U16 der Rodgau Pioneers im Finale gegen Wiesbaden

Seht her, ich hab's gemacht! Touchdown für die U19 der Rodgau Pioneers gegen die Wetterau Bulls.
 
Beim American Football geht es zur Sache. Hier nehmen zwei Spieler der U19 der Rodgau Pioneers einen Akteur der Wetterau Bulls in die Mangel.

Jügesheim – Mittlerweile ist es schon knapp sieben Jahre her, dass die TGM SV Jügesheim und die TGS Jügesheim – mit Blick auf eine mögliche Fusion zwischen beiden Vereinen (die erst deutlich später zu Stande kam, als seinerzeit erwartet) – ein gemeinsames Projekt starteten: die Abteilung „American Football“. Mit 43 jugendlichen Spielern ging es seinerzeit los – die Jügesheimer schickten zu Beginn eine A- und B-Jugendmannschaft in die Punktspielrunde. Der Name für die Mannschaften stand schnell fest: „Rodgau Pioneers“. Dass die Abteilung für alle Footballbegeisterten aus Rodgau offen ist, sollte unbedingt im Namen deutlich gemacht werden.

Inzwischen ist die jüngste Abteilung des JSK Rodgau bei 170 Mitgliedern angekommen. Tendenz steigend. „Wir profitieren aktuell davon, dass sich herumgesprochen hat, wie gut wir aufgestellt sind“, erklärt Ingo Klabers, seit Mai diesen Jahres Abteilungsleiter der Footballer. Bedeutet: Die Pioneers haben alle Altersklassen besetzt: U13, U16 und U19. Die jungen Sportler haben also die Möglichkeit, durchgehend ihrer Sportart nachzugehen und müssen nicht befürchten, eine Zwangspause einlegen oder den Verein wechseln zu müssen, weil in einem Jahrgang keine Mannschaft gestellt werden kann. Diese Gefahr besteht in Rodgau nicht. Und nach der Jugend geht es direkt in der Herrenmannschaft weiter. „Das ist für uns eine tolle Leistung“, freut sich Klabers. Der JSK Rodgau ist neben den Offenbach Rockets der einzige Verein im Kreis Offenbach, der American Football anbietet. Andere Vereine haben es versucht, hielten es aber nicht lange durch (etwa die Knights in Langen oder die Blizzards in Obertshausen). Und so beziehen die Rodgau Pioneers ihre Spieler nicht nur aus Rodgau, sondern bis aus Dietzenbach, Langen oder Hanau. Trotz der Konkurrent aus Wiesbaden, Hanau und Frankfurt haben sich die Rodgauer in der Region etabliert. „Dass wir kein eigener Verein, sondern nur eine Abteilung sind, und durch den Hauptverein jede Menge Rückendeckung bekommen, ist für uns ideal“, sagt Klabers.

Ein großes Plus der Footballer in Rodgau ist auch das familiäre Umfeld. Was zu einem daran liegt, dass die jungen Spieler, die aus Langen oder Hanau noch Rodgau kommen, gemeinsam mit ihren Eltern nach Jügesheim fahren. Und aus ihren acht bis zehn Heimspieltagen, die die Pioneers pro Saison ausrichten – in der Regel spielen die U16 und U19 gemeinsam an einem Tag oder die Herren folgen auf eine der beiden Jugendteams – machen die Rodgauer ein echtes Event für die ganze Familie – so wie man das eben aus dem American Football kennt. Da werden Burger gegrillt und in der MEWArena herrscht den ganzen Tag über beste Stimmung. Der Vorteil: Ein Heimspieltag finden nicht jede Woche, sondern etwa nur einmal im Monat statt.

Und American Football ist als Sportart auch eine hervorragende Alternative für alle älteren Kinder, die erst etwas später mit dem Sport begonnen haben. „Hier geht es erst mit den Zehnjährigen oder noch älteren Kindern los“, erklärt Ingo Klabers. „Man braucht keine Vorkenntnisse. Und aufgrund der verschiedenen Positionen und Aufgaben findet sich für jeden Spieler eine geeignete Position. In den vergangenen Monaten gab es keine Woche, in der nicht jemand angerufen hat oder eine Mail schickte und anfragte, ob er sich das Training mal anschauen könne.“ Die Begeisterung und der Spaß am American Football in Rodgau ist also auch im siebten Jahr weiter ungebrochen.

Und auch sportlich läuft es in dieser Saison sehr gut. Die U19 sicherte sich jüngst mit einem 16:8-Sieg gegen die Wetterau Bulls vorzeitig den Titelgewinn in der Jugendoberliga Mitte. Die U16 belegte in der Jugendregionalliga Mitte mit 12:0 Punkten den ersten Platz in ihrer Gruppe A. Die Pioneers setzten sich sowohl in ihrer Gruppe zweimal gegen die Frankfurter Konkurrenten Universe und Pirates sowie zweimal gegen die Saarland Hurricanes aus der Gruppe B durch. Am Sonntag, 17. September, steht nun um 15 Uhr in der Weiskircher Straße das Finale gegen die Wiesbaden Phantoms, mit 8:4 Punkten Sieger der Gruppe B, um die Meisterschaft an. „Wir hoffen auf eine große Resonanz und einen schönen Nachmittag“, sagt Klabers, „wenn wir mit der U16 und der U19 Meister werden, wäre das ein Riesenerfolg und toller Saisonabschluss.“

Die Feldsaison neigt sich zwar dem Ende entgegen, doch die Wintermonate bestehen nicht nur aus Trainingseinheiten. Im November beginnt die Flag-Football-Saison, an der auch die U16 der Pioneers teilnimmt. Dabei handelt es sich um körperloses Football. Die Spielunterbrechung erfolgt, wenn man einem Gegner das Fähnchen (Flag) aus dem Gürtel zieht. Flag-Football wurde im Winter 2016/2017 erstmals in der Region angeboten und erfreute sich beim Nachwuchs großer Beliebtheit. „Man bleibt im Spielbetrieb“, zeigt sich Ingo Klabers zufrieden.

Und wer Lust hat, kann jederzeit einmal beim Training der Rodgau Pioneers am Weichsee vorbeischauen. Die verschiedenen Altersklassen (U13 bis Herren) trainieren montags, mittwochs und freitags zwischen 17.30 und 20 Uhr. Nähere Informationen sind auch unter football@jskrodgau.de erhältlich.
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