter auf die eigene Jugend, „um irgendwann einmal die Früchte zu ernten. Aber noch nicht in dieser Saison“, sagt Zuch. Wohl wissend, dass die jungen Spieler Zeit benötigen, um sich an das Klima im Seniorenbereich zu gewöhnen. „In der A-Liga sind schon sehr viele abgezockte, ältere Spieler dabei“, sagt der TSV-Trainer.

In der Rückrunde „wollen wir noch einige Punkte gut machen“, blickt Thorsten Zuch auf die zweite Saisonhälfte voraus. Und dementsprechend noch ein, zwei Plätze nach oben klettern. Das ist auch machbar, die TuS Froschhausen (25 Punkte) und der TV Hausen (26) liegen in Reichweite. Mehr dürfte nicht möglich sein, der Rückstand auf den Siebten Spvgg. Hainstadt beträgt bereits elf Punkte. Gerne denken die TSV-Verantwortlichen in diesem Zusammenhang allerdings an die Rückrunde der vergangenen Saison 2016/2017 zurück: Da räumten die Lämmerspieler mit neun Siegen, drei Unentschieden und nur einer Niederlage (1:2 gegen Meister SG Nieder-Roden) richtig ab. Im Vordergrund steht auch in Zukunft auf jeden Fall die Weiterentwicklung der jungen Spieler, der geplante Kunstrasenplatz soll dem Verein, der auch zukünftig auf seine gute Gemeinschaft setzt, den nächsten Schub verleihen. „Das ist ein wichtiger Schritt für die TSV“, sagt Zuch, der sich in Joshua Franz über ein weiteres junges Talent freuen darf. Franz wechselte im Sommer aus der TSV-Jugend zum Kreisoberligisten TSG Neu-Isenburg, kehrt nun nach einem halben Jahr nach Lämmerspiel zurück.

Weiter geht es für die TSV am Sonntag, 18. Februar, mit dem Stadtderby gegen die Kickers-Viktoria Mühlheim. Nur drei Tage später erwarten die Lämmerspieler im Achtelfinale des Offenbacher Kreispokals auf eigenem Gelände den Gruppenligisten SG Rosenhöhe. Die Kilinc-Elf spielt in dieser Saison eine herausragende Runde, nimmt in der Gruppenliga Frankfurt Ost völlig überraschend den dritten Platz ein – nur zwei Zähler hinter Spitzenreiter JSK Rodgau. Da darf sich die Turn- und Sportvereinigung auf einen echten Kracher freuen. Und die jungen Spieler auf neue, wichtige Erfahrungen.
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