TSV Lämmerspiel stellt erneut drei Seniorenmannschaften

Die TSV Lämmerspiel in der Saison 2017/2018. Aktuell nimmt die Mannschaft von Trainer Thorsten Zuch (obere Reihe, ganz rechts) in der A-Liga Offenbach Gruppe 2 den elften Platz ein. Am Sonntag geht es im Heimspiel gegen den Tabellenzweiten TSG Mainflingen. (Foto: p)

Lämmerspiel – Die Fußball-Abteilung der TSV Lämmerspiel blickt auf eine durchaus bemerkenswerte Fußball-Historie zurück, immerhin spielten die Kicker aus dem Mühlheimer Stadtteil von 2000 bis 2003 sogar in der Landesliga (heute: Verbandsliga) Süd. Bereits 1995 erreichte die TSV, angeführt vom späteren Egelsbacher Regionalliga-Spieler Slavisa Dacic, heute Trainer beim Süd-Verbandsligisten FC Hanau 93, die Relegation zur Landesliga Süd, scheiterte jedoch. Zwischenzeitlich ging es nochmals hinunter in der Bezirksliga Offenbach. Doch 1999 wieder in die Bezirksoberliga (heute: Gruppenliga) aufgestiegen, marschierten die Lämmerspieler unter Trainer Jürgen Müller bis in die Landesliga durch und sicherten sich über die Relegation letztlich den Klassenerhalt. 2002 erreichten die Lämmerspieler mit Platz acht die beste Platzierung ihrer Vereinsgeschichte, ein Jahr später erfolgte nach drei Jahren Landesliga allerdings der Abstieg.

Und der war rasant: Die TSV stieg Jahr für Jahr erneut ab (insgesamt viermal hintereinander) und fand sich 2006 in der Kreisliga B Offenbach Ost wieder. Nach zwei Jahren kehrte die Turn- und Sportvereinigung in die A-Liga zurück, der sie auch heute noch angehört. Beste Platzierung war in der Spielzeit 2013/2014 der dritte Platz hinter dem TSV Dudenhofen und den Sportfreunden Seligenstadt 2. Meister Dudenhofen hatte nur drei Punkte mehr als die TSV auf der Habenseite, Seligenstadt sogar nur zwei.

Aktuell nehmen die Lämmerspieler, die seit dieser Saison von Thorsten Zuch, ehemaliger Oberliga-Spieler der Offenbacher Kickers und zuletzt Trainer beim Ligarivalen SG Hainhausen, trainiert werden, nach dem 2:0-Sieg am vergangenen Spieltag gegen die zweite Mannschaft des JSK Rodgau mit zwölf Punkten den elften Platz ein. „Mit der aktuellen Punkteausbeute sind wir nicht ganz zufrieden“, gibt Spielausschussmitglied Rainer Nickel zu. „Dass wir nicht vorne mitspielen können, war zu erwarten, so weit hinten zu stehen, war aber auch nicht eingeplant. Vielleicht ist jetzt durch das 2:0 gegen den JSK Rodgau der Knoten geplatzt.“

Am vergangenen Wochenende besiegten die Lämmerspieler die zweite Mannschaft des Gruppenligisten nach Toren von Michael Ott und Nico Heinz verdient. Die Gäste hatten in der ersten Hälfte große Mühe mit dem Hartplatz, fanden sich darauf überhaupt nicht zurecht. Doch Lämmerspiel verpasste nach dem Führungstreffer (19.) gleich mehrfach eine höhere Führung. Nach dem Wechsel präsentierten sich die Rodgauer auf Augenhöhe. Die Hausherren kamen zu einigen guten Konterchance, doch erst in der Schlussminute fiel das entscheidende 2:0.

Ein Grund für den durchwachsenen Saisonstart ist sicherlich die schwere Verletzung von André Reinhard. Der 26-Jährige (71 Hessenliga-Spiele für Kickers Offenbach und Eintracht Wetzlar) fällt noch mehrere Monate mit einem Kreuzbandriss aus. „Ihn können wir nicht 1:1 ersetzen“, sagt Nickel. „Und die Jugendspieler, die neu zu den Senioren gekommen sind, müssen sich erst einmal an diese Liga gewöhnen. Das geht bei dem einen schneller, bei anderen braucht es einfach seine Zeit.“ Aber es gibt auch Positives zu berichten. Erneut stellt die Turn- und Sportvereinigung auch in dieser Spielzeit wieder drei Seniorenmannschaften. Und bei der zweiten und dritten Mannschaft läuft es sehr ordentlich, beide Teams nehmen aktuell den sechsten Tabellenplatz in der B- beziehungsweise C-Liga Gruppe 2 ein. Im Sommer hatte zudem kein Spieler die TSV verlassen, „das spricht schon für den Verein“, freut sich Nickel. Und 2018 sollen auf dem TSV-Gelände umfangreiche Umbauarbeiten beginnen. Der alte Rasenplatz verschwindet, an seiner Stelle sollen ein neuer Rasen- sowie ein Kunstrasenplatz entstehen.

Die nächste Aufgabe der Lämmerspieler steht am Sonntag, 15., erneut vor eigenem Publikum gegen den Tabellenzweiten TSG Mainflingen an. Eine schwere Aufgabe, der amtierende Mainpokalsieger ist vor allem in der Defensive sehr stark, ließ erst zehn Gegentore in zehn Begegnungen zu und liegt nach den jüngsten Patzern des FC Teutonia Hausen nur noch einen Zähler hinter dem Spitzenreiter aus Obertshausen. Dennoch hoffen die Lämmerspieler auf zumindest einen Punkt. Anpfiff ist um 15 Uhr.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.