Verletzungspech prägt gesamten Saisonverlauf

Marie-Luise Heinrich (Nummer 15) und die HSG Obertshausen/Heusenstamm unterlagen im Offenbacher Kreisderby der Bezirksoberliga Offenbach/Hanau der HSG Dietzenbach mit 17:32. Heinrich erzielte einen Treffer für die Gastgeberinnen.
 
Sonja Zellner (Nummer 7) steuerte sieben Treffer, darunter vier Siebenmeter, zum 32:17-Sieg der HSG Dietzenbach im Offenbacher Kreisduell der Bezirksoberliga Offenbach/Hanau bei der HSG Obertshausen/Heusenstamm bei.

Obertshausen – Neun Spieltage vor Rundenende in der Bezirksoberliga Offenbach/Hanau liegen die Handballerinnen der HSG Obertshausen/Heusenstamm (Stammvereine sind die TG Obertshausen und die TSV Heusenstamm) mit 2:26 Punkten abgeschlagen auf dem vorletzten Tabellenplatz. Der Rückstand auf den Drittletzten TV Flieden beträgt sechs Punkte, der zum rettenden Ufer bereits elf Zähler. Am vergangenen Wochenende unterlag die Mannschaft von Trainer Robert Linek im Offenbacher Kreisduell dem Aufstiegsaspiranten HSG Dietzenbach mit 17:32 (5:15).

Obertshausen/Heusenstamm spielt aktuell in der zweiten Saison in der Bezirksoberliga. 2016 war die Mannschaft als Tabellenzweiter gemeinsam mit Meister HSG Preagberg aus der Bezirksliga A in die Bezirksoberliga aufgestiegen. In der ersten Saison sicherte sich Obertshausen/Heusenstamm als Zehnter – 2017 stiegen nur zwei Mannschaften ab – den Klassenerhalt. Während der Vorbereitung auf die Spielzeit 2017/2018 „war der Klassenerhalt unser Ziel“, sagt Johannes Lippert, zweiter Vorsitzender der HSG. Aus diesem Grund hatte die HSG in Robert Linek auch einen Inhaber der Trainerlizenz als neuen Mann an der Außenlinie verpflichtet. „Das Potenzial zum Klassenerhalt wäre auch vorhanden gewesen, aber wir hatten unheimlich viel Pech“, erklärt Lippert mit Blick auf die Personalsituation. So zog sich Spielführerin Marsha Langkamm noch vor dem ersten Saisonspiel einen Kreuzbandriss zu und ist daher Woche für Woche nur als Betreuerin mit dabei. Weitere Leistungsträgerinnen fielen aus, „phasenweise saßen sieben, acht Spielerinnen auf der Tribüne“, sagt Lippert. Trainer Linek, der parallel die Landesliga-Damen der FSG Dieburg/Groß-Zimmern coacht, ergänzt: „Diese Pech verfolgt uns schon die ganze Runde über.“ Und diese Ausfälle waren für die HSG nicht zu kompensieren.

Gegen Dietzenbach stand immerhin Alexandra Schmidt nach einem Auslandsaufenthalt wieder zur Verfügung. In Marlene Nahlik hütete eine Feldspielerin das Tor der Gastgeberinnen – und verdrehte sich wenige Minuten vor Spielende das Knie. „Eigentlich hat sich die personelle Situation ein wenig entspannt, jetzt kommt erneut eine Verletzung hinzu“, bedauert Johannes Lippert und fügt an: „Aufgrund der vielen Verletzungen in der Hinrunde war uns klar, dass in dieser Saison nicht viel geht.“ Einen einzigen Sieg verbuchte die HSG bisher in der laufenden Spielzeit: Anfang Dezember vergangenen Jahres mit einem 23:20 im Kellerduell gegen die FSG Seligenstadt/Zellhausen. Trainer Linek zeigte sich aber auch mit einem anderen Spiel sehr zufrieden: „In Nieder-Roden haben wir zwar mit vier Toren Unterschied verloren, aber da hat die Mannschaft sehr stark gespielt.“ 19:23 hieß es nach 60 Minuten aus Sicht der HSG Obertshausen/Heusenstamm. „Es waren schon einige gute Spiele dabei“, erklärt Linek. „Die Mädels halten gut zusammen und die personelle Situation hat sich trotz allem entspannt. In der vergangenen Woche waren zwölf Spielerinnen im Training. Davor waren es meist sechs bis sieben.“

„Überraschungen sind nicht auszuschließen“, sagt Lippert, auch mit Blick auf die kommende Partie am Sonntag, 25., um 16.30 Uhr bei der Sport-Union Mühlheim. Doch im Kampf um den Klassenerhalt macht sich die HSG wenig Hoffnungen. „Da müsste schon vieles zusammenkommen“, sagt Robert Linek. „Wir wollen noch so viele Siege wie möglich feiern und Spaß haben. Und uns als Mannschaft weiter verbessern. Der Abstieg wäre sicher kein Beinbruch. Wenn alle Spielerinnen dabei sind, haben wir eine gute Qualität, das würde auch für einen guten Mittelfeldplatz in der BOL reichen. Nicht aber mit diesem Verletzungspech.“

Für die Dietzenbacherinnen lief die Partie dagegen wunschgemäß. „Wir sind sehr gut in die Partie gestartet, führten nach 19 Minuten bereits mit zehn Toren“, zeigte sich Dietzenbachs Trainer Julian Wurm zufrieden, „In dieser Phase hat unsere Torfrau Dominique Schohl sehr stark gehalten, unter anderem vier Siebenmeter. Damit war das Spiel schnell entschieden.“ Das war auch genau der Wunsch der Gäste: Eine schnelle Entscheidung, um anschließend durchzuwechseln und Kräfte zu schonen. Denn bereits am Dienstag stand in Hanau das vorgezogene Spitzenspiel beim Klassenprimus HSG Hanau auf dem Programm.
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